18. November 2019

Zuspruch aus nah und fern für Trainingslager in Greiz

Die Teilnehmer des Trainingslagers in Greiz
Die Teilnehmer des Trainingslagers in Greiz

Zum ersten Mal fand ein mehrtägiges Trainingslager des RSV Rotation Greiz in Verbindung mit dem traditionellen Park-und Schlossfest in der Perle des Vogtlandes statt.

GREIZ. Von Freitag bis Sonntag bereiteten sich Ringer beider Stilarten auf die neue Mannschaftskampfsaison vor. Diese beginnt für die zweite Greizer Mannschaft in der Landesliga Sachsen am 31.August mit einem Auswärtskampf gegen die zweite Vertretung in Gelenau. Dem schließen sich drei weitere Auswärtskämpfe in Weißwasser, bei der Kampfgemeinschaft SAV Leipzig/KFC Leipzig II, und in Taucha an. Am 28.September kommt es dann in der Greizer Halle zum mit Spannung erwarteten Bundesligaauftakt gegen Aue, bei dem sich im Vorkampf die Reservevertretungen gegenüberstehen werden. In der Landesliga Sachsen gibt es schon am 24. August zwei vorgezogene Kämpfe, allerdings ohne Greizer Beteiligung.

Beim Trainingslager in Greiz trainierten bereits am Freitagabend 45 Ringer auf drei Matten, die in der großen Halle aufgebaut waren. Die Sportler kamen nicht nur aus Greiz, sondern auch von den in der Nähe beheimateten Vereinen aus Pausa und Plauen. Daniel Sartakov, im Vorjahr der erfolgreichste Punktesammler in der Bundesliga, und der nun in Berlin als Lehrer tätige Toni Stade hatte mehrere Trainingskameraden aus Berlin mitgebracht.

Vom Bundesligakonkurrenten aus Aue waren Francis Weinhold und der Neuzugang Christian John angereist. John, der in Frankfurt/Oder trainiert und bei der Sportfördergruppe der Landespolizei Brandenburg über optimale Trainingsbedingungen verfügt, ist dreifacher Männermeister in der schwersten Gewichtsklasse. Der ehemalige Junioren- Europameister bereitet sich zur Zeit auf den Großen Preis von Deutschland vor, bei dem es um die Fahrkarte zur WM in Kasachstan geht. Dort werden schon die ersten Olympiaplätze vergeben. „Da sollte man jede Möglichkeit zum Training nutzen und auch mal gegen andere Ringer kämpfen“, meinte der Siebenundzwanzigjährige. „Und nebenbei habe ich schon mal einen Blick auf die Halle geworfen, in der es zum Bundesligaauftakt heiß hergehen wird. Ich hab ja schon einiges über die Stimmung hier gehört.“ Der Kampf zwischen John und den für Greiz startenden EM-Dritten aus Rumänien Alin Alexuc-Ciurariu dürfte zu den Highlights des Tages gehören und den Ausgang des Kampfes mitbestimmen.
Nach der Trainingseinheit am Samstagmorgen erfolgte vor der Einheit am Nachmittag ein Werbeauftritt zum Park-und Schlossfest auf der Bühne am Markt, der von den Zuschauern sehr positiv aufgenommen wurde. Der RSV gab einen Einblick in die Trainingsarbeit seiner Aktiven. Dabei fehlten allerdings einige Nachwuchssportler, die zur gleichen Zeit bei ihrem Jahreshöhepunkt, den mitteldeutschen Meisterschaften, in Pößneck kämpften.


Groß war der Jubel als der Greizer Mannschaftskapitän, der fünfmalige deutsche Meister und Vizeeuropameister Martin Obst, zusammen mit seiner ebenfalls international erfolgreichen Freundin Debora Lawnitzak, mit seinem Pferdeomnibus vor der Ringerhalle vorfuhr. Der Unternehmer eines Pferdefuhrgeschäftes in Berlin war extra für das Park- und Schlossfest mit zwei Pferden und seinem historischen Pferdeomnibus aus der Hauptstadt angereist. Gerüchten zu Folge soll in der Bundeshauptstadt nach dem Chaos mit dem Bau des Flughafens und anderer diverser Verkehrsprobleme wieder verstärkt auf den Transport mit Pferden gesetzt werden.
Am Sonntag beim traditionellen Umzug zum Park- und Schlossfest war Martin Obst mit seinem Gefährt mit dabei und bekam viel Beifall. Bei der Prämierung erhielt er den zweiten Preis.
Das Trainingslager der Ringer ging am Sonntagvormittag zu Ende. Im August, kurz vor dem Saisonbeginn der zweiten Mannschaft, ist schon wieder eine Neuauflage geplant. Da könnten dann auch die diesmal verhinderten älteren Nachwuchssportler mitwirken.

Erhard Schmelzer @24.06.2019

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