RSV Rotation Greiz: Am Samstag müssen zwei Siege her

2.Bundesliga Nord: RSK Gelenau gegen RSV Rotation Greiz 2:23
86Akg Freistil: Andrzej Sokalski, RSK Gelenau gegen Martin Obst (blaues Trikot), RSV Rotation Greiz - 0:1/PS/6:7/06:00

Zwei spannende Kämpfe erwarten die Ringer des RSV Rotation Greiz am Samstag

GREIZ. Die Ringkampfsaison ist schon in die Endphase eingetreten. In diesem Jahr stehen noch sieben Runden auf dem Programm.
Beide Mannschaften des RSV Rotation Greiz treten noch vier Mal in eigener Halle an.
Die Zweitbundesliga-Mannschaft befindet sich dabei in einer komfortablen Situation, das traditionsreiche Team steht an der Tabellenspitze und hat zu Beginn der Rückrunde die beiden stärksten Vertretungen der Vorrunde, Markneukirchen und Lübtheen in überzeugender Manier bezwungen.
Dadurch wurden beide direkten Vergleiche (Punktverhältnis der Kampfpunkte von Hin- und Rückkampf) gegen die stärksten Konkurrenten gewonnen. Wenn also Greiz beim „Saisonhalali“ mit einer oder beiden Mannschaften punktgleich ist, hat der RSV Rotation Greiz erstmals nach 20 Jahren wieder den Staffelsieg verteidigt.

Die Greizer sind nun als Tabellenführer die Gejagten. Als erster Prüfstein reist am Samstag der Tabellenletzte RSK Gelenau an (Kampfbeginn 19:30 Uhr), der schon in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein Widersacher des Greizer Teams war. „Wir werden Gelenau auf keinen Fall unterschätzen und mit einer sehr starken Mannschaft antreten. Jeder weiß, was auch gegen eine Mannschaft vom hinteren Tabellendrittel passieren kann“, erinnert Trainer Swen Lieberamm an die letzten Augenblicke der Saison 2015.
Die Greizer hatten ihren letzten Saisonkampf gegen Markneukirchen siegreich gestaltet und feierten zum Jahresabschluss ihren zweiten Tabellenplatz, als die sensationelle Nachricht eintraf: Tabellenführer Aue hatte in Gelenau mit 11:12 verloren. Dadurch war Aue nun mit Greiz punktgleich, der RSV aber im direkten Vergleich besser und konnte so noch Staffelsieger werden.

Wenn Gelenau wie am Sonntag gegen Lübtheen mit ihren zwei tschechischen und zwei polnischen Spitzenringern antritt, muss auch der Tabellenführer auf der Hut sein. Das gilt selbst für den deutschen Meister Martin Obst, der wie im Vorkampf auf den polnischen Titelträger Andrzej Sokalski treffen könnte. Damals siegte der Greizer mit 7:6.

Einen verstärkten Einsatz von Nachwuchsringer auf Greizer Seite dürfte es aber nicht geben. Die zweite Mannschaft (Kampfbeginn 17:30 Uhr) braucht nach einigen verletzungsbedingten Ausfällen jeden Mann um gegen den Tabellenletzten SAV Leipzig/Großlehna nicht weiter in der Tabelle abzurutschen.

Erhard Schmelzer @03.11.2016