17. April 2021

DM-Ringen: Wendel und Sartakov ohne Sieg in Freiburg

Wendel und Sartakov ohne Sieg in Freiburg
Sebastian Wendel (blaues Trikot), RSV Rotation Greiz Foto: Uwe Sauer

Mit Sebastian Wendel und Daniel Sartakov starteten auch zwei Sportler des RSV Rotation bei den Deutschen Meisterschaften in Freiburg

FREIBURG/GREIZ. Bei den Deutschen Meisterschaften im Freistilringen der MĂ€nner, die wieder einmal im traditionellen Ringerzentrum Freiburg ausgetragen wurden, starteten auch zwei Sportler des RSV Rotation Greiz. WĂ€hrend Sebastian Wendel zusammen mit dem Jenaer Tillmann Germer den ThĂŒringer Ringerverband vertraten, nutzte Daniel Sartakov die Chance, mit Gaststartgenehmigung fĂŒr seinen Heimatverein Luftfahrt Berlin zu starten.

Die Generalprobe beim Internationalen Turnier in Bratislava verlief noch ĂŒberzeugend, bei der Premiere in Freiburg lief nicht viel zusammen.

Sebastian Wendel startete seit 2011 in der 96- bzw. 97 kg-Klasse – Starts aus taktischen GrĂŒnden im 125 kg-Limit nicht mitgerechnet. Dabei gelangen seitdem bei Junioren- und MĂ€nnermeisterschaften je eine Silber- und Bronzemedaille sowie zwei fĂŒnfte PlĂ€tze. Nun erstmals wieder in der 86 kg-Klasse startend, war man auf das Abschneiden gespannt. Es wurde aber nur ein kurzer Auftritt. Bereits die erste HĂŒrde, Marius Weiss vom SV Triberg aus SĂŒdbaden, war zu hoch. Der dreimalige Jugendmeister und amtierende Vizemeister der Junioren war zu stark. Der Greizer bekam auch mit seinen langen Armen den kleinen untersetzten Gegner zwar zweimal an den Beinen zu fassen, kam aber nicht zu Punkten. Die 1:4 Niederlage schien vermeidbar. In der Endabrechnung kam der in der nĂ€chsten Runde 10ausscheidende Weiss auf Platz fĂŒnf, der Greizer landete auf Rang 13.

Von einer Ă€ußerst unglĂŒcklichen Auslosung konnte Daniel Sartakov sprechen, der sich gleich neben die spĂ€teren Medaillengewinner loste. Sein Auftaktgegner war unter den 15 möglichen Widersachern einer der routiniertesten deutschen Ringer. Der fĂŒr den AC Köln-MĂŒlheim startende Samet DĂŒlger kĂ€mpft in der Bundesliga fĂŒr den deutschen Mannschaftsmeister ASV Nendingen, hat schon 14 Medaillen bei deutschen Meisterschaften erkĂ€mpft und war viermal Meister bei den MĂ€nnern. Bei neun Starts bei Europameisterschaften und vier WM-Teilnahmen sammelte er reichhaltige internationale Erfahrung. Bundestrainer Sven Thiele setzte ihn in diesem Jahr auch in der Olympiaqualifikation in der 65 kg-Klasse ein, die allerdings verpasst wurde. Zudem war Sartakov in der letzten Woche krank und konnte seine gewohnte Leistung nicht abrufen. Trainer Swen Lieberamm, der die Greizer betreute, machte seinem SchĂŒtzling nach der 0:10 Niederlage Mut: „Diesmal kam fast alle Negative zusammen, unter normalen Bedingungen hĂ€tte Daniel sich schon anders verkauft!“

Die Chance auf die Hoffnungsrunde war fĂŒr Daniel Sartakov bereits nach dem Viertelfinale beendet. Routinier DĂŒlger unterlag wohl bei einem Generationswechsel dem jĂŒngsten Spross einer Mainzer Ringerfamilie. Kubilay Cakici siegte mit 8:3 und gewann auch Halbfinale und Finale sicher. DĂŒlger wurde zwar noch Dritter, aber Daniel Sartakov musste mit Platz 15 zufrieden sein.

Erhard Schmelzer @08.06.2016

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