Zhargal Damdinov

Mit Zhargal Damdinov hat der RSV Rotation Greiz einen exzellenten Freistilringer im Limit bis 61 Kilogramm verpflichtet

Von Andreas Rabel

Greiz/Tschita. Er ringt für sein Leben gern. Ringen ist sein Leben. Einst brachte ihn sein Onkel zum örtlichen Ringerklub in Tschita, der Hauptstadt der Region Transbaikalien. Da ging der heute 24-Jährige noch in die Grundschule. „Ja, ich ringe schon von klein auf, kann mir keinen anderen Sport vorstellen.“ In seiner Heimatstadt gibt es eine Ringerschule, es sei für alles gesorgt. Nachwuchsprobleme kennt man in Tschita nicht. Ringen ist Volkssport in Russland, wer sich in dem großen Land durchsetzt, der hat etwas gekonnt, kann sich automatisch zur internationalen Spitze zählen. Zhargal Damdinov hat es schon weit gebracht in der Ringernation Russland, er wurde 2020 Dritter der nationalen Meisterschaften im Freistilringen. In diesem Jahr unterlag er dem am Ende Meisterschafts-Dritten nach einer Führung noch knapp. Ärgerlich. Aber nur eine Momentaufnahme für den aufstrebenden Ringer. „Mein Ziel ist es, bei Europa- und Weltmeisterschaften unter die besten drei zu kommen“, sagt er. Auch die Corona-Pandemie konnte den jungen Sibirer nicht stoppen. „Ja, ich litt an Corona. Aber in leichter Form. Der Körper ist jung und bewältigt dies. Ich habe jeden Tag trainiert, da die Saison bald startet, muss ich in Form sein.“ Sagt ein Ringer, ein Kämpfer. Auf seine Vorbilder angesprochen, muss der 61-kg-Athlet nicht lange überlegen, nennt Arslan Budazhapov, Asienmeister 2019 und Alexander Bogomoev, Europameister im gleichen Jahr. Und in der kommenden Saison will Damdinov sein Können in der Bundesliga zeigen. Greiz ist seine erste Station in der Bundesliga. Schon in der vergangenen Saison hatte er einen Vertrag beim RSV Rotation unterschrieben, doch die Staffel von Bundesligatrainer Tino Hempel verzichtete aufgrund der Corona-Pandemie auf einen Start in der der Bundesliga. Die richtige Entscheidung. Die Bundesliga wurde nach nur wenigen Kampftagen abgebrochen. Am 11. September soll es auf ein Neues gehen. Wieder mit Zhargal Damdinow, wieder im Greizer Trikot. Es wäre das erste Mal, dass er sich den besonderen Anforderungen des Mannschaftsringens stellt, die taktischen Vorgaben des Trainers umsetzen muss. „Vielleicht ist da gar nicht so viel nötig, weil er ein starker Mann ist, seine Gegner im Griff hat“, hält Tino Hempel große Stücke auf den Neuzugang. Und Zhargal Damdinov: „Bisher weiß ich wenig über den Verein. In Zukunft werde ich mehr erfahren. Ich habe die Bundesliga schon lange beobachtet, da dort russische Ringer agieren.“

mit freundlicher Genehmigung OTZ/ Andreas Rabel