Regionalliga Ringen: Berlin war eine Nummer zu groß

Regionalliga Mitteldeutschland: RSV Rotation Greiz II gegen SV Luftfahrt Berlin
Der für Greiz kämpfende Abdul Galamatov (rotes Trikot) bezwang Abu Gedaev mit 6:2 Punkten.

RSV Rotation Greiz II verlor gegen SV Luftfahrt Berlin mit 3:25

GREIZ. Während die Greizer Ringer in der 2. Bundesliga ihren Staffelsieg vom Vorjahr verteidigen können, „krebst“ die zweite Mannschaft in der Regionalliga Mitteldeutschland in hinteren Tabellenregionen herum.
Gegen den Tabellenzweiten aus Berlin war von vornherein kein Erfolg zu erwarten. Zwar stellten beide Vereine sehr junge Mannschaften, doch acht der zehn Greizer Aktiven waren deutlich jünger als ihre Widersacher aus der Hauptstadt.

Der daraus resultierende fehlende Trainingsumfang und die mangelnde Erfahrung ließen sich beim besten Willen nicht kompensieren.
So wurde die Veranstaltung zu einer Lehrstunde für die junge Greizer Mannschaft.

Leider mussten aber auch die beiden älteren Sportler auf Greizer Seite Niederlagen einstecken.
Mannschaftskapitän Martin Zeuner (86 kg/g) lieferte sich mit Simon Papsdorf ein intensives Gefecht, bei dem keine technischen Punkte fielen. Seine 0:3 Niederlage resultierte aus Verwarnungen.

Schwergewichtler Tom Seidel (130 kg/f) kam zwar am Ende gegen Sportschüler Marvin Krüger stark auf, konnte aber bei der 3:7 Niederlage das Blatt nicht mehr wenden.
Der vierzehnjährige Rasul Galamatov (57 kg/g) begann zwar druckvoll gegen den drei Jahre älteren und gefühlt 20 cm größeren – was sich als dessen stärkste Waffe herausstellen sollte – Friedrich Schröder, wurde aber bei der ersten erfolgreichen Aktion des deutschen Vizemeisters der Junioren kurz vor der Pause geschultert.

Sein Bruder Abdul Galamatov (61 kg/f) hatte mit seinem Landsmann Abu Gedaev einen zwei Jahre älteren Gegner, den er nach spannenden Kampf 6:2 bezwang.
Anton Golle (98 kg/g) war zwar eine Klasse aufgerückt, traf aber auf den zwar leichteren aber sechs Jahre älteren Martin Knoblich, der seine Stärken am Boden ausspielend mit 16:0 gewann.
Sowohl Norman Heisig (66 kg/g) als auch Johannes Krause (86 kg/f) wurden von Mansur Hatuev bzw. Till Hübner geschultert.

Lucas Kahnt (66 kg/f) konnte an seine gute Leistung vom Turnier in Kleinostheim anschließen und kam nach 0:2 Rückstand zu einem 3:2 Sieg über Juniorenringer Niklas Kaltenborn.
Joel Wrensch (75 kg/f) unterlag trotz seines bekannten Endspurtes dem DM-Dritten Doa Küksar mit 4:9.
Im Standkampf hielt Ron Watzek (75 kg/g) mit Tim Knobloch gut mit, am Boden kam der drei Jahre ältere Berliner mit Rollen zum 8:0 Erfolg.

Kampfrichter Jens Fischbach aus Plauen war ein guter Leiter dieses Kampfes, der vor 98 Zuschauern mit einem 25:3 für die Gäste aus Berlin endete.

Erhard Schmelzer @05.12.2016

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