Keine Chance

2.Bundesliga Nord: RSV Rotation Greiz gegen FC Erzgebirge Aue
84kg Griechisch-Römisch: Edgar Babayan (rotes Trikot), RSV Rotation Greiz - Attila Batky, FC Erzgebirge Aue - 0:3/PS-2:2-0:2-0:3/06:00

Ringen, 2. Bundesliga Nord: RSV Rotation Greiz unterliegt ersatzgeschwächt gegen starke Auer

GREIZ. Der Greizer Trainer Falk Schlehahn musste zum ersten Mal in dieser Saison seine Mannschaft massiv umbauen und dies ausgerechnet gegen den FC Erzgebirge Aue. Zwei Leistungsträger, Mateuzs Bierzanowski (60 kg/K) und Edgar Melkumov (66 kg/K), hatten am Wochenende ein Qualifikationsturnier in Polen, das über die Teilnahme an weiteren Internationalen Qualifikationsturnieren für die Olympischen Spiele in London entscheidet.

Da konnte der Verein beiden keine Steine in den Weg legen. Der FC Erzgebirge Aue reiste mit seiner zur Zeit stärksten Mannschaft an. Nur Petr Svehla fehlte, sonst hätten die Erzgebirgler sechs Ausländer eingesetzt.
Die RSV-Athleten konnten nur drei Mal die Matte siegreich verlassen.
Falk Schlehahn musste die Gewichtsklasse 66 kg Klassisch unbesetzt lassen und Florian Sieg (60 kg/K) gab sein Debüt in der Bundesligamannschaft. Ohne seine Bereitschaft, in dieser zu kämpfen, hätte der RSV keine kampffähige Mannschaft an diesem Tag gehabt.
So war im Prinzip schon vor dem Kampf klar, welche Mannschaft die Matte in der Jahnturnhalle als Sieger verlässt.
Merlin Sewina (55 kg/F) stand gegen den erfahrenen Pierre Vierling in den ersten beiden Runden auf verlorenem Posten. In Runde drei besann er sich auf sein ringerisches Talent und brachte den Auer an den Rand eines Rundenverlustes.
Diese Runde sollte dem jungen Greizer Auftrieb geben. Er verlor mit technischer Überlegenheit seines Gegners.

27 kg Gewichtsvorteil brachte der vielfache Deutsche Meister und Teilnehmer an den diesjährigen Weltmeisterschaften, Nico Schmidt, im Kampf gegen Michael Völkel (120 kg/K) mit auf die Matte. Diesen Vorteil nutzte er entsprechend aus. Gegen die Rollen des Erzgebirgers hatte der Greizer nichts entgegenzusetzen. Er unterlag mit technischer Überlegenheit des Auers.

Der Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften, Jan Hocko, war dem Jugendlichen Florian Sieg (60 kg/K) erwartungsgemäß überlegen. Vor allem mit Rollen kam der Tscheche in Diensten der Auer zu einem Sieg mit technischer Überlegenheit.

Sebastian Wendel (96 kg/F) war es vorbehalten, gegen Roman Meduna die ersten Punkt für Greiz zu erkämpfen. Die erste Runde gab der Greizer noch durch Unkonzentriertheit kurz vor Rundenschluss ab. Dann beherrschte er seinen Gegner und gewann den Kampf mit 3:1 Runden.

Im Kampf des Auers Steve Brylla gegen Radoslaw Kisiel (66 kg/F) rang letzterer von Beginn an sehr konzentriert und ließ dem Auer nicht den Hauch einer Chance. Er siegte mit technischer Überlegenheit.

Falk Schlehahn musste Edgar Babayan (84 kg/K) nach der zweiten Runde vom Kampfrichter wegziehen. Was war passiert? Sein Gegner Attila Batky, WM-Medaillengewinner und Teilnehmer an den Olympischen Spielen 2008 in Peking, nahm nicht die entsprechende Bankstellung ein, und der Kampfrichter Wetz aus dem bayerischen Schonungen piff trotzdem an. So aufgebracht hatte man den Armenier noch nicht gesehen. Mit all seiner Routine brachte der Slowake in Auer Diensten einen 3:0-Rundensieg über die Zeit.

Die Gewichtsklasse 66 kg/K konnte Greiz nicht besetzen, so kam Björn Schöniger kampflos zu vier Mannschaftspunkten.

Mit Willy Wendel, mehrfacher Medaillengewinner bei Deutschen Nachwuchsmeisterschaften, hatte Michael Dengler (84 kg/F) einen sehr ernstzunehmenden Gegner. Runde eins gewann der Greizer im Clinch. In den folgenden Runden war er stets der bestimmende Ringer und siegte verdient mit 3:0 Runden.

Konstantin Sommer (74 kg/F) konnte im Kampf gegen Robert Olle trotz der 0:3-Niederlage sein gewachsenes Leistungsvermögen nachweisen.

Einen Kampf auf Augenhöhe lieferten sich Toni Stade (74 kg/K) und Gabor Madarasi. Beide gingen in diesem Vier-Rundenkampf bis an ihre Grenzen und waren danach vollkommen ausgepowert. Der Ungar hatte kleine Vorteile und gewann mit 3:1 Runden.

Durch diese 11:26-Niederlage und die anderen Resultate schließt der RSV Rotation Greiz die Hinrunde auf dem dritten Platz in der Tabelle hinter der WKG Pausa/Plauen und dem KAV Mansfelder Land ab.

Am kommenden Sonnabend, dem 22. Oktober beginnt die Rückrunde, da werden die Karten neu gemischt, denn in vier Gewichtsklassen werden die Stilarten gewechselt. Die Rückrunde beginnt in Greiz mit einem Spitzenkampf. Der RSV trifft auf den Tabellenzweiten KAV Mansfelder Land.

Dietmar Wolf @15.10.2011

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