Greizer Nachwuchsringer haben Abstand zum Spitzenreiter Aue weiter verringert

Der letzte Saisonsieg der Greizer Jugendligamannschaft datiert aus dem Jahre 2015. Federführend für die gewöhnlich als Mitteldeutschland bezeichneten Bundesländer Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt organisiert der Ringerverband Sachsen unter dem Namen Jugendliga Sachsen eine Liga für junge Sportler dieser Bundesländer männlichen Geschlechts. Bei der Jugendliga kämpfen 8 Ringer in den Gewichtsklassen zwischen 28 und 54 kg abwechselnd in beiden Stilarten. In diesem Jahr waren Aktive der Geburtsjahrgänge 2008 bis 2014 startberechtigt. Da es sehr schwer ist alle Gewichtsklassen durch leistungsfähige Sportler abzusichern, bekommt jeder startende Verein die Möglichkeit sich mit maximal drei Gastringern zu verstärken. Aue arbeitete in dieser Hinsicht mit Lugau, Thalheim mit Gelenau zusammen. Die WKG KSC Pausa/ASV Plauen besteht schon aus zwei unabhängigen Vereinen. Nach einigen Jahren, in denen vom Greizer Verein nicht genügend Gewichtsklassen besetzt werden konnten, wurde 2020 ein Neustart versucht. Nach dem klaren Auftakterfolg gegen Pausa/Plauen stoppte die Corona-Hexe allerdings die weitere Saison. Unter den immer noch schwierigen Bedingungen des Vorjahres trauten sich vier Teams die Teilnahme zu. Greiz wurde damals Zweiter, musste aber gegen den FC Erzgebirge Aue, der seit einigen Jahren die wohl stärksten Nachwuchsabteilung Ostdeutschlands in seinen Reihen hat, mit 8:19 und 8:21 deutliche Niederlagen einstecken. Auch beim diesjährigen Vorrundenturnier in Greiz war Aue nicht zu bezwingen, der KFC Leipzig, Thalheim und Pausa/Plauen wurden aber geschlagen. Nun beim Rückrundenturnier in Pausa wurde dem FC Erzgebirge Aue, der sich einen hauptamtlichen Trainer leisten kann, ein offener Kampf geliefert. Erst im letzten Vergleich – nach Führung des Greizer Vertreters – fiel die Entscheidung durch einen Schultersieg des Auer Kämpfers. Die Erzgebirger hatten 16:11 gesiegt und gewannen zum dritten mal in Folge in der Jugendliga. Sie mussten aber kommentieren „dass die sich stark verbesserten Greizer ein unangenehmer Herausforderer war, der uns alles abverlangte.“ Da Leipzig wegen Besetzungsschwierigkeiten diesmal nicht am Start war, belegte Greiz mit einem 20:9 Sieg über Thalheim und einem 20:11 Erfolg über Pausa/Plauen wiederum den Ehrenplatz. Das Greizer Team war mit 13 Sportlern angereist, die von zahlreichen Familienangehörigen begleitet wurden. Von den RSV- Ringern blieben Silas Warmuth (38 kg/f) und Dominik Gasser (42 kg/g) ohne Niederlage. Zu den Greizer Aktiven gehörten weiterhin: Henry Wiesner, Ferdinand Gruszin, Ibrahim Abdrakmanov, Walther und Arthur Reim, Jonas Schöndorfer, Emmett Barth und Leon Weller. Alle nicht in der Mannschaft eingesetzten Sportler, die meistens noch etwas jünger waren, konnten ihren derzeitigen Leistungsstand in Vergleichskämpfen zeigen. Vorbildlich unterstützt wurde das Greizer Team von drei Sportlern des SV Lok Altenburg, dessen Trainer Michael Klages regelmäßig mit den alten Herren des Greizer Vereins trainiert. Die Altenburger Nico Gaidey und Jason Nagel blieben in der leichtesten Gewichtsklasse unbesiegt, Schwergewichtler Magomed Sajnarojew musste zwar gegen die bis zu drei Jahre ältere Gegnerschaft jeweils Schulterniederlagen einstecken, demonstrierte aber, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen sein wird. Das Team wurde von Falk Schlehahn, Maximilian Böttger und Erhard Schmelzer betreut. Die ebenfalls aktiv an der Trainingsarbeit beteiligten Maik Gasser und Dustin Nürnberger weilten zur gleichen Zeit beim Ablegen des Trainer- C-Scheins an der Sportschule in Bad Blankenburg.


Bericht: Erhard Schmelzer
Fotos: Konstanze Warmuth