Fünfter Sieg in Folge für den RSV

Stefan Lippke
Stefan Lippke (rotes Trikot), RSV Rotation Greiz

Am Sonnabend kam der RSV Rotation Greiz zu einem hohen 27:10 Sieg gegen den SV Lokomotive Altenburg.

Vor ca. 250 begeisterten Fans in der Jahnturnhalle entwickelte sich ein auf einem guten Regionalliganiveau stehender Kampf. Dieses Niveau wurde vornehmlich von den Greizer Ringern bestimmt, aber auch die Altenburger hatten ihren Anteil daran.
Positiv war, dass im Gegensatz zur vergangenen Saison, als vier Altenburger Sportler vorzeitig aufgaben, zehn Kämpfe stattfanden.

Auf Greizer Seite kam es zu drei Veränderungen gegenüber dem Kampf in Schneeberg. Tino Hempel kehrte wie geplant ins Team zurück. Tim Bobek vertrat den verletzten Christian Maier und gab sein Saisondebüt. Jörg Bobek machte fünf Kilo Gewicht und schloss die bisherige Lücke in der Gewichtsklasse 66 kg/Klassisch. So standen wie schon in der Vorsaison Vater und Sohn in einer Mannschaft.

Tim Bobek (55 kg/Freistil) hatte sich, durch einen Sieg beim Vogtlandpokalturnier vergangenen Sonntag in Greiz, für einen Einsatz in der Regionalligamannschaft angeboten. Man merkte ihm die Nervosität bei seinem ersten Einsatz an. Sein Gegner Adrien Nötzold war nicht stärker, aber er traute sich mehr zu. So unterlag der Greizer mit 0:3 Runden (0:1/0:2/0:1). Ringerisch hat er sich zum Vorjahr weiterentwickelt. (Stand Mannschaftskampf: 0:3)

Tino Hempel (120 kg/Klassisch) beherrschte trotz einer im Training zugezogenen leichten Rückenverletzung Eric Müller mit 3:0 Rundengewinnen, wobei die dritte Runde erst im Zwiegriff zu Gunsten des Greizers entschieden wurde. (3:3)

Michael Wied hatte, außer seinem Kampfgeist, dem Greizer Petr Klikos (60 kg/Klassisch) nicht viel entgegen zu setzen. Petr gewann vor allem durch Rollen durch Technische Überlegenheit (8:0/6:0/7:0). Für diese Leistung wurde er von den Fans entsprechend gefeiert. (7:3)

Matthias Jentsch (96 kg/Freistil) beförderte Holger Teichmann mit der ersten Aktion nach 25 sec. auf Schulter. Matthias wird diesen Sieg sicherlich entsprechend einordnen. Dem Altenburger muss man zu gute halten, dass er den Kampf nicht gleichaufgab, sondern sportlich fair sich dem Gegner stellte. (11:3)

Mit Alexander Zischka hatte Konstantin Sommer (66 kg/Freistil) einen Ex-Greizer als Gegner. Die erste Runde verlor der Greizer mit 0:1 Punkten. Die zweite konnte er mit 1:0 Punkten siegreich gestalten. Dann baute der Altenburger erschreckend konditionell ab und für Konstantin war es jetzt ein leichtes die nächsten beiden Runden mit 5:0 und 6:0 zu gewinnen. Er schloss nahtlos an die Leistung von Schneeberg an. Von den Fans wurde er mit entsprechendem Beifall bedacht. (14:4)

Stefan Lippke (84 kg/Klassisch) hatte mit dem Tschechen Vojtech Kukla einen sehr starken Gegner. Der Greizer kämpfte um jede Wertung und jeden Rundengewinn. Stefan unterlag nach einem sehr guten Kampf mit 2:3 Runden (0:1/1:0/0:1/3:3/0:1). Er war gegenüber der Vorwoche wie ausgewechselt. Vor allem kämpferisch konnte er überzeugen. (16:7)

Man merkte Jörg Bobek (66 kg/Klassisch) an, dass er sehr viel Gewicht gemacht hatte. Trotz allem Einsatzes konnte er eine drei Runden Niederlage (0:1/0:5/0:1) gegen den Ex-Greizer Christian Zischka nicht verhindern. (16:10)

Mit Matthias Klages hatte Philipp Grundmann (84 kg/Freistil) den Routinier der Altenburger als Gegner. Aber schon nach der ersten Aktion des Greizers, eine blitzsaubere Schleuder, wurden die Gesichter auf der Altenburger Trainerbank immer länger, denn ihr Ringer konnte sich aus der gefährlichen Lage nicht mehr befreien unterlag auf Schulter. Eine überragende Leistung von Philipp. Die Fans standen Kopf. (20:10)

Der Kampf in der Gewichtsklasse 74 kg/Freistil wäre um ein Haar schon vor der ersten Aktion beendet gewesen, denn Matthias Lachmann und Michael Klages tauschten erst einmal kleine Nicklichkeiten aus und standen vor einer Disqualifikation. Sie besannen sich aber auf ihre ringerischen Fähigkeiten. Matthias zeigte eine gute Leistung und besiegte den Altenburger in drei Runden (1:0/5:0/1:0). (23:10)

Sören Höemcke (74 kg/Klassisch) hatte mit Ladislav Snelly den ersten ernstzunehmenden Gegner in dieser Saison. Die erste Runde wurde im Zwiegriff zu Gunsten des Greizers entschieden. In der zweiten Runde verletzte sich der Altenburgerbei einem Wurf von Sören und gab verletzungsbedingt, auch in Hinblick auf die kommenden Kämpfe, auf. Sören ist für die kommenden schweren Gegner bereit. (Endstand: 27:10)

Die Greizer Jahnturnhalle verwandelte sich an diesem Abend in ein Tollhaus. Die Stimmung war phantastisch. Aber ab kommende Woche, in Werdau, werden die Gegner auch immer schwerer, aber bei dieser Unterstützung durch die Fans ist alles möglich.

Stimmen zum Kampf:

Tino Hempel (Greiz): Es war ein sehr schöner spannender Kampf, auch wenn das Resultat dies nicht vermuten lässt. Der Schultersieg von Philipp Grundmann gegen Matthias Klages und der Sieg von Konstantin Sommer gegen den höher eingeschätzten Alexander Zischka waren so nicht eingeplant. Auf meiner Abschiedstournee geht es immer mehr bergauf, d.h. ich komme immer besser in Form.
Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Alle waren kämpferisch Top.

Klaus Tschirschwitiz (Trainer Altenburg): Wir sind nicht nach Greiz gefahren um zu gewinnen. Nach dem Wiegen hatte ich auf ein knapperes Resultat gehofft. Die
Niederlage von Matthias Klages war nicht eingeplant. Ein Kompliment an die Greizer Mannschaft.

Dietmar Wolf @18.09.2005

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