Mitteldeutsche Meisterschaften der Jugend A in Olbernhau im Erzgebirge

Mitteldeutsche Meisterschaften der Jugend A in Olbernhau im Erzgebirge
Greizer Team bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Jugend A in Olbernhau - hinten von links: Trainer Erhard Schmelzer, Trainer Sebastian Kessel - vorn : Vizemeister Rasul Galamatov, Meister Lucas Hanke, der Sechste Maximilian Böttger.

Am Samstag fanden in Olbernhau die Mitteldeutschen Meisterschaften statt – Sportler des RSV Rotation holten zwei Medaillen

OLBERNHAU/GREIZ. An der Grippewelle hat es wohl nicht nur gelegen, dass sich bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Jugend A in Olbernhau an Stelle der gemeldeten 123 Teilnehmern nur 88 im oberen Erzgebirge nicht weit von der tschechischen Grenze einfanden.

Schon längere Zeit klagen die ausrichtenden Verbände über eingehende Meldungen, die dann mit der wahren Teilnehmerzahl nicht übereinstimmen.
Wiederum dominierten bei den Teilnehmerzahlen die Starter im freien Ringkampf, von denen 45 Prozent erst in den letzten Jahren nach Deutchland gekommen sind. Bei den Griechisch-Römisch-Ringern kamen knapp ein Viertel aus dem Ausland.

Der RSV Rotation Greiz hatte die wohl letzte winterliche Wettkampfreise dieses Jahres bei Temperaturen von bis zu -8 Grad Celsius mit drei Aktiven unternommen.
Der deutsche B-Jugendmeister des Vorjahres Lucas Hanke in der 34 kg-Klasse ist jetzt vom Gewicht her gesehen bereits bei einem Körpergewicht von 42 kg angelangt. Allerdings war er der einzige Starter, der das leichteste Limit der A-Jugend schaffte. Sein Meistertitel stand deshalb bereits nach dem Wiegen fest. In einem Freundschaftskampf gegen den Plauener Beslan Begiev (45 kg) blieb der Greizer zwar siegreich, hatte aber sichtlich Mühe, obwohl er nach einem technischen Fehler seines Gegners noch zum Schultersieg kam.

Maximilian Böttger (55 kg) hatte acht Gegner. Im ersten Kampf gegen den Luckenwalder Bennet Klützke geriet er schnell in Rückstand, gab aber nicht auf und kam aber unter anderem durch zwei Schleudern, die wenn sie nicht auf der Mattenumrandung geendet hätten, Schultersiege bedeutet hätten, am Ende zu einem 13:11 Sieg. Gegen die Achselwürfe des Thalheimers Emil Lehmann fand der Greizer leider keine Abwehrmöglichkeit. Im letzten Poolkampf stand ein übermächtiger Gegner bereit. Der Tschetschene Movlet Machmutov (Roland Hamburg) scheint derzeit die Nummer Eins in Deutschland zu sein. Er bezwang nicht nur den Greizer schnell, sondern benötigte auch im Finale nicht einmal eine Minute zum Turniersieg. Für Maximilian Böttger stand nun der Kampf um Platz fünf auf dem Plan, den er allerdings gegen den Altenburger Kantemir Sibekov mit 4:7 verlor. Sekunden vor Schluss konnte der Greizer eine Chance zum Schultersieg leider nicht nutzen.

Mit größeren Medaillenchancen ging der bereits in der ersten Mannschaft eingesetzte Rasul Galamatov ins Rennen. In der 60 kg-Klasse hatte er neun Widersacher. Die vier Gegner im Pool B wurden schon von der Papierform her als bezwingbar angesehen. Im ersten Kampf wartete der Auer Adel Gul Hussein, den er schon im Ligakampf bezwungen hatte.
Noch vor der Halbzeitpause stand der 10:0 Überlegenheitssieg fest. Die weiteren Gegner im Pool der Zella-Mehliser Jonas Sauerteig und Ramsan Sokujew aus Apolda wurden nach jeweils einer halben Minute geschultert.
Der Pool A war ungleich stärker besetzt. Mit dem deutschen Vizemeister Tim Hamann (Lugau), seinem Trainingspartner an der Sportschule Leipzig Viktor Wejgandt (KFC Leipzig) und Isa Dadaev (Halle) besiegten sich drei Sportler gegenseitig.
Hamann zog ins Finale ein, wo der Leipziger Sportschüler nach einem Beinangriff 3:0 in Führung ging. Rasul Galamatov verkürzte mit einem Wurf auf 2:3. Der Greizer Kampfrichter Stefan Hetzheim meinte dazu: „Ich habe zwar eine Vier gegeben, wurde aber von meinen Kollegen, die allerdings bessere Sicht hatten und nur eine Zwei gaben, überstimmt.“
Der Greizer konnte trotz eines guten Kampfes gegen den ein Jahr älteren Konkurrenten trotz einiger vielversprechender Angriffe keinen weiteren Punkt erringen und musste in der zweiten Kampfhälfte sogar noch zwei weitere drei Punkte abgeben.

Erhard Schmelzer @05.03.2018

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