19. Mai 2021

RSV Rotation Greiz: Hinrunde mit Siegesserie beendet

2.Bundesliga Nord: KFC Leipzig gegen RSV Rotation Greiz endet 9:25
Mannschaft des RSV Rotation Greiz mit Betreuern und Fans: v.l. stehend: Trainer Tino Hempel, Trainer Swen Lieberamm, Lukasz Konera, Martin Obst, Daniel Sartakov, Sebastian Wendel, Betreuer Christian Lippert, Mathias Beckmann und Betreuer Mario Neudeck. vorn: Vladimir Condreanu, Vladimir Gotisan, Dustin N├╝rnberger, Toni Stade, Brian Tewes und kleine Greizer Fans

Der RSV Rotation beendete am Wochenende die Hinrunde mit einer ganzen Siegesserie

GREIZ. Der Start in die Mannschaftskampfsaison der Ringer fiel dem Titelverteidiger RSV Rotation Greiz in der 2.Bundesliga Nord nicht leicht. Zweimal in Folge mussten gegen die jetzt zum Ende der Halbserie vorn liegenden Teams Niederlagen hingenommen werden.

In L├╝btheen, dem jetzigen Tabellenzweiten verletzte sich der moldawische Olympiateilnehmer Evgheni Nedealco, musste den Kampf aufgeben und reiste zur Behandlung nach Hause.
Mit Vladimir Gotisan, dem Moldawier, der in Transnistrien und Moskau als Trainer arbeitet, reiste einer der erfolgreichsten Ringer der Vorsaison erst zum dritten Saisonkampf an.
Au├čerdem fehlten beim zu Hause 10:16 verlorenen Kampf gegen den jetzigen Spitzenreiter Markneukirchen auch die beiden polnischen Schwergewichtler, die zum Teil sehr erfolgreich an ihren Landesmeisterschaften teilnahmen. Nach dem Fehlstart mit 0:4 Punkten wurde die elfte Saison in Folge in der zweith├Âchsten deutschen Leistungsklasse doch noch ein Erfolg.

Nach sieben, teilweise klaren Siegen, liegt Greiz nach dem Ende der Hinrunde zwei Punkte hinter Spitzenreiter Markneukirchen und punktgleich mit dem Zweiten, L├╝btheen auf dem dritten Tabellenplatz. Und diese beiden Teams sind die Gegner am n├Ąchsten Wochenende, wenn gleich zwei K├Ąmpfe zur Austragung kommen. Danach wird man wissen, ob die prophetischen Worte des Auer Trainers Bj├Ârn Sch├Âniger, ÔÇ×wenn die Greizer mit der st├Ąrksten Aufstellung antreten, sind sie von keiner Mannschaft der Staffel zu schlagenÔÇť, eingetroffen sind.

Kann Greiz den dritten Staffelsieg in der 2.Bundesliga in vier Jahren erringen?

Das w├Ąre dann bei positivem Ausgang nach den Erfolgen 1994 und 1995 der f├╝nfte Meistertitel in der 2.Liga. Nicht vergessen darf man aber auch das Jahr 2001, als Erstligist Greiz nach dem vierten Platz in der Staffel Nord ├╝berraschend als einzige ostdeutsche Mannschaft bis ins Halbfinale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft vordrang.
In diesem Jahr ist die Situation eine andere. In der auf acht Teams zusammengeschmolzenen ersten Liga k├Ąmpfen nur noch acht Mannschaften, eine ostdeutsche ist erstmals nicht darunter.

Gelingt zum vierten Mal die ostdeutsche Meisterschaft?

Es geht also in diesem Jahr nicht nur um den Staffelsieg in der 2.Bundesliga, sondern auch um die inoffizielle ostdeutsche Meisterschaft. Nachdem die Greizer 1950 und 1952 die DDR-Mannschaftsmeisterschaft gewonnen haben, w├Ąren bei einem Staffelsieg ÔÇô wenn man das Resultat von 2001 ber├╝cksichtigt ÔÇô zum vierten Mal die ostdeutsche Meisterschaft erobert. Ein riesiger Erfolg f├╝r den Verein, der in der Perle des Vogtlandes beheimatet ist.

Das Team jedenfalls ist dazu bereit, brennt auf die n├Ąchsten K├Ąmpfe. Die Zuschauer kommen wieder in Str├Âmen. Im Bereich der Staffel ist nur in L├╝btheen das Zuschauerinteresse ├Ąhnlich. Die Greizer Trainer Tino Hempel und Swen Lieberamm setzten 18 Ringer ein, davon bestritten Vladimir Codreanu (47 kg/f), Brian Tewes (66 kg/g), Toni Stade (75 kg/g) und Martin Obst (86 kg/f) alle neun K├Ąmpfe.
Codreanu und der deutsche Meister Obst blieben genauso ohne Niederlage wie Vladimir Gotisan (66 kg/f), der aber nur sechs Mal auf die Matte trat. Auch Daniel Sartakov (75 kg/f) geh├Ârt zu den herausragenden Ringern. Er gewann sieben seiner acht K├Ąmpfe. Seine 0:2 Niederlage gegen den ungarischen Auswahlringer Zsombor Gulyas war auch taktisch bedingt, weil der Mannschaftssieg gegen den KAV Mansfelder Land gesichert werden musste, durfte er kein zu gro├čes Risiko eingehen.
Der Einsatz von Nachwuchssportlern in eine von nationalen und internationalen Spitzenringern dominierte Liga ist sehr problematisch, wird aber im Endeffekt ├╝ber die Zukunft des Vereins entscheiden.

Der RSV setzte drei A-Jugendliche in insgesamt acht K├Ąmpfen ein, von denen zwei K├Ąmpfe gewonnen und vier knapp verloren wurden. In der R├╝ckrunde werden sich weitere Einsatzm├Âglichkeiten bieten, am Wochenende mit den K├Ąmpfen gegen das Spitzenduo L├╝btheen und Markneukirchen d├╝rften die Trainer aber noch einmal auf die Routiniers zu setzen.

Erhard Schmelzer @25.10.2016

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