Greizer Jugendringer auf Meisterkurs – Nur noch zwei Siege fehlen zum Titel

Jugendliga Mitteldeutschland: RSV Rotation Greiz gegen Leipzig-Taucha
Trainer Erhard Schmelzer und Lucas Kahnt (rot), RSV Rotation Greiz/Jugend

Jugendliga: RSV Rotation Greiz gegen WKG Leipzig/Taucha endet 31:8

GREIZ. Im Vorfeld des vorentscheidenden Kampfes gegen den vorjährigen deutschen Vizemeister, die Wettkampfgemeinschaft KFC Leipzig/AC 1990 Taucha, gab es auf Greizer Seite einige Turbulenzen. Ursache waren natürliche Vorgänge.

Im Vorkampf hatte Greiz den Favoriten in der Höhle der Leipziger Löwen sensationell mit 35:4 bezwungen. Im Vorjahr mussten gegen diesen Gegner noch zwei Niederlagen hingenommen werden.

In Leipzig konnte Greiz eine traumhafte Mannschaft auf die Matte bringen: Fast alle Sportler lagen hauchdünn unter dem Gewichtslimit. Schon damals war klar, dass diese Aufstellung nicht bis zum Saisonende aufrecht zu halten sein würde.

Nach den zweiwöchigen Herbstferien war es nun soweit. Fast die halbe Mannschaft lag klar über den jeweiligen Gewichtslimit. Von der Mannschaft, die in Leipzig antrat, konnte mit fünf Sportlern nur die Hälfte ihre Gewichtsklasse wieder erreichen.
Bei dem Rest musste umdisponiert werden.

Dass es nichts mit den erwarteten Spitzenkampf wurde, lag aber an den Gästen. Sie hatten wohl ähnliche Probleme, gingen damit aber anders um. Wohl nach dem Motto: „Wenn wir sowieso verlieren, können wir auch mit einer schwachen Mannschaft ins Vogtland fahren.“

Sie brachten nur vier Starter des Vorkampfes mit, auch ihre beiden Medaillengewinner reisten nicht mit an.
Bereits vor zwei Wochen trat die Männermannschaft der WKG in Plauen nur mit drei Sportlern in der Oberliga Sachsen an.
Diesmal hatte die WKG sieben Sportler an Deck. Enttäuscht waren vor allem die zahlreich in der Jahnturnhalle erschienenen Zuschauer, die spannendere Kämpfe erwartet hatten.

Dem erstmals eingesetzten Niklas Wendel (28 kg) stand seine Aufregung darüber ins Gesicht geschrieben. Doch sie war unnötig, er siegte kampflos.

Anton Struchalin (31 kg) schulterte Viktor Wejgandt in der ersten Minute.

Leider blieb auch Lucas Kahnt (34 kg) ohne Gegner.

Wie im Vorkampf schulterte Norman Heisig (38 kg) Marc Baumgarten.

Im besten Kampf bezwang Ron Watzek (42 kg) Fabian Halbing mit einigen sehr schönen Techniken in drei Runden insgesamt mit 6:1.

Da Leon Jäschke wegen einer Erkältung nicht zur Revanche für die bei den deutschen Meisterschaften erlittene Niederlage antreten konnte, kam Darios Wedekind (46 kg) kampflos zu den ersten Leipziger Siegpunkten.

Moritz Hoffmann (50 kg) hat im griechischrömischen Stil einige Schwierigkeiten, schulterte aber Roman Chernov noch in der ersten Runde.

Die einzige Greizer Niederlage musste Josua Greschok (55kg) einstecken. Nachdem er die erste Runde verloren hatte, wurde er nach einem technischen Fehler in der zweiten von Muslim Kantaew geschultert.

Leipzig musste den deutschen Vizemeister Hubert Schmedding, der operiert wurde, Mohammed Shekmus ersetzen. Der war für Maximilian Kahnt (62 kg) kein Gegner und lag gleich nach dem Anpfiff auf dem Rücken.

Für Wladimir Arutunjan (69 kg) hatten dieGäste keinen Widerpart mitgebracht.

Die Greizer haben in bravouröser Manier alle Klippen umschifft und siegten 31:8.

Nach dem siebenten Sieg in Folge liegt der RSV Rotation Greiz drei Kämpfe vor Saisonschluss ungeschlagen mit 14:0 Punkten an der Tabellenspitze.

Bei vier Punkten Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger Lugau/Thalheim kann bei den nächsten Heimkämpfen gegen Werdau und Aue der Meisterschaftssack bereits zugebunden werden.

Erhard Schmelzer @05.11.2011

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