25. Juli 2021

Letzte Ringkampfveranstaltung in der Greizer Jahnturnhalle

Jahnturnhalle
80 Jahre lang war die Jahnturnhalle die TraditionskampfstÀtte des RSV Rotation Greiz. Archiv: Vogtlandspiegel

Werdau ist nach 83 Jahren letzter Gegner in der Greizer Jahnturnhalle

GREIZ. Am Sonnabend ist es soweit, die traditionsreiche Greizer Jahnturnhalle hat ausgedient. Seit fast genau 83 Jahren fanden hier spannende und hochklassige RingkĂ€mpfe statt. Im neuen Wettkampfjahr, die Mannschaftskampfsaison der Ringer 2015 beginnt wie ĂŒblich Ende August/Anfang September, werden die Greizer Ringer ihr neues Domizil in der neuen Zweifelderhalle in Greiz-Aubachtal bezogen haben. Aber noch einmal wird es heiß hergehen in der altehrwĂŒrdigen SportstĂ€tte. Zum Abschluss der Saison stehen noch einmal drei wichtige MannschaftskĂ€mpfe auf den Programm.

Kann die zweite Mannschaft die Sensation schaffen und den Titel in der sĂ€chsisch-thĂŒringischen Meisterschaft gewinnen?

In der Landesliga ging man in diesem Jahr neue Wege. Nach der Meisterschaft in den LĂ€ndern ThĂŒringen und Sachsen wird nun noch der Gesamtmeistertitel der beiden LĂ€nder ausgerungen. Fachleute rechneten mit einem sĂ€chsischen Erfolg. Greiz II brachte die Sensation fertig im Kampf um den ThĂŒringer Meistertitel Bundesligaabsteiger Jena auf den zweiten Platz zu verweisen. In der Folge konnte der sĂ€chsische Vizemeister Weißwasser in zwei dramatischen Vergleichen bezwungen werden. Nun stehen sich ThĂŒringenmeister Greiz II und Sachsenmeister FC Erzgebirge Aue II in Vor- und RĂŒckkampf in Greiz gegenĂŒber. Beide Vereine liegen Brust an Brust. Wer in der Gesamtwertung beider KĂ€mpfe besser ist, wird erster thĂŒringisch/sĂ€chsischer Meister werden. Sollte eine Mannschaft beide KĂ€mpfe verlieren, belegt diese hinter Jena den dritten Platz. Sachsens Vize Weißwasser wird nicht ĂŒber den vierten Platz hinauskommen. Der Greizer Teammanager Hans-Peter Zipfel wird alles tun um eine starke Truppe aufzustellen, die nach dem zweiten Kampf die Goldmedaillen in Empfang nehmen kann. Leicht wird dies nicht, da durch die AusfĂ€lle in der ersten Mannschaft auch die zweite in Mitleidenschaft gezogen ist. Der Vorkampf wird 15:00 Uhr angepfiffen, der RĂŒckkampf beginnt 16:00 Uhr. Beide KĂ€mpfe werden vom Plauener Kampfrichter Jens Fischbach geleitet.

Derby gegen den AC 1897 Werdau setzt den Schlusspunkt

Beim letzten Kampftag der 2.Bundesliga gegen den Nachbarverein AC 1897 Werdau wird der RSV Rotation Greiz zum Jahresende noch einmal voll gefordert werden. Seit mehr als 50 Jahren sind die Greizer gegen die Westsachsen ungeschlagen. Kann diese Erfolgsbilanz fortgeschrieben werden? Die Werdauer werden noch einmal alles auf eine Karte setzen. Allen Unkenrufen wegen finanzieller Problem zum Trotz liegen die Werdauer nach 15 KĂ€mpfen auf den dritten Tabellenplatz in der 2.Bundesliga Nord. Mit einem Sieg in Greiz wĂŒrden sie sich erstmals eine Bundesligamedaille sichern. FĂŒr den Titelverteidiger des Vorjahres aus Greiz sind nach einer unvergleichlichen Verletzungsserie alle MedaillentrĂ€ume geplatzt. Trotzdem wurde der ersatzgeschwĂ€chten Mannschaft von den Gegnern immer hervorragende Moral und Kampfbereitschaft bescheinigt. Oftmals wuchs das RSV-Team ĂŒber sich hinaus und lieferte SuperkĂ€mpfe. Kulminationspunkt war der Vorkampf in Werdau, als Greiz nach dramatischen und hochklassigen KĂ€mpfen mit 10:9 siegte. Am Sonnabend ab 17:30 Uhr, der Vergleich wurde auf Grund der danach stattfindenden Weihnachtsfeier vorverlegt, könnte es drei- oder viermal zu den gleichen Kampfpaarungen, wie im Vorkampf kommen. Schon allein der Freistilkampf zwischen Adam Sobieraj (75 kg) und dem Ungarn Zsombor Gulyas ist das Eintrittsgeld wert. Der Greizer Trainer Tino Hempel ist optimistisch: „Werdau ist eine Mannschaft, die uns von ihrer Zusammensetzung her liegt. Wenn unsere PlĂ€ne aufgehen, werden wir uns von unseren AnhĂ€ngern und von der Jahnturnhalle mit einem Sieg verabschieden.“

Erhard Schmelzer @18.12.2014

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