RSV Rotation Greiz gegen SV Johannis Nürnberg

Die Spannung hätte für die Greizer Ringkampfanhänger nicht größer sein können?

GREIZ. Am letzten Kampftag der Hauptrunde in der Ringer-Bundesliga geht es für den RSV Rotation Greiz zu Hause um den dritten Tabellenplatz. Die Mannschaft mit dem größten Zuschauerzuspruch Deutschlands erwartet in der Sporthalle An der Eisbahn den alten Rivalen SV Johannis Nürnberg. Der Greizer Ringerverein hat bisher eine phantastische Saison gerungen. Vor der Saison wurde das Saisonziel ausgegeben in der von vielen Fachleuten als stärkste Staffel eingeschätzte Gruppe Südost um die Plätze drei bis fünf zu kämpfen. Viele hielten das für sehr ambitioniert, doch vor dem letzten Heimkampf liegt Greiz auf Platz drei. Unabhängig vom Ausgang des letzten Vorrundenkampfes kann man von einem vollauf gelungenen Ringerjahr sprechen. Die Ringerveranstaltungen in der höchsten Liga in Greiz entwickelten sich zum interessantesten Entertainmentprodukt in Ostthüringen.

Hatte man bereits im Vorjahr als Aufsteiger nach der Vorrunde einen aufsehenerregenden dritten Platz belegt, musste man in der Rückrunde doch etwas Lehrgeld zahlen und rutschte auf den vierten Platz in der Staffel Südost ab. Zum inoffiziellen Titel eines ostdeutschen Meisters reichte es aber immerhin noch. In dieser Saison, in einer weitaus stärker besetzten Staffel mit dem deutschen Meister SV Wacker Burghausen und dem Vizemeister Red Devils Heilbronn kämpfend, geht es gegen Nürnberg um den dritten Platz in der Vorrundengruppe und um einen Platz in der Endrunde. Greiz hat von den bisherigen 13 Saisonkämpfen sieben gewonnen, zwei endeten auswärts unentschieden. Bezwungen wurde Greiz nur je zweimal vom deutschen Meister Burghausen und vom Vizemeister Heilbronn.

Gelingt gegen die Franken nun der achte Saisonerfolg? Dann wäre der Greizer Ringerverein erstmals wieder nach 2001 auf den Weg in das Viertelfinale der Endrunde der deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Damals drangen die Greizer bis ins Halbfinale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft vor.

Zwei Mannschaftskämpfe, Endrundenauslosung und Weihnachtsfeier

Der Kampf gegen Nürnberg, der vom erfahrenen saarländischen Kampfrichter Georg Goczol geleitet wird, beginnt wie üblich um 19:30 Uhr. Bereits um 17:30 Uhr trifft die zweite Vertretung im Kampf um die Silbermedaille in der Landesliga Sachsen auf die WKG Weißwasser/Cottbus.
Nach dem Hauptkampf erfolgt in der Wettkampfhalle eine Übertragung der Endrundenauslosung, die beim saarländischen Erstligisten Riegelsberg stattfindet. Danach steigt die Weihnachtsfeier im Foyer, die zur Saisonabschlussfeier aufgewertet werden kann, falls die Greizer Ringer den dritten Platz nicht erreichen, bzw. bei der Auslosung Lospech haben. Nur zwei der drei Gruppendritten haben die Chance in der Endrunde anzutreten. Darüber entscheidet das Los. Im Vorjahr zog der damalige Gruppendritte der Südoststaffel Nürnberg die Niete. Die Endrundenkämpfe beginnen bereits am 28.Dezember. Greiz hätte im Erfolgsfall dann Heimrecht.

Weitere Informationen folgen morgen.

Erhard Schmelzer