Greiz verliert Thüringenderby

2.Bundesliga Nord: KSC Motor Jena gegen RSV Rotation Greiz endet 17:24
74Akg Greco: Karel Hanak, KSC Motor Jena gegen Toni Stade (blaues Trikot), RSV Rotation Greiz - 3:2/PS-0:1-1:0-0:5-1:0-1:0/09:37

Ringen, 2.Bundesliga Nord: 17:24 -Niederlage gegen Jena. RSV kann Verletzungspech in Jena nicht kompensieren

JENA/GREIZ. Die Erwartungen bei Greiz wurden schon vor dem Kampf gedämpft, denn Radoslaw Kisiel reiste mit einer Fußgelenksverletzung an, die einen Kampf unmöglich machte.
Im Verlaufe des Kampfes sah man den Greizer Trainer Falk Schlehahn so wütend und aufgebracht wie lange nicht.

Der Grund waren die merkwürdigen und meist gegen Greiz gerichteten Entscheidungen des sehr unsicher agierenden Kampfrichters Ronald Hartenstein aus Leipzig.
Drei Kämpfe über fünf Runden zeigten, dass die einzelnen Duelle sehr verbissen geführt wurden und drei wurden wegen Verletzungsaufgabe vorzeitig beendet.
Dieses Thüringenderby lebte vor allem vom kämpferischen Aspekt und von der Dramatik und trotzdem nahm es einen merkwürdigen Verlauf.
Von den zehn Kämpfen konnten die Greizer nur drei siegreich gestalten, und das reichte nicht zu einem Sieg.
Der Greizer Merlin Sewina (55 kg/K) traf auf seinen Trainingspartner am Jenaer Sportgymnasium – Tillman-Joseph Germer. Der Greizer war beim Stande von 2:2 Runden in Runde fünf auf dem besten Wege, den Kampf für sich zu entscheiden, als er zu viel riskierte und sich auf Schulter wieder fand.
Gegen den Fünften der diesjährigen Junioren-Europameisterschaften und 19 Kilogramm schwereren Toni Bernhardt hatte Sebastian Wendel einen schweren Stand. Der Jenaer setzte seine körperlichen Vorteile geschickt ein und gewann mit 3:0 Runden.
In seinem zweiten Kampf in der Bundesligamannschaft stand Florian Sieg kurz vor seinem ersten Sieg gegen Lucas Bittmann. Er führte mit 2:1 Runden. In Runde vier und fünf musste sich der Greizer noch geschlagen geben und verlor den Kampf mit 2:3 Runden.

Der Kampf in der Gewichtsklasse 96 kg Klassisch zwischen Michael Völkel und Boris Eisenstein wurde sehr hitzig geführt, was auch auf die Kampfrichterentscheidungen zurückzuführen war. So bekam in Runde eins der Greizer drei Sekunden vor Ende der Runde aus heiterem Himmel eine Verwarnung und verlor diese. Auf der anderen Seite wurde ein Kopfstoß seines Gegners nicht bestraft. Michael Völkel verlor den Kampf mit 1:3 Runden.
Nach seinem Einsatz in der polnischen Nationalmannschaft kehrte Edgar Melkumov (66 kg/K) in die Greizer Mannschaft zurück. Er machte gegen den tschechischen Juniorenmeister Jakub Korista auch nicht viel Federlesen, denn seine erste ernsthafte Aktion, ein Wurf, brachte nach 40 Sekunden schon den Schultersieg.
Der Ex-Jenaer Michael Dengler (84 kg/F) besiegte den Jenaer Stev Kurth mit Technischer Überlegenheit – Zwischenstand 13:11 für die Jenaer.
Behindert durch seine Fußverletzung musste Radoslaw Kisiel (66 kg/F) den Kampf gegen Mario Koch nach der ersten Runde aufgeben.
Edgar Babayan (84 kg/K) ließ sich von einem Armdrehschwung von Florian Schwalbe überraschen und geriet mit 0:3 in Rückstand. Er gewann die Runde trotzdem mit 4:3. Mit dem Pausengong warf er den Jenaer und bekam die Gelbe Karte.
Diese Kampfrichterendscheidung brachte Falk Schlehahn so aus der Fassung, dass er selbst noch die Gelbe Karte erhielt.
In der zweiten Runde musste Schwalbe nach einem Wurf des Greizers auf Grund einer Verletzung aufgeben.
In einem Fünfrundenkampf auf Augenhöhe zwischen Toni Stade und dem Tschechen in Jenaer Diensten Karel Hanak hatte der Jenaer mit einem 3:2-Rundensieg die Nase vorn. Zwischenstand vor dem letzten Kampf 20:17 für Jena.
In diesem traf Konstantin Sommer (74 kg/F) auf Gagik Egiasarov. Nach verlorener erste Runde versuchte der Greizer mit einer Aktion kurz vor Ende der zweiten Runde diese noch zu gewinnen. Dabei verletzte er sich ernsthaft an der Schulter und musste den Kampf aufgeben.
So gewann der KSC Motor Jena das Thüringenderby mit 24:17.
Dieser Sieg wurde auf Jenaer Seite gefeiert, denn die Jenenser konnten mit diesem Erfolg und der gleichzeitigen 15:21 Niederlage der Küstenringer gegen Markneukrchen die Rote Laterne abgeben.

Stimmen zum Kampf

Gerald Pfister (Mannschaftsführer KSC Motor Jena): Durch Verletzungen war der Sieg etwas glücklich – aber doch verdient. Die Kämpfer beider Mannschaften haben kämpferisch alles gegeben.

Falk Schlehahn (Trainer RSV Rotation Greiz): Man kann verlieren, aber wie die Punkte gefallen sind, ist mir unverständlich. Durch die Verletzungen wird es in den letzten beiden Kämpfen nicht einfach.

Wettkampfstätte: Sporthalle Sportgymnasium, Wöllnitzer St
Kampfrichter Ronald Hartenstein
Zuschauer:: 300

120kg Freistil: Toni Bernhardt, KSC Motor Jena gegen Sebastian Wendel, RSV Rotation Greiz – 3:0/PS-1:0-2:0-5:0/06:00
96kg Greco: Boris Eisenstein, KSC Motor Jena gegen Michael Völkel, RSV Rotation Greiz – 3:1/PS-1:1-0:1-1:0-1:0/ 08:00
84B Freistil: Stev Kurth, KSC Motor Jena gegen Michael Dengler, RSV Rotation Greiz – 0:4/TÜ-0:4-0:5-0:3/06:00
84Akg Greco: Florian Schwalbe, KSC Motor Jena gegen Edgar Babayan, RSV Rotation Greiz – 0:4/AS-3:4-0:4/03:02
74Bkg Freistil: Gagik Egiasarov, KSC Motor Jena gegen Konstantin Sommer, RSV Rotation Greiz – 4:0/AS-4:0-2:1-0:0/04:00
74Akg Greco: Karel Hanak, KSC Motor Jena gegen Toni Stade, RSV Rotation Greiz – 3:2/PS-0:1-1:0-0:5-1:0-1:0/09:37
66Bkg Freistil: Mario Koch, KSC Motor Jena gegen Radoslaw Kisiel, RSV Rotation Greiz – 4:0-AS/7:0/00:18
66Akg Greco: Jakub Korista, KSC Motor Jena gegen Edgar Melkumow, RSV Rotation Greiz – 0:4/SS-0:5/00:40
60kg Freistil: Lucas Bittmann, KSC Motor Jena gegen Florian Sieg, RSV Rotation Greiz – 3:2/PS-3:0-1:2-0:5-2:0-2:0/10:00
55kg Greco: Tillmann-Joseph Germar, KSC Motor Jena gegen Merlin Sewina, RSV Rotation Greiz – 4:0/SS-2:0-0:1-0:4-1:0-2:0/09:22

Dietmar Wolf @03.12.2011

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