26. Oktober 2020

Weißwasser stärker als in den Vorjahren

79kg Freistil: Joel Wrensch (rotes Trikot), RSV Rotation Greiz II gegen Matthias Mückisch, WKG Weißwasser/Cottbus 2:0/PS/8:2/06:00
79kg Freistil: Joel Wrensch (rotes Trikot), RSV Rotation Greiz II gegen Matthias Mückisch, WKG Weißwasser/Cottbus 2:0/PS/8:2/06:00

Zum Saisonauftakt empfängt die zweite Greizer Ringermannschaft am Sonnabend in der heimischen Sporthalle an der Eisbahn die WKG Grün-Weiß Weißwasser /RC Cottbus. Kampfbeginn ist 19:30 Uhr. Bereits ab 17:30 Uhr stehen sich die Jugendmannschaften von Greiz und der WKG Pausa/Plauen gegenüber.
In Weißwasser wird nicht nur Eishockey gespielt, sondern auch Ringkampf betrieben. Einfach ist es in der Eishockey – Hochburg nicht, Weißwasser war 25-mal DDR-Meister und spielt nun in der zweithöchsten deutschen Eishockeyliga, Kinder und Jugendliche für das Ringkampftraining zu begeistern. Doch immer wieder gelingen dem kleinen Ringerverein aus der Oberlausitz, der besonders im griechisch-römischen Stil seine Stärken hat, Erfolge im Nachwuchsbereich. Im Ligabetrieb ging es für Weißwasser in den letzten Jahren steil bergan, aber auch steil bergab. 2015 entschied Grün-Weiß die Landesliga Sachsen für sich. Als dieser Erfolg ein Jahr später wiederholt werden konnte, dabei ließ man auch den gerade aus der 2.Bundesliga abgestiegenen KSC Motor Jena hinter sich, stiegen die Oberlausitzer sogar in die Regionalliga Mitteldeutschland auf. Im Jahre 2017 kämpfte auch die erste Greizer Mannschaft nach der Abschaffung der 2.Bundesliga in der Regionalliga und konnte nach spannenden Finalkämpfen gegen Markneukirchen den Staffelsieg feiern. Weißwasser stieg hingegen ab und fand sich in der Landesliga wieder. Tiefpunkt war der Saisonabschluss 2019 in Greiz als ein desolates Team aus der Oberlausitz anreiste und bereits auf der Waage verloren hatte. „Das wird in diesem Jahr nicht wieder passieren“, meinte der Weißwasseraner Ringerchef Stefan Lill. „Im Vorjahr hatten wir große Probleme bei der Aufstellung der Mannschaft, da einige ältere Sportler ihre Mitwirkung abgesagt hatten. In diesem Jahr, bei den wenigen Kämpfen, sind sie wieder mit von der Partie.Wir werden mit einer starken Mannschaft nach Greiz kommen.“
Bekanntester und leistungsstärkster Ringer aus Weißwasser ist derzeit Maximilian Simon. Der dreimalige deutsche Meister im Nachwuchsbereich bestreitet zwar die Einzelkämpfe für Weißwasser hat sich aber bei Mannschaftskämpfen Bundesligist Germania Markneukirchen angeschlossen. Mit nach Greiz reisen dürfte am Sonnabend aber der Sportschüler in Leipzig Hauke Richter, der bei den letzten deutschen Meisterschaften der B-Jugend 2019 Silber gewann.
Die ursprünglich ebenfalls angesetzte Jugendligabegegnung gegen Weißwasser wurde allerdings von den Oberlausitzern abgesagt. Der Jugendleiter von Grün-Weiss Guido Paulig teilte mit, dass „Aufwand und Nutzen für den Verein in keinem akzeptablen Verhältnis stehen würden.“ Weißwasser hatte sich im Jugendbereich für ein einmaliges Turnier an einen zentralen Wettkampfort stark gemacht, wurde aber von den anderen Vereinen überstimmt. Gedanken, denen man folgen kann, muss der weit im Osten Deutschlands ansässige Verein an einem Wettkampftag doch um die 500 Kilometer Fahrstrecke bewältigen.

Erhard Schmelzer

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