4. Dezember 2020

Bronzemedaillen für Sartakov und Obst in Frankreich

Daniel Sartakov (1), RSV Rotation Greiz
Daniel Sartakov (1), RSV Rotation Greiz

Bei den letzten Weltmeisterschaften konnten sich keine deutschen Freistilringer für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizieren. Zwei Qualifikationsturniere in Budapest und Sofia stehen aber noch auf den Plan. Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe nutzte das traditionelle Turnier in Nizza zur Standortbestimmung, setzte 18 Sportler ein, die zwei Gold- und drei Bronzemedaillen erkämpfen konnten. Gold ging an der Schifferstädter Horst Lehr (57 kg) und den für Aue ringenden Ilja Matuchin (92 kg) in einer allerdings schwach besetzten Gewichtsklasse. Unter den 15 Ringern in der 74 kg-Klasse kämpften neben vier weiteren deutschen Ringern auch die beiden Greizer Bundesligaringer Martin Obst und Daniel Sartakov. Die bei internationalen Turnieren übliche Gewichtstoleranz von zwei Kilogramm erleichterte die Vorbereitung. Martin Obst startete mit einem 12:6 Erfolg gegen den Spanier Pablo Garcia, unterlag dann aber dem Franzosen Charles Afa mit 0:10. In der Hoffnungsrunde traf er auf deutsche Rivalen. Zuerst bezwang er, wie im Finale der deutschen Meisterschaft 2019, den Hallbergmooser Ergün Aydin mit 4:1, dann den Burghausener Johann Steinforth mit 2:1. Mit einem 6:5 Sieg sicherte er sich die Bronzemedaille gegen den Rumänen Madalin Minzala. Auch der mit einer Niederlage gegen den Rumänen Zurab Kapraev ins Turnier gestartete Daniel Sartakov konnte die zweite in dieser Gewichtsklasse vergebene Bronzemedaille erkämpfen. In der Hoffnungsrunde bezwang er den im Vorjahr von Aue nach Lübtheen gewechselten Brian Bliefner mit 2:1 und den Ägypter Reda Amr mit 3:3. Auch im Kampf um Bronze ging es wieder einmal sehr knapp zu. Am Ende konnte er aber nach einem 8:8 gegen den Franzosen Charles Afa über seinen Sieg jubeln.
Für die Europameisterschaften Mitte Februar in Rom wurden von den Startern von Nizza Lehr (57 kg) und der Württemberger Kevin Henkel (70 kg), der in Nizza Bronze gewann, nominiert. Die Gewichtsklassen 74 und 79 kg werden vom Deutschen Ringer-Bund nicht besetzt.

Silbermedaille für Mateusz Wolny in Dänemark

Zu den europäischen Traditionsturnieren gehört auch das Thor Masters im dänischen Nyköbing. Unter den 150 Griechisch-Römisch Ringern befanden sich zahlreiche Sportler, die den Greizer Zuschauern aus den Kämpfen der Bundesliga bekannt sind. Auch drei ausländische Sportler, die in den letzten Jahren für den RSV Rotation Greiz kämpften, befanden sich unter den Aktiven. Am erfolgreichsten schnitt der im letzten Bundesligakampf wegen einer Verletzung ausgefallene und schmerzlich vermisste Pole Mateusz Wolny ab. In der mit 23 Sportlern besetzten olympischen 77 kg-Klasse drang er ins Finale vor, wo er allerdings vom ehemaligen Weltmeister Arsen Julfalakyan aus Armenien bezwungen wurde. Sein Landsmann Dawid Karecinski hatte die 60 kg-Klasse geschafft und belegte hier Platz 6. Der rumänische Schwergewichtler Alin Alexuc-Ciurariu (130 kg) wurde unter 16 Sportlern Vierter.

Erhard Schmelzer

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