Ringen: Thomas Leffler unterliegt im Bodenkampf

Radoslaw Baran, RSV Rotation Greiz
Radoslaw Baran, RSV Rotation Greiz – so feierte er in Greiz viele seiner Siege

Der große Preis von Deutschland fand in Dortmund statt

DORTMUND. Der Große Preis von Deutschland im Ringen fand in diesem Jahr wieder in Dortmund statt. Die deutschen Ringer gewannen zwar elf Medaillen, allerdings waren zehn Bronzemedaillen dabei für Sportler, die sich nach Niederlagen noch in der Hoffnungsrunde durchsetzen konnten. Die einzige Silbermedaille erkämpfte im freien Stil Georg Harth in der 74 kg-Klasse. Für den Thüringer Ringerverband starteten zwei Sportler. Der Ex-Sömmerdaer Toni Bernhardt bezwang im freien Stil den Litauer Dmitrijs Mihailovs mit 15:4. Gegen den späteren Sieger aus Weißrussland, Aleksej Shmarov unterlag er 2:13. In der Hoffnungsrunde wurde Bernhardt vom deutschen Meister Nick Matuhin mit 2:9 Punkten bezwungen und belegte Platz fünf.
Der Greizer Thomas Leffler, bei den deutschen Meisterschaften Bronzemedaillengewinner in der Gewichtsklasse 85 kg, hatte sich viel vorgenommen. Da bei internationalen Turnieren die Sportler zwei Kilogramm mehr wiegen dürfen, fasste er den Respekt abnötigenden Entschluss in der Gewichtsklasse 80 kg über die Waage zu gehen. Dafür mussten immerhin ca. sechs Kilogramm abgenommen werden. In Dortmund waren dann 15 Athleten aus 12 Ländern am Start. Auftaktgegner war der Pole Tadeusz Michalik (nicht zu verwechseln mit dem in Markneukirchen ringenden Slowaken Marian Mihalik). Der Greizer kam mit dem Polen nicht gut zurecht, musste in der ersten Runde in die Unterlage und wurde zweimal gerollt. In der zweiten Runde kam er besser ins Rennen, jetzt musste der Pole in die Unterlage. Allerdings konnte der Greizer daraus keinen Vorteil ziehen, sondern musste sogar noch durch Rausdrängen aus der Kampffläche einen Punkt abgeben. So ging der Kampf mit 0.5 verloren. Da Michalik in der nächsten Runde gegen den mehrmaligen Medaillengewinner von Welt- und Europameisterschaften, den Dänen Mark O. Madsen unterlag, war das Turnier für Thomas Leffler bereits nach einem Kampf beendet. Der zweimalige Olympiateilnehmer Madsen – Fünfter in London – wurde später Turnierzweiter, Michalik kam auf Rang drei. Der Greizer, der nicht von Losglück sprechen konnte, wurde auf Rang elf platziert.

Ex-Greizer gewinnt Großen Preis in Dortmund

Thomas Leffler war in diesem Jahr der einzige Sportler, der den RSV Rotation Greiz in Dortmund vertreten hat. Zwei polnische Ringer, die früher die Ringerschuhe für den RSV schnürten, waren allerdings am Start. Radoslaw Baran, im Jahre 2009 für Greiz aktiv, war in der 97 kg-Klasse des freien Stils nicht zu schlagen und wurde Turniersieger. Er bezwang unter anderem den deutschen Meister William Harth mit 4:2. Baran entwickelte sich nach seinem Wechsel in die 1.Bundesliga zu einem internationalen Spitzenringer. Nach einem Zeckenbiss erkrankt, benötigte er lange, um wieder in die Spitze vorzudringen. Sein Ziel sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016. Edgar Melkumov, von 2010 bis 2012 in Greiz aktiv, wechselte im Vorjahr zum ASV Nendingen, mit dem er im Februar die deutsche Mannschaftsmeisterschaft erkämpfte. In beiden Finalkämpfen wurde er allerdings nicht eingesetzt. In Dortmund belegte er im 66 kg-Limit unter 26 Aktiven einen achtbaren siebenten Platz.

Dustin Nürnberger siegt in Baienfurt

Das Jugendturnier in Baienfurt gehörte in dem letzten Jahren zu den stark besetzten Turnieren in Deutschland. Diesmal hatten es die baden-württembergischen Funktionäre fertiggebracht, zum gleichen Zeitpunkt ein weiteres Turnier in Nordbaden auszuschreiben. Die Folge waren kleine Teilnehmerfelder an beiden Wettkampfstätten. Der Thüringer Ringerverband startete mit einem kleinen Team in Baienfurt nördlich des Bodensees. Nachdem Norman Heisig in letzter Minute wegen einer leichten Verletzung ausfiel, war Dustin Nürnberger der einzige Vertreter des RSV Rotation Greiz. In der 54 kg-Klasse der A-Jugend hatte der Greizer nur einen Gegner. Gegen diesen, Jan Riek von der TSG Nattheim, wurde allerdings gleich zweimal gekämpft. Im ersten Kampf gelang nach 2:20 Minuten ein Erfolg mit technischer Überlegenheit mit 16:0. Im zweiten konnte Dustin Nürnberger seinen Widersacher beim Stande von 15:0 nach 3:43 Minuten auf die Schultern legen.

Erhard Schmelzer @30.06.2014

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