Ringen: Eyleen Sewina erringt Bronze bei Deutscher Meisterschaft

DM-Ringen: Männer und Frauen Freistil in Freiburg
Bei den Deutschen Meisterschaften belegte Eyleen Sewina vom RSV Rotation Greiz (l.) den dritten Platz. Foto: Uwe Sauer

Ringen: Mit einem 7:2 Sieg sicherte sich Eyleen Sewina die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften

FREIBURG/GREIZ. Am Anfang sah es nicht so gut aus. Eigentlich hatten bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen, die zusammen mit den Freistiltitelkämpfen der Männer in Freiburg stattfanden, in der Gewichtsklasse 63 kg nur sieben junge Frauen gemeldet. Nach der endgültigen Meldung am Kampftag hatte sich die Anzahl der Teilnehmerinnen allerdings auf neun erhöht. Nun musste ein Qualifikationskampf durchgeführt werden, um auf die Summe von acht Kämpferinnen zu kommen. Und beim Losen, das gleichlaufend mit dem Wiegen durchgeführt wird, erwischte es die einzige Teilnehmerin vom RSV Rotation Greiz. Sie musste gegen eine alte Bekannte antreten; Viviane Herda vom KSV Witten. Diese Auseinandersetzung hatte eine Vorgeschichte. Vor zwei Jahren standen sich beide Sportlerinnen im Finale der weiblichen Jugend gegenüber. Damals erkämpfte die Sportlerin aus Greiz mit einem 6:5 Sieg den Meistertitel und ihren bisher größten Erfolg. Doch dann kam das dicke Ende. Aus EM- und WM-Teilnahme wurde nichts. Die Auswahltrainer ließen die Zweitplatzierte starten, die bei der EM Bronze gewann und bei der WM immerhin Zehnte wurde.

Der Auftaktkampf am Samstag verfügte also über genügend Brisanz. Nach sechs Minuten stand die 1:7 Niederlage der einzigen Vertreterin des Thüringer Ringerverbandes fest. Nun hatte Eyleen nur die Chance weiterzukämpfen, wenn ihre Bezwingerin ins Finale vordringen konnte. Aber die Wittenerin ist in diesem Jahr in großartiger Form, wurde bereits Juniorenmeisterin in der 59 kg-Klasse und gewann auch die beiden nachfolgenden Kämpfe klar. Auf Grund einer Verletzung konnte sie allerdings im Finale nicht antreten und musste sich mit der Silbermedaille begnügen. Deutsche Meisterin wurde somit kampflos mit Luzie Manzke Eyleens neue Trainingspartnerin beim Stützpunkt Frankfurt/Oder.

Wenn Eyleen sich nun noch Bronze sichern wollte, musste sie die beiden von Herda besiegten Gegnerinnen ebenfalls bezwingen. Mit Rosalie Pfaff vom südbadischen SV Triberg, die auch schon deutsche Jugendmeisterin war, stand sie bei den diesjährigen Juniorenmeisterschaften im Kampf um Silber. Damals siegte Eyleen hauchdünn mit 3:2. Diesmal konnte sie den Kampf klar mit 5:0 für sich entscheiden. Im Finale der Hoffnungsrunde hieß die nächste Gegnerin Eveline Neumann und kam vom RC Cottbus. Mit einem 7:2 Sieg sicherte sich Eyleen Sewina die Bronzemedaille. Der Greizer Trainer Swen Lieberamm, der die Kämpfe der Frauen beobachtete: „Die Kämpfe in der Hoffnungsrunde wurden sehr sicher geführt. Die Gegnerinnen klar beherrscht.“ Die so schwierig begonnene Meisterschaft fand so doch noch ein positives Ende. Es war übrigens seit 2011 die siebende Medaille bei deutschen Meisterschaften für Eyleen Sewina. Hut ab!

Erhard Schmelzer @06.06.2016

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