Zwei am Ende sichere Siege der zweiten Mannschaft

Im ersten bundesligafreien Wochenende konnte der RSV Rotation Greiz gleich zwei Gegner für die zweite Mannschaft in Greiz begrüßen. Die Erzgebirgsvereine RSK Gelenau II/Chemnitz und RV Thalheim II gaben ihre Visitenkarte in Greiz ab. Knapp zweihundert Zuschauer waren für die Landesliga ein guter Besuch. Sie bekamen zwar nicht durchweg aber mehrmals gute Kämpfe zu sehen. Beide Erzgebirgsvereine haben traditionell ihre Stärken im griechisch-römischen Stil. Wieder einmal zeigte sich aber, dass Freistilringer im griechisch-römischen Stil besser abschneiden als es umgekehrt der Fall ist. Ein Novum gab es bei den Kampfrichtern, erstmals wurden in Greiz zwei Kämpfe von zwei Familienmitgliedern geleitet. Sowohl Vater Udo Woratsch (gegen Gelenau) als auch Sohn Cliff Woratsch (gegen Thalheim) agierten ohne Fehl und Tadel.

Interner Zweikampf der Galamaov Brüder
RSV Rotation Greiz II gegen RSK Gelenau II/Chemnitz 25 : 8

Seit drei Jahren kämpft die zweite Mannschaft des RSV Rotation Greiz gemeinsam mit der Kampfgemeinschaft RSK Gelenau II/Chemnitz in der Landesliga Sachsen. Die Erzgebirger machten es den Greizern immer schwer, erst im zweiten Jahr gelang der erste Greizer Erfolg. Diesmal lagen die Verhältnisse etwas anders. Auch ohne die bundesligaerfahrenen Thomas Leffler und Sebastian Wendel dominierten die Gastgeber mit einer zu Beginn der Rückrunde wiederum umgestellten Mannschaft eindeutig.
Nachdem Ibrahim Galamatov (54 kg/g) kampflos zum Erfolg gekommen war, ging als Erster Ron Watzek (87 kg/g) auf die Matte, der fast zwei Gewichtsklassen höher antrat. Sein Gegner Lucas Kästel – Mädels aufgepasst – hat zwar seit 2014 35 kg (!) abgenommen, war aber immer noch 13 kg schwerer als der Greizer. Nach vier Minuten stand der 17:2 Erfolg des Gästeringers fest.
Wieder einmal trat Stefan Lippke (125 kg/g) auf die Greizer Matte, mit Dustin Löser lieferte er sich für diese Gewichtsklasse einen technisch sehr guten Kampf mit ständig wechselnden Aktionen auf beiden Seiten. In der dritten Minute hatte allerdings beim Stande von 10:9 für den Greizer der Gelenauer nach einen Kopf-Hüft-Schwung gewonnen.
Nur 13 Sekunden benötigte Lucas Hanke (57 kg/f) um Colin Fischer nach einem doppelten Beinangriff auf beide Schultern zu legen.
Hamsat Juschaev (96 kg/f) musste zwar eine Gewichtsklasse höher antreten, hatte aber mit Maik Schaarschmidt einen Widersacher, der nur vier Kilogramm mehr auf die Waage brachte. Der Greizer wehrte alle Beinangriff ab, konnte drei Beinangriffe selbst mit Punktgewinnen abschließen und zwei Aufreißer anbringen. Am Ende siegte er mit 12:1.
Drin Abdullahu (61 kg/g) lieferte sich mit Johnny Uhlig, der 3:0 in Führung ging, einen abwechslungsreichen Kampf. Im Bodenkampf konterte der Greizer geschickt und konnte kurz darauf mit einem Kopf-Hüft-Schwung, der allerdings vom Gegner übernommen wurde, mit 6:5 erstmals in Führung gehen. Zur Pause führte der Gelenauer zwar wieder 7:6, doch damit hatte er sein Pulver verschossen. Der Greizer brachte ihn in die Bodenlage und konnte einen attraktiven Wurf zum Endstand von 13:7 ausführen.
Joel Wrensch (79 kg/f) war dem ehemaligen Chemnitzer Sportschüler Moritz Lehnert in allen Belangen überlegen und siegte bereits in der zweiten Minute mit 17:1. Viel vorgenommen hatte sich Rasul Galamatov (66 kg/f), hatte ihn doch der deutsche B-J ugendmeister von 1917 im griechisch-römischen Stil, Eric Hofmann, in der Vorrunde in der 61 kg-Klasse nach zweiundzwanzig Sekunden in die Brücke gestellt. Diesmal war der Kampf in dieser Zeit bereits entschieden. Einmal den Gegner zu Boden gebracht, punktete der Greizer mit Beinschrauben in Serie, so dass der Kampfrichter mit dem Anzeigen kaum nachkam. Im Protokoll stand dann die Kampfzeit von 24 Sekunden für den 16:0 Sieg. Wer die Rivalität der Galamatov-Brüder kennt, weiß, dass nun Abdul 72 kg/g) schneller sein wollte. Das wäre auch fast gelungen, es dauerte aber zu lange, bis er Martin Stöckel im Stand von hinten gefasst hatte. So gelang der erste Wurf erst nach 17 Sekunden. Nach dem vierten in Serie hatte er mit 16:0 gewonnen. Die Zeit war aber erst bei 29 Sekunden stehen geblieben.
Nach dem 23:8 in der Vorrunde gewann Greiz diesmal mit 25:8. Wiederum wurden sieben der neun Kämpfe gewonnen.

Erhard Schmelzer

Ergebnisse:
Kampfrichter: Udo Woratsch

54kg Greco: Ibrahim Galamatov, RSV Rotation Greiz II gegen kein Gegener, WKG Gelenau II/Chemnitz 4:0/KL/0:0/00:00
57kg Freistil: Lucas Hanke, RSV Rotation Greiz II gegen Colin Fischer, WKG Gelenau II/Chemnitz 4:0/ÜG/4:0/00:13
61kg Greco: Drin Abdullahu, RSV Rotation Greiz II gegen Johnny Uhlig, WKG Gelenau II/Chemnitz 2:0/PS/13:7/06:00
66kg Freistil: Rasul Galamatov, RSV Rotation Greiz II gegen Eric Hofmann, WKG Gelenau II/Chemnitz 4:0/TÜ/16:0/00:24
72kg Greco: Abdul-Hadi Galamatov, RSV Rotation Greiz II gegen Martin Stöckel, WKG Gelenau II/Chemnitz 4:0/TÜ/16:0/00:29
79kg Freistil: Joel Wrensch, RSV Rotation Greiz II gegen Moritz Lehnert, WKG Gelenau II/Chemnitz 4:0/TÜ/17:1/01:41
87kg Greco: Ron Watzek, RSV Rotation Greiz II gegen Lucas Kästel, WKG Gelenau II/Chemnitz 0:4/TÜ/2:17/03:59
96kg Freistil: Hamsat Jushaev, RSV Rotation Greiz II gegen Maik Schaarschmidt, WKG Gelenau II/Chemnitz 3:0/PS/12:1/06:00
125kg Greco: Stefan Lippke, RSV Rotation Greiz II gegen Dustin Löser, WKG Gelenau II/Chemnitz 0:4/SS/10:9/02:04

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