Silbermedaille für RSV-Rotation Greiz

Jugendliga Mitteldeutschland: RSV Rotation Greiz gegen Leipzig-Taucha
Lucas Hanke, RSV Rotation Greiz bei seinem ersten Schultersieg

Lucas Hanke und Maximilian Böttger schaffen die Sensation

GREIZ. Die Ringer des RSV Rotation Greiz haben als Titelverteidiger aus dem Vorjahr zwei Kämpfe vor Saisonschluss die Silbermedaille in der Jugendliga Mitteldeutschland bereits sicher. Beide Vergleiche gegen Leipzig/Taucha und Verfolger Lugau/Thalheim konnten in der heimischen Jahnturnhalle siegreich gestaltet werden. Dabei waren die Voraussetzungen vor Kampfbeginn nicht gerade optimal. Der Altenburger Gastringer Boualem Derradji fiel genauso aus wie Josua Greschok, der dem ältesten startberechtigten Jahrgang angehört. Die Greizer machten aus der Not eine Tugend und starteten gegen die sächsischen Kampfgemeinschaften nur mit eigenen Sportlern.

Die WKG Leipzig/Taucha stellte sich innerhalb von drei Wochen zum zweitenmal in Greiz vor, brachte es aber überraschenderweise wiederum nicht fertig eine vollständige Mannschaft zu stellen. Vor allem die Aktiven des AC Taucha wurden vermisst. Der Kampftag in der Jahnturnhalle begann mit dem Vergleich Lugau/Thalheim gegen Leipzig/Taucha, der ursprünglich im Erzgebirge angesetzt, ausgefallen war und nun in Greiz mit ausgerichtet wurde. Die Erzgebirgler gewannen mit 25:10.

RSV Rotation Greiz gegen WKG Leipzig/Taucha endet 32: 8

Da die Messestädter mehrere Gewichtsklassen nicht besetzen konnten, kamen Lucas Hanke (28 kg), Maximilian Böttger (31 kg), Anton Struchalin (38 kg) sowie Ron Watzek (50 kg) kampflos zu den Punkten. Der in den letzten Monaten stark verbesserte Kilian Schinnerling (34 kg) schulterte, ständig führend, den ein Jahr älteren Maximilian Buch in der dritten Runde. Auch Lucas Kahnt, erstmals in der 42 kg-Klasse aufgeboten, bezwang mit Mohit Lal einen älteren Kontrahenten sicher mit 19:0. Norman Heisig (46 kg) benötigte nur 8 Sekunden um Christopher Schulze auf die Schultern zu legen. In den oberen Gewichtsklassen waren sowohl Anton Golle (55 kg) als auch Johannes Krause (62 kg) gegen die zur deutschen Spitze gehörenden drei bzw. zwei Jahre älteren Darios Wedekind und Muslim Kantaew noch nicht in der Lage mitzuhalten und mussten klare Niederlagen in Kauf nehmen. Den Schlusspunkt setzte Maximilian Kahnt (+62 kg), der den elf Kilo schwereren Elvin Alakbarov in der zweiten Runde beim Stande von 12:0 schulterte. Greiz gewann von den sechs ausgetragenen Kämpfen vier und siegte insgesamt mit 32:8.

RSV Rotation Greiz gegen WKG Lugau/Thalheim endet 24:16

Die Greizer hatten den Vorkampf im Erzgebirge zwar 26:13 gewonnen, wurden damals aber mit der Bemerkung verabschiedet, im Rückkampf das Blatt wenden zu wollen. In Greiz witterten die Erzgebirgler nun Siegeschancen obwohl sie nicht wussten, dass mit Norman Heisig einer der Greizer Aktivposten nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Der leichteste im Greizer Team, Lucas Hanke (28 kg), konnte auf Grund seines geringen Gewichtes trotz vieler Turniererfolge noch keinen Kampf in der Jugendliga siegreich gestalten. Vor zwei Monaten sagte der Autor dieser Zeilen dem Nachwuchssportler bei weiterem kontinuierlichen Training für die nächste Saison Punktgewinne voraus. Das schaffte Lucas nun bereits im Spitzenkampf gegen den schwereren Thalheimer Julian Rößler, der, nachdem er die erste Runde 3:0 gewonnen hatte, in der zweiten vom Greizer geschultert wurde. Auch Maximilian Böttger (31 kg) landete im Vorkampf gegen den ein Jahr älteren Moritz Frey auf den Schultern.

Nun im freien Stil kam er in der ersten Runde zum Schultersieg. Mit diesem überraschenden 8:0 war der Grundstein zum Greizer Sieg gelegt. Kilian Schinnerling (34 kg) kämpfte tapfer, wurde aber vom zwei Jahren älteren Nick Löffler klar nach Punkten bezwungen. Lucas Kahnt (38 kg) wusste nach einer Woche im Trainingslager mit der sächsischen Auswahl, dass er den Lugauer Trainersohn Tim Hamann bezwingen kann. Sein Sieg fiel mit 15:2 deutlich aus. Auch Dustin Nürnberger (42 kg) konnte mit Fabien Martin einen älteren Sportler schultern. Statistisch gesehen geschehen die meisten Unfälle bei der Hausarbeit. Bei dieser Tätigkeit verletzte sich auch Norman Heisig (46 kg). Trotzdem stellte er sich tapfer zum Kampf gegen den wohl stärksten Gästeringer Anton Vieweg, immerhin Turniersieger in Kleinostheim, musste er aber eine Schulterniederlage hinnehmen. Ron Watzek (50 kg) konnte Valentin Heinert bereits in der ersten Runde auf die Schultern legen. Anton Golle (55kg) und Johannes Krause (62 kg) waren gegen die drei Jahre älteren Toni Peprny und Tim Barta nicht in der Lage Schulterniederlagen zu vermeiden. Im Schlusskampf legte Maximilian Kahnt (+62 kg) den gleichschweren Falco Demmler in der zweiten Runde auf die Schultern. Die Gästetrainer, die mit sechs Sportlern aus Lugau und vier Aktiven aus Thalheim angereist waren, haderten zwar mit ihrem Abschneiden in den beiden leichtesten Gewichtsklassen, erkannten den 24:16 Erfolg der Greizer aber an und sprachen mit Hochachtung davon, dass dieser Sieg nur mit Sportlern aus einem Verein erkämpft wurde.

Erhard Schmelzer @01.12.2012

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