Maximilian Böttger ist Thüringer Doppelmeister

Maximilian Böttger
Maximilian Böttger (rot), RSV Rotation Greiz/Jugend

Neun Medaillen für jüngste Greizer Nachwuchsringer
Waltershausen. Der Thüringer Ringerverband schloss am Sonnabend mit den Landesmeisterschaften im freien Ringkampf in Waltershausen seine diesjährigen Einzelmeisterschaften ab. Bei den letzten zur Austragung gekommenen Titelkämpfen des Freistaates standen bei den Jungen Kämpfe der Altersklassen D und E sowie bei den Mädchen die Wettbewerbe der weiblichen Jugend und der weiblichen Schüler auf dem Programm.

Die Jugend D des RSV Rotation Greiz hatte bereits bei den Meisterschaften im griechisch-römischen Stil die Vereinswertung für sich entschieden und konnten diesen Spitzenplatz vor Zella-Mehlis und Sömmerda auch im freien Stil erkämpfen. Erfolgreichster Greizer Aktiver war Maximilian Böttger, der sich nach seinem Erfolg im griechisch-römischen Stil mit drei Siegen die Doppelmeisterschaft in der Gewichtsklasse 34 kg sicherte. Während er Thomas Busch aus Jena und Tom Jagsteit (Sömmerda) jeweils in der ersten Runde mit dem ersten Angriff schulterte, verlangte ihn der Vizemeister Theo Hempel mehr ab. Nach 6:1 in Runde 1 schulterte er den Zella-Mehliser im zweiten Durchgang bei 8:2 durch einen verkehrten Kopf-Hüftschwung. Der zweite Greco-Meister, Moritz Schlehahn (42 kg) belegte Platz zwei. Er unterlag seinem alten Rivalen Nori Opiela (Altenburg) in einem Kampf über drei Runden.

Dem 0:7 verlorenem Auftakt folgte zwar ein 6:5, doch die dritte Runde ging 1:4 verloren. Der erstmals in der 42 kg-Klasse startende Cedric Wetzel belegte den dritten Rang. Den zweiten Greizer Titel errang der erstmals aufgebotene Niklas Wiedemann in der 23 kg-Klasse, der allerdings davon profitierte, dass die anderen Vereine das leichteste Limit nicht besetzen konnten. Lucas Hanke (27 kg) musste sich auch im freien Ringkampf dem starken Zella-Mehliser Florian Hofmeister beugen. Nach dieser Poolniederlage erreichte er durch Erfolge gegen Malthe Guthmann (Apolda) und seinen Vereinskollegen Jeremy Nicol den Kampf um Bronze, den er sicher gegen Tom Wacker aus Sömmerda gewann. Der beherzt kämpfende Jeremy Nicol, der Guthmann geschultert hatte, gegen Hofmeister aber erwartungsgemäß unterlag, wurde Sechster. Der von seinem Bruder Sebastian betreute Niklas Wendel (27 kg) sah gegen Vladyslav Medetov (Albrechts) nach einer 10:3-Runde und 3:0 Führung schon wie der sichere Sieger aus, lief aber in einen Kopf-Hüftschwung und unterlag auf Schultern.

Im Kampf um Bronze musste er den Kampf gegen Max Döll (Erfurt) in Führung liegend wegen einer Verletzung aufgeben. Vorher hatte er den erstmals für Greiz startenden Damian Sommer geschultert, der sich gegen Medetov beim 3:7 und 3:4 trotz folgender Schulterniederlage gut gehalten hatte. Sommer feierte im Kampf um Platz 5 mit einem 0:2, 9:1 und 6:0 über Artur Sterk (Waltershausen) seinen ersten Erfolg auf der Ringermatte. Bei der weiblichen Jugend konnte Greiz wegen Verletzung (Eyleen Sewina) und Erkrankung (Jenny Hirsch) leider keine Starterin stellen. Bei den jüngsten Teilnehmern stand weniger die Jagd auf Medaillen auf dem Programm als das Erlernen des Ablaufs eines Wettkampfes sowie des Umgangs mit Sieg und Niederlage. Zahlreiche Eltern waren mitgereist und teilten Freud und Leid mit den kleinen Kämpfern. Bei der Jugend E stellte Greiz im Vorjahr keinen Teilnehmer, diesmal waren vier am Start, die einen zweiten, zwei dritte und einen vierten Platz belegten.

Franz Dinger (38 kg) erkämpfte mit zwei Siegen und einer Niederlage die Silbermedaille. Finn Zipfel (29 kg), der nach einem sehr abwechslungsreichen Kampf seinen Vereinskameraden Sunny Hanke auf Platz 4 verwies, kam mit je zwei Siegen und Niederlagen zur Bronzemedaille. Die zweite Bronzemedaille ging an den jüngsten Greizer. Der noch den Kindergarten besuchende Konrad Ringel (31 kg) unterlag zwar zweimal, konnte sich bei seinem ersten Wettkampf aber auch über zwei Siege freuen. Bei den weiblichen Schülern wurden Alisia Plesch (23 kg) Vierte und Ronja Wetzel (42 kg) Dritte.
Mit neun Medaillen schnitten die Greizer Ringer recht ordentlich ab. Vor allem das erfolgreiche Auftreten der Jüngsten dürfte bei dem erkrankten Trainer Andreas Mattern die Genesung positiv beeinflussen.

Erhard Schmelzer @15.04.2013

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