26. Oktober 2020

Ringervereine im Kampf mit der Corona-Pandemie

2.Bundesliga Nord: RSV Rotation Greiz gegen WKG Pausa/Plauen endet 23:11
Blick in die vollbesetzte Halle

Seit dem 7.März haben in Deutschland keine Wettkämpfe im Ringen mehr stattgefunden. Eine Woche später kam dann aus Corona – Gründen auch das Stoppzeichen für den Trainingsbetrieb und alle Wettkämpfe wurden bis auf weiteres abgesagt. Im Juli konnte dann zwar – noch mit großen Auflagen belastet – beim RSV Rotation Greiz das Training wieder beginnen. Der ursprünglich für den 19.September vorgesehene Bundesligastart wurde aber abgesagt und erst vor einigen Tagen auf den 3.Oktober neu terminiert. Allerdings haben in der Zwischenzeit 9 der ehemals 26 Bundesligisten in dieser Saison auf einen Start in der obersten deutschen Liga verzichtet. Zu den neun Teams, die ein Jahr aussetzen möchten, gehört auch der einzige Vertreter Thüringens, der RSV Rotation Greiz. Die Ende Juli getroffene Entscheidung scheint je näher der Saisonstart rückt, immer richtiger zu werden. Noch immer finden selbst Fußball-Bundesligaspiel ohne Zuschauer im Stadion statt. Die Corona – Situation ist auf keinen Fall übersichtlicher geworden. Virologen, Mediziner, Politiker und Journalisten widersprechen sich in ihren Aussagen zum Thema fast täglich. Bei den Bemühungen die Pandemie in den Griff zu bekommen unterscheiden sich die Aktivitäten der einzelnen Bundesländer entschieden. Auch um die zwischenzeitlich – solange es keinen zuverlässigen Impfstoff gibt – zum Nonplusultra erklärten Corona- Warn-App ist es sehr still geworden.
Am Dienstag (15.September) kam nun eine bundesweite Lösung in Sicht. Die Chefs der Staatskanzleien der einzelnen Bundesländer formulierten ihre Absicht wieder tausende Besucher (20 Prozent der Stadionkapazität) zur Ersten Fußball-Bundesliga zuzulassen. Bei Hallensportarten wie Basketball, Eishockey, Handball, Volleyball und auch Ringen soll demnächst von dem gleichen Prozentsatz ausgegangen werden.
In den Vorjahren konnten die Greizer Bundesligaringer oftmals mehr als 1 000 Besucher begrüßen. Da das derzeit nun nicht mehr möglich sein kann, hat der Greizer Ringerverein mit der Absage der Bundesligakämpfe wohl auf das richtige Pferd gesetzt. Ligakonkurrent KSV Witten aus Nordrhein-Westfalen, der weiter auf einern Saisonstart hofft und zu dem die Greizer Mateusz Wolny und Daniel Sartakov gewechselt sind, darf noch jetzigen Vorgaben nur maximal 300 Besucher einlassen. Man hat deshalb die Ticketpreise massiv erhöht. Die billigste Tageskarte kostet 17,50 Euro, die teuerste 35,- Euro. Die teuerste Dauerkarte – wenn die Endrunde nicht erreicht wird, stehen nur vier Kämpfe an – ist für 150,- Euro zu erwerben. Nach eigenen Angaben kamen im Vorjahr lediglich 330 Zuschauer im Schnitt zu den Heimkämpfen in Witten. Solche Einnahmen in Greiz zu erzielen ist völlig utopisch. Selbst wenn solche Eintrittspreise erhoben würden, käme der Verein durch die beschränkte Zuschauerkapazität in die roten Zahlen.

Saisonstart für Landes- und Jugendliga am 3.Oktober

Realistisch hingegen ist es in der weit über tausend Zuschauer fassenden Sporthalle in Greiz-Aubachtal Ringerwettkämpfe mit der zweiten Mannschaft, in der nur Sportler vertreten sind, die im Freistaat Thüringen beheimatet sind, und auch wieder in der Jugendliga auszutragen. Die Saison in beiden Ligen beginnt mit Heimkämpfen am 3.Oktober um 19:30 Uhr gegen die WKG Weißwasser/Cottbus. Bereits zwei Stunden früher kämpft die Greizer Jugendmannschaft gegen die WKG Pausa/Plauen. Neben diesen beiden Teams kämpfen in der Jugendliga Sachsen die Vereine aus Lugau, Thalheim und von Titelverteidiger Aue. Der Werdauer und Weißwasseraner Nachwuchs verzichtete kurzfristig auf einen Start. Das Greizer Nachwuchsteam konnte in den Jahren 2010 bis 2015 viermal den Meistertitel in der Jugendliga erringen. Von 2016 bis 2019 war es nicht möglich alle Gewichtsklassen zu besetzen, so dass kein Start möglich war. Nun soll mit jungen bei
Mannschaftskämpfen völlig unerfahrenen Sportlern ein Neustart erfolgen.
An diesem Wochenende, an dem die Fußballer des FC Bayern in München ohne Zuschauer spielen müssen, da die Neuinfektionen (Sieben-Tages-Inzidenz) dort am Mittwoch den Wert von 45,53 erreicht hatte, können sich die Greizer Sportler aller Altersklassen mit einem dreitägigen Trainingslager auf die Saison vorbereiten. Laut Gesundheitsamt in Greiz lag die Sieben-TagesInzidenz am Freitag bei 2.

Ansetzungen des RSV Rotation Greiz in der Saison 2020:

VR = Vorrunde
RR = Rückrunde

Sonnabend, 03.Oktober VR 17:30 Uhr RSV Rotation Greiz (Jugend) – WKG Pausa/Plauen
VR 19:30 Uhr RSV Rotation Greiz II – WKG Weißwasser/Cottbus
Sonnabend, 10.Oktober VR 17:30 Uhr WKG Gelenau/Chemnitz II – RSV Rotation Greiz II
Sonnabend, 17.Oktober VR 17:30 Uhr RV Thalheim II – RSV Rotation Greiz II
Sonnabend, 31.Oktober RR 13:30 Uhr FC Erzgebirge Aue – RSV Rotation Greiz (Jugend)
VR 17:00 Uhr WKG Weißwasser/Cottbus – RSV Rotation Greiz II
Sonnabend, 07.November VR 17:30 Uhr RSV Rotation Greiz (Jugend) – RVE Lugau
RR 19:30 Uhr RSV Rotation Greiz II – WKG Gelenau/Chemnitz II
Sonnabend, 14.November VR 17:30 Uhr RSV Rotation Greiz (Jugend) – RV Thalheim
RR 19:30 Uhr RSV Rotation Greiz II – RV Thalheim II
Sonnabend, 21.November RR 17:30 Uhr RVE Lugau – RSV Rotation Greiz (Jugend)
Sonnabend, 28.November RR 16:00 Uhr RV Thalheim – RSV Rotation Greiz (Jugend)
Sonnabend, 05.Dezember RR 17:30 Uhr RSV Rotation Greiz (Jugend) – FC Erzgebirge Aue
Sonnabend, 12.Dezember RR 15:30 Uhr WKG Pausa/Plauen – RSV Rotation Greiz (Jugend)

Inder Zeit vom 28.November bis 19.Dezember findet für die Männermannschaft die Endrunde mit je zwei Heim- und Auswärtskämpfen statt. Die Gegner stehen spätestens am 21.November fest.

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