22. Januar 2021

Letzte Ringkampfveranstaltung in der Greizer Jahnturnhalle

Jahnturnhalle
80 Jahre lang war die Jahnturnhalle die Traditionskampfstätte des RSV Rotation Greiz. Archiv: Vogtlandspiegel

Werdau ist nach 83 Jahren letzter Gegner in der Greizer Jahnturnhalle

GREIZ. Am Sonnabend ist es soweit, die traditionsreiche Greizer Jahnturnhalle hat ausgedient. Seit fast genau 83 Jahren fanden hier spannende und hochklassige Ringk√§mpfe statt. Im neuen Wettkampfjahr, die Mannschaftskampfsaison der Ringer 2015 beginnt wie √ľblich Ende August/Anfang September, werden die Greizer Ringer ihr neues Domizil in der neuen Zweifelderhalle in Greiz-Aubachtal bezogen haben. Aber noch einmal wird es hei√ü hergehen in der altehrw√ľrdigen Sportst√§tte. Zum Abschluss der Saison stehen noch einmal drei wichtige Mannschaftsk√§mpfe auf den Programm.

Kann die zweite Mannschaft die Sensation schaffen und den Titel in der s√§chsisch-th√ľringischen Meisterschaft gewinnen?

In der Landesliga ging man in diesem Jahr neue Wege. Nach der Meisterschaft in den L√§ndern Th√ľringen und Sachsen wird nun noch der Gesamtmeistertitel der beiden L√§nder ausgerungen. Fachleute rechneten mit einem s√§chsischen Erfolg. Greiz II brachte die Sensation fertig im Kampf um den Th√ľringer Meistertitel Bundesligaabsteiger Jena auf den zweiten Platz zu verweisen. In der Folge konnte der s√§chsische Vizemeister Wei√üwasser in zwei dramatischen Vergleichen bezwungen werden. Nun stehen sich Th√ľringenmeister Greiz II und Sachsenmeister FC Erzgebirge Aue II in Vor- und R√ľckkampf in Greiz gegen√ľber. Beide Vereine liegen Brust an Brust. Wer in der Gesamtwertung beider K√§mpfe besser ist, wird erster th√ľringisch/s√§chsischer Meister werden. Sollte eine Mannschaft beide K√§mpfe verlieren, belegt diese hinter Jena den dritten Platz. Sachsens Vize Wei√üwasser wird nicht √ľber den vierten Platz hinauskommen. Der Greizer Teammanager Hans-Peter Zipfel wird alles tun um eine starke Truppe aufzustellen, die nach dem zweiten Kampf die Goldmedaillen in Empfang nehmen kann. Leicht wird dies nicht, da durch die Ausf√§lle in der ersten Mannschaft auch die zweite in Mitleidenschaft gezogen ist. Der Vorkampf wird 15:00 Uhr angepfiffen, der R√ľckkampf beginnt 16:00 Uhr. Beide K√§mpfe werden vom Plauener Kampfrichter Jens Fischbach geleitet.

Derby gegen den AC 1897 Werdau setzt den Schlusspunkt

Beim letzten Kampftag der 2.Bundesliga gegen den Nachbarverein AC 1897 Werdau wird der RSV Rotation Greiz zum Jahresende noch einmal voll gefordert werden. Seit mehr als 50 Jahren sind die Greizer gegen die Westsachsen ungeschlagen. Kann diese Erfolgsbilanz fortgeschrieben werden? Die Werdauer werden noch einmal alles auf eine Karte setzen. Allen Unkenrufen wegen finanzieller Problem zum Trotz liegen die Werdauer nach 15 K√§mpfen auf den dritten Tabellenplatz in der 2.Bundesliga Nord. Mit einem Sieg in Greiz w√ľrden sie sich erstmals eine Bundesligamedaille sichern. F√ľr den Titelverteidiger des Vorjahres aus Greiz sind nach einer unvergleichlichen Verletzungsserie alle Medaillentr√§ume geplatzt. Trotzdem wurde der ersatzgeschw√§chten Mannschaft von den Gegnern immer hervorragende Moral und Kampfbereitschaft bescheinigt. Oftmals wuchs das RSV-Team √ľber sich hinaus und lieferte Superk√§mpfe. Kulminationspunkt war der Vorkampf in Werdau, als Greiz nach dramatischen und hochklassigen K√§mpfen mit 10:9 siegte. Am Sonnabend ab 17:30 Uhr, der Vergleich wurde auf Grund der danach stattfindenden Weihnachtsfeier vorverlegt, k√∂nnte es drei- oder viermal zu den gleichen Kampfpaarungen, wie im Vorkampf kommen. Schon allein der Freistilkampf zwischen Adam Sobieraj (75 kg) und dem Ungarn Zsombor Gulyas ist das Eintrittsgeld wert. Der Greizer Trainer Tino Hempel ist optimistisch: ‚ÄěWerdau ist eine Mannschaft, die uns von ihrer Zusammensetzung her liegt. Wenn unsere Pl√§ne aufgehen, werden wir uns von unseren Anh√§ngern und von der Jahnturnhalle mit einem Sieg verabschieden.‚Äú

Erhard Schmelzer @18.12.2014

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