RSV Rotation Greiz II: Greiz bezwingt geschwächte Tauchaer

Landesliga Sachsen: RSV Rotation Greiz II gegen AC 1990 Taucha
Maximilian Böttger (rotes Trikot) bezwingt den Tauchaer Nick Schröter vorzeitig mit 19:2

Die zweite Mannschaft des RSV Rotation Greiz II setzt sich gegen den AC 1990 Taucha mit 18 : 8 durch

GREIZ. Im Normalfall finden die Heimkämpfe der ersten Mannschaft des RSV Rotation Greiz nach den Kämpfen der zweiten Vertretung statt. Da die „Zweite“ in der mit acht Teams besetzten Sachsenliga kämpft, während in der Staffel A der Regionalliga nur sieben Vereine vertreten sind, kam es am Samstag in Greiz nur zum Vergleich zwischen der zweiten Mannschaft und dem Athletik Club 1990 Taucha.

Trotzdem besuchten 115 Ringkampfenthusiasten die Veranstaltung. Eine Zahl, die für die ungebrochene Resonanz des Ringkampfsportes in Greiz spricht.

Leider sind die Gäste, vor Jahren selbst noch in der 2.Bundesliga aktiv, dann als Kampfgemeinschaft mit dem KFC Leipzig sogar in der höchsten deutschen Liga vertreten, zur Zeit weit von ihren besten Zeiten entfernt.
Dem Tabellenletzte fielen nach Aussage ihres Betreuers André Keller am Wettkampftag noch zwei Aktive – einer davon durch einen Autounfall – aus. So reisten die Randleipziger, deren gegenwärtig spärliche Kaderdecke bekannt ist, nur mit fünf Aktiven an und waren somit offiziell nicht startberechtigt.
Der Kampf endete 18:8 für die Gastgeber. Da Greiz die 57 kg-Klasse nicht besetzen konnte, geht als Resultat ein 28:0 für Greiz II in die Tabelle ein.

Die Tauchaer Rumpfmannschaft stellte sich aber tapfer zum Kampf, kämpften um jeden Punkt und sorgte so – in Verbindung mit einem Freundschaftskampf der Greizer untereinander – noch für eine ordentliche Ringkampfveranstaltung.

Bereits in der Vorrunde hatte Maximilian Böttger (54 kg) im freien Stil einen klaren Sieg über Nick Schröter errungen. Im griechisch-römischen Stil benötigte der Greizer zu seinem vorzeitigen Erfolg mit 19:2 Punkten vier Minuten. Bei zwei Kopf-Hüft-Schwüngen, die jeweils vier Punkte brachten, hätte die Entscheidung auch früher fallen können.

Tom Seidel (130 kg/f) fehlte gegen den agil agierenden Christoph Schinke nicht nur 23 kg Körpergewicht, sondern auch die Erfahrung im freien Stil. Er wurde in die Verteidigung gedrängt und gab so mehrmals unnötigerweise Punkte ab. Kurz vor Schluss hatte der Tauchaer beim 19:4 gewonnen.

Der 16-jährige Johannes Krause (98 kg/g) hatte zwar keinen Gewichtsnachteil, musste aber in der zweiten Minute Routinier Manuel Fodi den Sieg überlassen, als es aus der Brückenfesthalte kein Entrinnen gab.

Ein sehr farbiges Duell gab es zwischen dem eine Gewichtsklasse höher kämpfenden Norman Heisig (86 kg/f) und Nik Müller. Der Greizer hatte gegen den ehemaligen Werdauer nur eine schwierige Situation zu überstehen, konterte mehrere Kopf-Hüft-Schwünge geschickt und siegte verdient 12:8.

Joel Wrensch (66 kg/f) ging erstmals in dieser Saison in seiner Gewichtsklasse und seiner Stilart auf die Matte und demonstrierte gegen den Leipziger Sportschüler sein umfangreiches technisches Repertoire. Bereits nach 92 Sekunden stand sein 16:0 Sieg fest.

Der freundschaftlichen Vergleichskampf zwischen Dustin Nürnberger und Rasul Galamatov endete 6:6. Auf Grund der letzten Wertung ging der Sieg an den Tschetschenen.

Bereits am Dienstag steht der nächste Kampf auf dem Programm. Schon um 12 Uhr ist im beruflichen Schulzentrum in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Aue der FC Erzgebirge II der Gegner.

Erhard Schmelzer @29.10.2017

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