Wieder Kantersieg für Greizer Ringer

Thüringenliga Ringen: RSV Rotation Greiz II gewinnt gegen FC Erzgebirge Aue II mit 31:0
Daniel Sartakov (rotes Trikot), RSV Rotation Greiz II gegen Peter Kunath, FC Erzgebirge Aue II

Thüringenliga Ringen: RSV Rotation Greiz II gewinnt gegen FC Erzgebirge Aue II mit 31:0

GREIZ. Der Saisonauftakt in der heimischen Ringerhalle verlief am Sonnabend wie geschmiert für die Ringer des RSV Rotation Greiz. Hatte man bei den Jugendligabegegnungen auf Siege gegen Werdau und Zella-Mehlis gehofft, konnte der am Ende noch klare 22:15 Erfolg über den Titelverteidiger WKG Pausa/Plauen als positive Überraschung verbucht werden. Die zweite Männermannschaft übertraf dann die kühnsten Erwartungen, als sie der aus Sachsen in die Thüringenliga gewechselten zweiten Vertretung des Erstbundesligisten FC Erzgebirge Aue im wahrsten Sinne des Wortes keine Chance ließ. Die gegenüber dem 27:1 Sieg in der Vorwoche auf fünf Positionen veränderte Mannschaft konnte diesmal sogar einen noch höheren Sieg einfahren. Die Greizer mussten unter anderem auf die in Ungarn im Trainingslager weilenden Merlin Sewina und Sebastian Wendel verzichten. Auch Konstantin Sommer und der verletzte Ron Watzek mussten ersetzt werden. Das wirkte sich allerdings in keiner Weise auf die Leistungsfähigkeit der Mannschaft aus.

Am Ende stand ein in keiner Weise erwartetes 31:0 für die Gastgeber in der Jahnturnhalle zu Buche. Die Erzgebirgler kämpften zwar tapfer, hatten aber vor allem in den leichten Gewichtsklassen ihre Schwachstellen. Dustin Nürnberger, der in allen drei Jugendligakämpfen eingesetzt wurde, kam in der 50 kg-Klasse kampflos zu vier Punkten. Michael Völkel (120 kg/Freistil) beherrschte Benjamin Krause in allen Belangen, brachte ihn durch Beinangriffe und Knöchelgriff in die Bodenlage, wo er mit Durchdrehern weiter punktete. Bereits nach 37 Sekunden stand der Abbruchsieg mit 11:0 Punkten fest. Auch Vladimir Codreanu (55 kg/Freistil) machte kurzen Prozess, bereits nach 34 Sekunden lag Roy Gläser beim Stande von 8:0 auf den Schultern. Offen schien hingegen das Duell zwischen Thomas Linke (96 kg/greco) und den wohl stärksten Auer, Maximilian Kirmse, der über Bundesligaerfahrung verfügte, zu sein. Doch der Neuzugang aus Berlin zeigte trotz Gewichtsnachteil eine sehr engagierte Leistung und siegte überraschend klar mit 8:0 Punkten. Nach zweijähriger Pause trat Termilan Dalmatov (60 kg/greco) erstmals wieder für Greiz an, der Trainingsrückstand war nicht zu übersehen. Doch kämpferisch ein Vorbild wie immer konnte er seinen Rückstand gegen Kevin Stegert aufholen und kam kurz vor Schluss beim Stande von 10:5 zum Schultersieg.

Wie vielseitig ein Ringer sein kann, bewies Daniel Sartakov. In Apolda im griechisch-römischen Stil eingesetzt, kämpfte er nun eine Gewichtsklasse höher im freien Stil und kam noch in der ersten Runde zum 12:0 Abbrucherfolg über Peter Kunath. Beim offensiven Kampfstil von Toni Krassow (66 kg/Freistil) fallen oft viele Punkte, meist auf beiden Seiten. So war es auch diesmal, als er Max Seidler beim 8:8 nach 2:31 Minuten schulterte. Den Schlusspunkt setzte Joel Greschok (74 kg), der sich im griechisch-römischen Stil sichtlich wohl fühlte und Johannes Kirmse beim Stande von 9:0 in 1:56 Minuten schulterte. Die Erzgebirger dürften kaum einen vorderen Platz in der Thüringenliga einnehmen, auch wenn man berücksichtigt, dass die Greizer nach dem Beginn der Bundesligakämpfe nicht mehr ganz so stark sein werden. Die ungefähr 100 Zuschauer waren jedenfalls vom Saisonauftakt zu Hause begeistert. Das Verhältnis der Kampfpunkte lautete 66:13 für Greiz, nur zwei Auer Sportler kamen zu Punkten. In einem weiteren Kampf siegte Apolda in Altenburg mit 17:10. Greiz II führt nun mit 58:1 und 4:0 die Tabelle an. In der nächsten Woche greifen Zella-Mehlis und Sömmerda in die Kämpfe ein. Greiz II ringt erst am 5.Oktober wieder und zwar in Zella-Mehlis.

Stimmen zum Kampf:

Hans-Peter Zipfel, Chef der zweiten Greizer Mannschaft: Ich bin begeistert vom Auftreten unserer Mannschaft. Alle haben vorbildlich gekämpft. Besser konnte der Saisonstart nicht verlaufen.

Maximilian Kirmse, Mannschaftskapitän Aue: So haben wir uns unseren Einstand in der Thüringenliga nicht vorgestellt. Greiz dürfte mit dieser Aufstellung aber auch kaum zu schlagen sein.

Erhard Schmelzer @07.09.2013

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