30. September 2020

RSV Rotation Greiz kann sich beim Thüringenderby keine Niederlage leisten

Martin Hopf und Sebastian Wendel beim Training
Sebastian "Tanne" Wendel hat den Greizer Neuzugang Martin Hopf beim Trainingslager im Vorjahr schon mal auf die Schultern genommen.

Am Samstag erfolgt der Start in die neue Saison – Beim Thüringenderby können sich die Ringer des RSV Rotation Greiz keine Niederlage leisten

GREIZ. Die Spannung steigt von Tag zu Tag. Am Samstag beginnt die neue Ringkampfsaison mit dem Schlager schlechthin. In der Zweifeldersporthalle in Aubachtal kommt es bereits zum Saisonauftakt zum Thüringenderby des RSV Rotation Greiz gegen den alten Rivalen aus Jena.
Nach dreijähriger Unterbrechung kämpfen die Saalestädter wieder in der gleichen Liga wie die Greizer. Die Gastgeber haben zwar zweimal in Folge den Staffelsieg in der zweiten Bundesliga erkämpft, aber dabei jeweils den Auftaktkampf zu Hause verloren.
Wenn sie ihr Ziel, die Finalkämpfe der zweithöchsten deutschen Leistungsklasse zu erreichen, realisieren wollen, muss dieses Jahr – bei Berücksichtigung der sehr stark erwarteten Markneukirchener Mannschaft – mit einem Sieg gestartet werden.
Die Voraussetzungen dafür sind trotz der erwarteten starken Gegenwehr der Jenaer gewährleistet. Alle Sportler des Teams um Mannschaftskapitän Toni Stade sind gesund und gut in Form.
Da der deutsche Meister Martin Obst nicht an den Weltmeisterschaften teilnimmt, die eine Woche später in Paris stattfinden, kann er sich ganz auf die Mannschaftskämpfe konzentrieren.
Als wichtigsten Neuzugang verweisen die Greizer Trainer Tino Hempel und Swen Lieberamm auf Schwergewichtler Martin Hopf, der vom KAV Mansfelder Land kam.

Die von einer großen Fangruppe begleiteten Gäste aus Jena werden aber ein starker Widerpart sein. Der KSC Motor Jena hat die Mannschaft, die im Vorjahr in der Regionalliga Mitteldeutschland in überlegener Manier von Sieg zu Sieg eilte, weiter verstärkt.
Topzugang ist der aus Thalheim gekommene Tscheche Petr Novak (86 kg), der bei den Europameisterschaften Platz acht belegte.
Weitgehend unbekannt hingegen ist in Deutschland der Bulgare Daniel Jordanov, der den zweiten Ausländerplatz besetzen und in der leichtesten Gewichtsklasse auf Sven Cammin treffen dürfte.
Der erfahrene Trainer Lothar Gwosdz, der auf fast alle Sportler der letztjährigen Saison zurückgreifen kann, hat nun bei den weiteren Neuzugängen Norman (75 kg) und Aslan Mahmudov (98 kg), sowie Johannes Schmiege (80 kg), die alle in Potsdam wohnen, und dem aus Magdeburg stammenden Dennis Guillon (71 kg) die Qual der Wahl.

Zweite Mannschaft empfängt Pausa/Plauen III

Wie üblich beginnt der Vorkampf der zweiten Greizer Vertretung in der Landesliga Sachsen um 17:30 Uhr. Erster Gegner ist die dritte Mannschaft der aus den Vereinen KSV Pausa und ASV Plauen gebildeten Kampfgemeinschaft.

Modifizierte Regeln und neue Gewichtsklassen

Auch für dieses Wettkampfjahr gibt es wieder Veränderungen bei den Regeln. Wie schon seit April bei den Einzelkämpfen praktiziert, erfolgt nun die Punktvergabe auch bei den Freistilkämpfen wie im Griechisch-Römischen-Ringen mit 1,2,4 oder 5 Punkten. Alle Verwarnungen werden mit 2 Punkten für den Gegner bewertet. Die zehn Gewichtsklassen lauten in diesem Jahr: 57, 61, 66, 71, 75A, 75b, 80, 86, 98 und 130 kg. Bei der zweiten Mannschaft wird in acht Gewichtsklassen – beginnend ab 54 kg – gekämpft.

Feierliche Saisoneröffnung

Während der Hauptkampf gegen Jena wie üblich um 19:30 Uhr angepfiffen wird, kommen die Freunde des Ringkampfsportes bereits ab 16 Uhr auf ihre Kosten. Wie in den letzten Jahren schon zu einer schönen Tradition geworden, treffen sich die ehemaligen Aktiven und Funktionäre des Greizer Ringervereins zu einem geselligen Beisammensein.
Dabei gibt es in diesem Jahr ein besonderes Highlight. Im Foyer der Sporthalle wird eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Ringkampfsportes in Greiz und zum erfolgreichsten deutschen Ringer, dem aus dem Greizer Verein hervorgegangenen Uwe Neupert, eröffnet. Die Ausstellung zu den außergewöhnlichen Erfolgen von Uwe Neupert, die bereits im deutschen Ringermuseum in Schifferstadt und im Museum der Stadt Greiz zu sehen war, hat nun eine Heimstatt gefunden.

Zur Eröffnungsveranstaltung gehören auch die Darbietungen des Greizer Fanfarenzuges, der einheimischen Ringerjugend, das öffentliche Wiegen und der erste Auftritt der deutschen Juniorenmeisterin und EM-Starterin Eyleen Sewina vor heimischem Publikum.
Nach dem Ende des hoffentlich für die Gastgeber positiv ausgehenden Hauptkampfes ist ein gemütliches Zusammensein von Aktiven, alten Athleten und Zuschauern geplant. Vom Nachmittag an ist für Speisen und Getränke gesorgt.

Erhard Schmelzer @14.08.2017

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