20. Oktober 2019

Norman Heisig und Lucas Kahnt am stärksten

RSV Rotation Greiz beim Osterturnier im holländischen Utrecht
Lucas Kahnt (rotes Trikot), RSV Rotation Greiz

Freistilturnier im bayerischen Kleinostheim

Kleinostheim. Das zum sechzehnten Mal ausgetragene Freistilturnier im bayerischen Kleinostheim hat sich in den letzten Jahren zum leistungsstärksten Wettkampf für Nachwuchsringer in Deutschland entwickelt. Unter den in diesem Jahr startenden 99 Mannschaften befanden sich alle namhaften deutschen Vereine. Dazu kamen Teams aus dem russischen Sankt Petersburg und Österreich. Selbst die Vertretung vom Menlopark in Pretoria in Südafrika hatte die Anreise nicht gescheut und brachte das Kunststück fertig, zum zweitenmal nach 2010 die Vereinswertung zu gewinnen. Die Veranstalter hatten die Teilnehmerzahl auf 400 Sportler begrenzt und bereits vor Wochen keine Meldungen mehr entgegengenommen.

Der RSV Rotation Greiz, seit 2009 regelmäßig beim Turnier dabei, reiste diesmal mit 8 Sportlern an. Die Greizer Aktiven wussten, dass die Trauben bei diesem Turnier sehr hoch hängen würden. Nur Merlin Sewina (Silber 2009) und Lucas Kahnt (Bronze 2011) konnten bisher in die Medaillenränge vordringen. Beim vierten Start der Greizer konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingegriffen werden. Am nächsten dran waren Lucas Kahnt (38 kg) und Norman Heisig (42 kg) bei der B-Jugend. Beide gehören zum Geburtsjahrgang 2000 und können im März 2013 erstmals an Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Norman startete mit zwei Schultersiegen über Danny Veith (WKG Untere Nahe) und dem Hallenser Pascal Kalinke, musste sich dann aber zwei jeweils ein Jahr älteren Ringern geschlagen geben, dem deutschen Meister Adrian Wolny (Gailbach) und dem DM-Vierten Sebastian Schmidt (Schriesheim).

Im Kampf um den fünften Platz bezwang er Erik Tangel (Wolfhagen) auf Schultern. Auch Lucas Kahnt startete mit zwei klaren Erfolgen über Casyen Irmler (Lichtenfels) und Till Weinkauf (Henningsdorf). Gegen den amtierenden deutschen Meister Johannes Vögele (Adelhausen) zeigte er bei seiner 1:4 und 3:6 Niederlage einen guten Kampf. Um in die Medaillenverteilung noch eingreifen zu können musste er seinen Angstgegner, den sehr starken Hofer Orlando Gutmann, gegen den er bisher immer unterlag, bezwingen. Zwar konnte der Greizer den Kampf nicht siegreich gestalten, war aber beim 4:6 und 4:4 einem Erfolg so nah wie noch nie. Im Kampf um Platz 5 musste er klar in Führung liegend wegen einer Verletzung aufgeben. Dustin Nürnberger (42 kg) ist weit von seiner Form des Sommers entfernt, als er mehrere Turniere in Folge gewann. Dass er die Fähigkeiten besitzt im Vorderfeld zu landen bewies er mit seinem Schultersieg über dem Freiburger Marcel Osaby und den ersten beiden Runden gegen den späteren Sechsten Erik Tangel (Wolfhagen), die er 4:4 und 4:1 gestaltete. Im dritten Durchgang unterlag er aber 0:8 und landete nach einer weiteren Niederlage gegen den Österreicher Abakhan Khakimov auf Rang acht. Anton Struchalin (34 kg) wurde bei der C-Jugend Neunter.

Er schulterte Anton Emotschernko (Büdesheim) und musste dann zwei Punktniederlagen hinnehmen. Von den A-Jugendlichen hatte Max Kahnt (69 kg) das schwerste Los. Er traf auf den Europameisterschaftsteilnehmer Benjamin Opitz (Thalheim) und unterlag 0:6 und 0:2. Gegen den späteren Dritten Manuel Behr kam er nicht zu recht, unterlag nach 0:1 zum Auftakt in der zweiten Runde auf Schultern und landete auf Platz 10. Florian Sieg und Toni Krassow starteten beide in der mit 27 Startern am stärksten besetzten Gewichtsklasse. Mit jeweils einem Sieg und zwei Niederlagen belegten sie die Plätze 13 und 16. Der bei den Junioren startende Merlin Sewina musste erkennen, dass er noch nicht über die Fertigkeiten verfügt um in der Gewichtsklasse 60 kg erfolgreich bestehen zu können. Er unterlag dem Hessen Tobias Schröder (Fahrenbach) sowie dem Leipziger Paul Schärschmidt nach Punkten und belegte Platz 7.

Obwohl man nicht mit allen Ergebnissen zufrieden sein konnte, waren sich die Greizer Trainer einig, dass Wettkämpfe dieser Qualität öfter besucht werden sollten, denn nur im Kampf gegen die Spitze kann man sich weiterentwickeln.

Erhard Schmlezer @22.11.2012

Mehr vom RSV Rotation Greiz

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen