Mädchen-Ringen im Aufschwung

Mitteldeutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend B und der Junioren
Jenny Hirsch (blaues Trikot) konnte bei den deutschen Meisterschaften ihre Medaillenchance nicht nutzen.

Wettkämpfe der weiblichen Ringer gewinnen immer mehr an Bedeutung

GREIZ. Die Wettkämpfe der weiblichen Ringer gewinnen immer mehr an Bedeutung. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Werdau konnten sich die Verantwortlichen des Ringerverbandes Sachsen über eine Rekordbeteiligung von 171 Starterinnen freuen. Bei den Titelkämpfen vor zehn Jahren an gleicher Stelle beteiligten sich nur 101 Sportlerinnen. Auch die Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als die Wettkämpfe in Jena mit 148 Aktiven ausgetragen wurden, konnte sich sehen lassen.

Zehn deutsche Landesverbände beteiligten sich an den offen ausgetragenen Titelkämpfen. Erfolgreichster Verband war Sachsen vor Berlin und Brandenburg. Thüringen belegte den vierten Platz. Erfolgreichstes thüringisches Team wurde der mit neun Sportlerinnen startende RSV Rotation Greiz, der 48 der 87 thüringischen Punkte erkämpfte.

In der Vereinswertung kamen die Greizer hinter dem SV Luftfahrt Berlin (79 Punkte/19 Teilnehmer) auf einen hervorragenden zweiten Platz vor Werdau (45/13), Frankfurt/Oder (37/14), Preußen Berlin (32/12) und Warnemünde (24/5).

Erstmals trat mit Eyleen Sewina eine Sportlerin in der Altersklasse der Frauen an. In der Gewichtsklasse 63 kg unterlag sie zum Auftakt gegen die drei Jahre ältere Eveline Neumann aus Cottbus mit 0:10. Die im Stützpunkt Frankfurt/Oder ausgebildete ehemalige EM-Teilnehmerin, die bereits ein halber Jahrzehnt in dieser Gewichtsklasse kämpft, kam durch Knöchelgriff und Einsteiger zum Sieg. Der zweite Kampf wurde zur Kopie des Halbfinales der Jugendmeisterschaft des Vorjahres. Dort hatte die Sportlerin aus Greiz mit 3:4 gegen die deutsche Meisterin Andrea Grasruck aus dem bayerischen Neumarkt verloren. Auch diesmal war Eyleen die Aktivere, griff an, wurde aber gekontert und unterlag mit 3:5. Der Schultersieg gegen Jessica Mattmüller (Chemnitz), der den dritten Platz sicherte, war dann nur noch ein kleines Trostpflaster.

Bei der weiblichen Jugend (Geburtsjahrgänge 1999 bis 2003) gingen drei Greizer Mädchen auf die Matte. Marie Suttner (35 kg) war in der leichtesten Gewichtsklasse ihren Gegnerinnen überlegen und sicherte sich mit zwei Schultersiegen und einem Erfolg mit technischer Überlegenheit die mitteldeutsche Meisterschaft. Jenny Hirsch hatte im 49 kg-Limit 12 Gegnerinnen. Mit zwei Schultersiegen gegen Sara Günther (Hellersdorf) und Adelheid Przybylak aus Regensburg ereichte sie das Poolfinale, wo sie allerdings gegen die Württembergerin Helene Kluge (Benningen) unterlag.

Im Kampf um Bronze verlor sie gegen Maren Vornberger, eine weitere aus Württemberg angereiste Aktive. Nach langer Wettkampfpause sicherte sich Claudia Suttner (52 kg) mit vier Schultersiegen gegen Konkurrentinnen aus Artern, Warnemünde, Chemnitz und Weißwasser ihre Anwartschaft um Gold, musste im Finalkampf gegen Anastasia Günther (Torgelow) aber eine 0:10 Niederlage einstecken.

Bei den weiblichen Schülern bestritten die fünf Suttner-Schwestern 20 Kämpfe, von denen sie 18 siegreich gestalten konnten. Mit je einer Niederlage im Poolfinale erreichten Saskia (25 kg) und Erna (29 kg) den Kampf um Bronze, den sie jeweils für sich entscheiden konnten. Hilla (27 kg), Berta (31 kg) und Heidi (34 kg) waren nicht zu bezwingen und sicherten sich die mitteldeutschen Meistertitel.

Erhard Schmelzer @21.02.2016

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