Ringen: Lucas Kahnt bei Deutscher Meisterschaft auf Platz sieben

Lucas Kahnt
Lucas Kahnt

RSV Rotation Greiz hatte drei Sportler zu den Deutschen Meisterschaften der Jugend A im freien Ringkampf entsandt

SCHWÄBISCH-HALL/GREIZ. Der RSV Rotation Greiz hatte drei Sportler zu den deutschen Meisterschaften der Jugend A im freien Ringkampf entsandt. Diese nationalen Titelkämpfe wurden von einem kleinen Ringerverein im württembergischen Schwäbisch-Hall organisiert. Betreut wurden die Aktiven von ihren Trainern an den Sportschulen in Jena – Kay Taubert – und Leipzig – Florian Rau. Die Meisterschaften waren quantitativ und qualitativ gut besetzt, wovon die 158 Teilnehmer zeugten. Wie üblich gab es die stärksten Teilnehmerfelder in den mittleren Gewichtsklassen, in denen die Mehrheit der Greizer starteten. Am erfolgreichsten schnitt Lucas Kahnt ab, was nicht ohne weiteres zu erwarten war, wenn man seinen sportlichen Wertegang in den letzten zehn Monaten kennt. Bis Juni letzten Jahres startete der Leipziger Sportschüler in der Gewichtsklasse 54 kg. Dann kam leider ein langer Trainingsausfall nach einer schwierigen Verletzung.

In den letzten Monaten des Vorjahres sorgte intensives Krafttraining, verbunden mit einem Wachstumsschub für einen ordentlichen Gewichtszuwachs, so dass gleich eine Gewichtsklasse übersprungen wurde und der Start nun in der 63 kg-Klasse erfolgt. Erstmals bei den Mitteldeutschen Meisterschaften im März in Zella-Mehlis stand der Greizer wieder auf der Matte und belegte in seiner neuen Kategorie unter anderem nach einer Niederlage gegen den deutschen Ex-Meister Joshua Morodion (Tegel) unter 18 Startern Rang 8. Nach einem Vorbereitungsturnier mit Platz zwei im bayerischen Aichach ging es nun zur Deutschen Meisterschaft. Bei solchen Wettkämpfen ist es Usus, dass die Aktiven ihr Gewicht bis zum Wiegen deutlich reduzieren. Einige Gegner in dieser Klasse dürften ein Normalgewicht von 66 kg oder mehr haben. Der Greizer brachte hingegen nur 61 kg auf die Waage. Der erste Kampf am Freitag gegen den Saarländer Noah Monz (Riegelsberg) ging mit 5:11 verloren. Am Samstag lief es besser. Zuerst wurde der Lübtheener Fabian Schmidt mit 14:1 bezwungen, danach der NRW-Vertreter Deni Mugajew (Euskirchen) nach gut einer Minute geschultert. Am Nachmittag war nach einer technischen Punktniederlage gegen Samil Ezzine (Appenweier/Südbaden) Endstadion. Als Siebenter unter 24 Teilnehmern erreichte Lucas Kahnt unter den gegebenen Bedingungen ein achtbares Resultat.

Dustin Nürnberger konnte mit einem vierten Platz bei den „Mitteldeutschen“ im 63 kg-Limit überzeugen. Bei den nationalen Meisterschaften lief es in der Gewichtsklasse 58 kg nicht so gut. Der ebenfalls nach unten gegangene mitteldeutsche Meister Florian Pohl (Hof) wurde zwar Zweiter, doch der Greizer musste in der mit 28 Sportlern am stärksten besetzten Klasse zwei Niederlagen einstecken. Am Freitag unterlag er dem Freiburger Marcel Osaby, der am Ende Platz 7 belegte, denkbar knapp mit 9:11. Gegen den Hessen Karl Straub (Gailbach) kam der Greizer nicht zurecht und musste eine technische Punktniederlage einstecken.

Der Dritte im Bunde, Johannes Krause, startete erstmals bei der A-Jugend. Für die 76 kg-Klasse gemeldet, entschied man in letzter Minute zum Start im 85 kg-Limit, der zweitschwersten Kategorie. Dort waren zwar nur 9 Aktive am Start, doch die zugelosten Gegner hatten es in sich und ließen den ein Jahr Jüngeren, der im Vorjahr bei der B-Jugend Bronze gewann. keine Chance. Titelverteidiger Alexander Biederstädt aus Lübtheen, der Deutschland im Vorjahr bei der EM vertrat, siegte mit technischer Überlegenheit. Der Mainzer Bekir Demir, auch schon Medaillengewinner bei den B-Jugendlichen, kam zehn Sekunden vor Schluss zum Schultersieg, die das Ausscheiden aus dem Wettkampf bedeutete. Die einzige Medaille für einen Thüringer Verein erkämpfte der für Jena ringende Hassan Ismail (54 kg), der Dritter wurde.

Erhard Schmelzer @10.04.2016

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