DRB Bundesliga Staffel Südost: RSV Rotation Greiz gegen SV Halbermoos

Am Wochenende gibt es in den Ringer-Bundesligen noch einmal einen Doppelkampftag.

GREIZ. Am Sonnabend und am Sonntag finden jeweils vollständige Kampfrunden statt. Die Greizer empfangen am Sonnabend ab 19:30 Uhr in der Sporthalle An der Eisbahn den SV Siegfried Hallbergmoos, am Sonntag müssen sie bereits um 15:00 Uhr beim ärgsten Verfolger in Schorndorf antreten. Wenig Zeit zum Ausruhen, der Bus startet bereits um 8:00 Uhr morgens Richtung Württemberg. Doppelkampfwochenenden sind bei den Ringern nicht sehr beliebt. Neben den kräftezehrenden Reisestrapazen, die meisten Bundesligaringer haben schon zu den Heimkämpfen eine mehrere hundert Kilometer lange Anreise, ist es kaum möglich einen im ersten Kampf wegen einer Verletzung oder einer roten Karte ausgefallenen Sportler adäquat zu ersetzen. Fast alle Bundesligaringer müssen ihr Gewicht vor einem Wettkampf drastisch verringern. Und das ist von Sonnabendabend bis Sonntagmittag meist nicht möglich. Von daraus resultierenden Qualitätseinbußen ganz zu schweigen.

Der Greizer Ringerverein liegt nach zehn Runden auf einen hervorragenden dritten Tabellenplatz. Vier Kämpfe sind in der Hauptrunde noch zu absolvieren. Der dritte Platz in der Staffel Südost hinter dem deutschen Meister Burghausen und Vizemeister Heilbronn könnte bei Losglück zur Teilnahme an der Endrunde berechtigen. Jeweils zwei Heim- und Auswärtskämpfe müssen noch bestritten werden. Die Heimkämpfe gegen Hallbergmoos und Nürnberg müssen auf jeden Fall gewonnen werden. Mit einem Sieg im Auswärtskampf am 14.Dezember beim deutschen Meister in Burghausen rechnen selbst notorische Optimisten nicht. Auch am Sonntag gegen den Ex-Meister ASV Schorndorf wird es sehr schwer, vor allem weil nicht damit zu rechnen ist, dass Schorndorfs Trainer Sedat Sevsay wieder, wie gegen Nürnberg, seine Ringer in der 75 kg-Klasse stilartfremd ringen lässt. Schorndorf unterlag so in Nürnberg mit 6:11 und verlor zwei wichtige Punkte im Kampf um den dritten Platz. Selbst wenn Greiz in Schorndorf verlieren würde, wäre der dritte Platz noch nicht gänzlich außer Reichweite, den Schorndorf muss an den letzten beiden Kampftagen noch gegen Heilbronn und Burghausen kämpfen. Aber auch im Ringkampf gibt es überraschende Resultate, vor allem in den letzten Kampfrunden. In Schorndorf spricht man jedenfalls vom alles entscheidenden Heimkampf gegen den RSV Greiz.

Wie läuft es diesmal gegen Hallbergmoos?

Doch vorher müsste gegen den SV Siegfried Hallbergmoos gewonnen werden. Der Vorkampf in Bayern ging 16:16 aus, die Greizer kritisierten die Kampfrichterleistung. Nun werden die Karten neu gemischt. Im Vorjahr, damals schienen die Rand-Münchener allerdings noch stärker zu sein und belegten in der Staffel Südost den zweiten Tabellenplatz, gewannen die Hallbergmooser beide Kämpfe. Dazu verletzte sich der Greizer Vladimir Gotisan im Auswärtskampf.
Die Gäste werden auch diesmal in Greiz mit einer starkem Mannschaft erwartet. Im leichtesten Limit dürfte der Norweger Anders Rönningen (57 kg/g) kämpfen, der trotz seiner schon 33 Jahre noch immer die bei internationalen Meisterschaften ausgeschriebenen 55 kg-Klasse schafft. Bei der diesjährigen EM wurde er hier Fünfter. Der litauische Auswahlringer Justas Petravicius dürfte aufrücken und nun in der Gewichtsklasse 66 kg antreten, sein Landsmann Vilius Laurinaitis in der 98 kg-Klasse kämpfen. In der 86 kg-Klasse könnte es zum ewig jungen Duell zwischen dem deutschen Meister aus Greiz und dem diesjährigen Bronzemedaillengewinner Andreas Walter kommen. Auch die Paarung Daniel Sartakov gegen den Hallbermooser Vizemeister Ergün Aydin kann man erwarten, die den Mannschaftskampf final entscheiden kann.

Einen Vorkampf in Greiz gibt es an diesem Tag leider nicht. Die Greizer Ringkampffans haben allerdings die Möglichkeit bereits ab 16:00 Uhr den Auswärtskampf ihrer zweiten Mannschaft in Werdau mitzuerleben und dann trotzdem noch dem Bundesligavergleich in Greiz beizuwohnen.

Erhard Schmelzer