Pößnecker Joey Wrensch wird deutscher Jugendmeister

Greiz. Zu den deutschen Meisterschaften der Jugend B im freien Ringkampf waren 115 Ringer aus 17 Landesverbänden nach Hohenlimburg in Nordrhein-Westfalen gereist. Mit dem Trikot des Thüringer Ringerverbandes gingen 7 Nachwuchssportler auf die matte. Erfolgreichster Sportler war der aus einer Ringerfamilie stammende Pößnecker Joey Wrensch. Er startete in der mit 17 Sportlern besetzten 52kg-Klasse mit drei Erfolgen ohne einen Punkt abzugeben. Der Berliner Dac Vu wurde bereits nach 33 Sekunden beim Stand von 4:0 geschultert. Justin Lucht (Frankfurt/Oder) und der Württemberger Konrad Buchholz wurden mit technischer Überlegenheit 15:0 bezwungen. Erst im Poolfinale gegen den Württemberger Jordi Bauer gab er bei seinem vierten vorzeitigen Erfolg, einem Schultersieg beim Stande von 6:2 in der zweiten Minute, einen Punkt ab. Der Finalkampf am Sonntag gegen den Lokalmatadoren Abdurrahim Sekmen (KSV Hohenlimburg) wurde dann aber besonders spannend. Beim Stande von 2:2, die wegen der letzten Wertung zum Sieg für den Ringer der Gastgeber gereicht hätte, gelang dem Pößnecker praktisch mit dem Schlusspfiff noch eine Wertung. Der Videobeweis – beim Ringkampf neudeutsch Challenge genannt- ergab, dass Joey buchstäblich in aller letzter Sekunde noch eine Wertung gelungen war. Die Thüringer Delegation jubelte.

Silas Warmuth schrammt knapp am Finale vorbei

Von den beiden Greizer Startern verpasste Silas Warmuth (35 kg) die Medaillenränge knapp. Dabei hatte er einen sehr guten Start. Zuerst besiegte er Lewis Keysan, der aus der südbadischen Ringerhochburg Tennenbronn stammt, mit technischer Überlegenheit 16:0. Seinen Trainingspartner an der Sportschule Jena, den Apoldaer Tamiro Wagenknecht, schulterte er beim Stande von 14:0. Nun stand er im Poolfinale, ein Sieg hätte den Finaleinzug gesichert. Es entwickelte sich ein abwechslungsreicher spannender Kampf bei dem am Ende sein Gegner, der Rheinländer Kai Hanikel, knapp mit 18:17 Sieger blieb. Im Kampf um Bronze war der Radolfzeller Leon-Christian Braun mit 8:3 erfolgreich.
Leon Weller wurde in der mit 18 Teilnehmern besetzten 48 kg-Klasse im ersten Kampf vom späteren Fünften, dem Hessen Tomke Liewald (Rimbach) geschultert. Im zweiten Kampf kam er zwar zu einem klaren 12:0 über den Saarländer Tim-Leon Bahr (Riegelsberg), schied aber nach einer weiteren Schulterniederlage gegen den späteren Meisterschaftsachten Oskar Härdtner aus Baienfurt (Württemberg) aus dem Meisterschaftsrennen aus. Leon Weller landete auf Rang 11.

Einen weiteren vierten Platz für Thüringen erkämpfte der Jenaer Fabian Wächter, der wie sein Zwillingsbruder Felix in der 44 kg-Klasse rang. Nach einem 9:9 Punktsieg gegen einen bayerischen Widersacher schulterte er einen Gegner aus Nordrhein-Westfalen. Im Kampf um den Finaleinzug unterlag er dem Hallbergmooser Daniel Meyer, der später Zweiter wurde, mit 10:12. Im Kampf um Bronze musste sich Fabian Wächter dem Hessen Tim Gerlach (Kleinostheim) geschlagen geben. Felix Wächter belegte Rang neun. Der Apoldaer Lars Kramer (57 kg) kam auf Platz 15.

Ringergold auch für Waltershausen

Aber nicht nur im freien Stil konnte sich der Thüringer Ringerverband über einen deutschen Meistertitel freuen. Bei den gleichzeitig ausgetragenen Titelkämpfen im griechisch-römischen Stil im nordbadischen Laudenbach holte sich ein Thüringer Sportler den deutschen Meistertitel. Jamiro Bouktab (62 kg) von der ZSG Grün-Weiß Waltershausen erkämpfte sich die Goldmedaille. Eine Gewichtsklasse höher konnte Magnus Hötzel aus Albrechts (68 kg) Vizemeister werden, hier kam der Waltershausener Tom-Louis Trenker auf den vierten Rang. Für die gute Arbeit von Trainer Florian Crusius in Waltershausen spricht die Tatsache, dass die ZSG erstmals bei einer deutschen Meisterschaft in der Vereinswertung auf den vierten Platz kam.

Erhard Schmelzer

Von Service