Bundesliga Ringen: Am 8. September soll mit acht Teams in die Hauptrunde gestartet werden

Freundschaftskampf: Vogtland ringt gegen fränkische Auswahl
Trainer Matthias Fornoff und Janik Rausch, ASC Bindlach e.V. (Frankenauswahl)

Pressemeldung sorgt allerdings für Diskussion – Zieht der ASC Bindlach seine Mannschaft wirklich aus der 1. Bundesliga zurück?

GREIZ. Die Staffel Südost der Bundesliga im Ringen sollte planmäßig am 8. September 2018 mit acht Teams in die Hauptrunde starten. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Mitteldeutschland, der RSV Rotation Greiz, beginnt die Saison mit einem Heimkampf gegen den TSV Westendorf. Zeitgleich sollte der Aufsteiger aus der bayerischen Oberliga, der ASC Bindlach, beim Ligakonkurrenten FC Erzgebirge Aue antreten.
Ob es zu diesem Kampf kommen wird, ist jetzt allerdings fraglich.
Bereits am Freitag meldete eine sächsische Zeitung – allerdings ohne Quellenangabe – den Rückzug der Bindlacher aus dem Oberhaus der Ringer. Am Samstag gab es in den sozialen Medien, allerdings auf kleiner Flamme, einige Diskussionen bezüglich des Ligaverbleibs des fränkischen Vereines.
Am Sonntag konnte mit Matthias Fornoff, dem 1.Vorsitzenden des Bindlacher Ringervereins gesprochen werden. Der Landestrainer des bayerischen Verbandes, der sich auf der Rückfahrt von der deutschen Meisterschaft der weiblichen Jugend in Warnemünde befand, korrigierte einiges: „Beim ASC Bindlach, der erstmals in der deutschen Eliteliga eingeordnet wurde, konnten bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht alle Probleme, die beim Aufstieg zu bewältigen sind, aus dem Weg geräumt werden. Wir machen es uns nicht leicht und werden alles versuchen um eine leistungsstarke Mannschaft auf die Beine zu stellen. In der nächsten Woche stehen wichtige Gespräche an, die für unsere Entscheidung maßgebend sein werden.“

Wurde der ASC Bindlach Opfer seines sportlichen Verhaltens?

Ursprünglich plante der DRB die Bundesligasaison 2018 mit 28 Teams in drei Staffeln. Nach dem Rückzug des SV Triberg aus dem Schwarzwald und dem Nichtaufstieg der zweiten Vertreter aus den Regionalligen Baden-Württemberg und Mitteldeutschland sowie des Vertreters von Nordrhein-Westfalen standen nur noch 24 Mannschaften zur Verfügung.
Unterschiedlich war die Herangehensweise der regionalen Verbände an die Aufstiegsfrage. Während in der Regionalliga Mitteldeutschland das Aufstiegsrecht galt, gab es beim bayerischen Verband eine Aufstiegspflicht.
Die Folgen waren vorhersehbar.
In der Regionalliga Mitteldeutschland kam es zu spannenden Finalkämpfen, die in vollen Hallen zwischen Greiz und Markneukirchen mit einem hauchdünnen Sieg für das Team aus Ostthüringen endeten.
In Baden-Württemberg und Bayern z.B. sah es anders aus. Regionale Zeitungen und soziale Medien berichteten mehrmals von ungewöhnliche Aufstellungen favorisierter Mannschaften, die dann auch „überraschend“ unterlagen.
Der ASC Bindlach, nicht unbedingt als Aufstiegskanditat der Staffel in die Saison gegangen, beteiligte sich nicht an solchen Manipulationen und wurde in der Saison 2017 hinter der zweiten Vertretung von Johannis Nürnberg Vizemeister in der bayerischen Oberliga vor Lichtenfels, Freising, Hof und Untergriesbach, was nach den Regelungen des bayerischen Verbandes den Aufstieg in die Bundesliga bedeutete.
Bleibt zu hoffen, dass die Bindlacher ihre Probleme in den Griff bekommen, ihre Bundesligakämpfe bestreiten können und die Mannschaften der Bundesliga Staffel Südost, durch den Ausfall eines Heimkampfes nicht die Zeche für die Abschaffung der 2.Bundesliga und das Verhalten einiger bayerischer Oberligateams zahlen müssen.

Erhard Schmelzer @11.06.2018

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