Westendorfs Trainer Klaus Prestele kennt sich in Greiz aus

Westendorfs Trainer Klaus Prestele kennt sich in Greiz aus
Klaus Prestele, Trainer Westendorf mit seinem schwedischen Ringer Zakarias Tallroth (71 kg/griechisch-römisch) Foto: Stefan Günter/Ringsport - Magazin

Interview mit dem Trainer des TSV Westendorf, Klaus Prestele

GREIZ. Die Mannschaft des TSV Westendorf gastierte lange nicht in Greiz. Der Trainer der Gäste kennt sich aber gut aus, vielleicht sogar zu gut. Klaus Prestele, der in Westendorf mit den Ringkampfsport begann und bei deutschen Nachwuchsmeisterschaften drei Bronzemedaillen gewann, lebte 13 Jahre in Berlin. Er trainierte beim SV Luftfahrt Berlin, kämpfte auch für diese Mannschaft und trat auch in Greiz in der Jahnturnhalle an.
Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er zusammen mit Swen Lieberamm als Trainer. Im Interview beantwortete er einige Fragen.

Wie kamen Sie nach Berlin?
Klaus Prestele: „Ich kam als Student nach Berlin und habe dort Osteuropawissenschaften und Betriebswirtschaft studiert. Später habe ich bei internationalen Organisationen gearbeitet. Nebenbei habe ich natürlich weiter den Ringkampfsport betrieben.“

Welche Erinnerungen haben Sie an die Ringer in Berlin?
Klaus Prestele: „Nur die besten. Martin Obst und Daniel Sartakov, die jetzt für Greiz kämpfen, sind meine alten Trainingskameraden. Mit Swen Lieberamm habe ich immer hervorragend zusammengearbeitet.“

Was hat sich der TSV zum Auftakt vorgenommen?
Klaus Prestele: „Ich will eigentlich immer gewinnen. Greiz ist aber sehr stark und vor allem durch die Ausländer sehr schwer ausrechenbar. Da gebe ich die Favoritenrolle an Greiz ab.“

Sie wollen natürlich trotzdem gewinnen?
Klaus Prestele: „Davon können die Greizer Zuschauer ausgehen, auch wenn das Gros unserer Mannschaft das Ringen in Westendorf erlernt hat. Im Vorjahr haben wir schon bewiesen, dass wir mit unserem Team in der Bundesliga bestehen können. Und die neuen Regeln kommen uns entgegen.“

Was erwarten Sie von der Saison?
Klaus Prestele: „Wir haben immer gern in Ostdeutschland gerungen. Im Vorjahr konnte in der Staffel – mit Ausnahme vom späteren deutschen Meister Burghausen – jeder jeden schlagen. Wenn es wieder so läuft, wäre es eine großartige Werbung für den Ringkampfsport. In Bayern sind noch Schulferien, da freuen wir uns über den Auswärtskampf zum Auftakt. Greiz ist für sein faires und enthusiastisches Publikum bekannt. Ich erwarte einen spannenden und hochklassigen Kampf vor großer Kulisse. Viele eigene Anhänger werden wir aber wegen der Ferien nicht mitbringen können.“

Danke für das Gespräch.
Erhard Schmelzer @07.09.2018

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