Mitteldeutsche Meisterschaft Freistil 2021 in Pausa

Mit acht jungen Nachwuchsringer startete der RSV Rotation Greiz bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Jugend C und D in Pausa. Zum ersten mal gingen dabei Greizer Sportler in der neuen Pausaer Sporthalle auf die Matten. Die rührigen Pausaer Funktionäre hatten für die 186 Sportler aus 42 deutschen Vereinen hervorragende Bedingungen geschaffen. Ein besonderes Lob sollte an Hallensprecher Andreas Seidel gehen, der für einen zügigen Ablauf sorgte. Nicht so recht nachempfinden konnten aber zahlreiche Trainer manche Entscheidungen des Kampfgerichtes, was nach den reibungslosen Abläufen in der Vorwoche bei den Turnieren in Werdau doch sehr überraschte. Greizer Sportler waren auch von Fehlentscheidungen betroffen, doch hatte das keine Auswirkungen auf ihre Platzierungen.
Warum der Sächsische Ringerverband sich bei seinen offiziellen Turnieren nicht für das Betriebssystem entscheidet, das auch für die Mannschaftskämpfe von der Bundesliga bis zur Jugendliga Sachsen Anwendung findet, ist nicht nachzuempfinden. Beim KSV-Pokal an gleicher Stätte vor zwei Wochen waren die Ergebnisse in Sekunden übersichtlich abrufbar. Diesmal musste man die Resultate mühselig aus einem Wust von Nebensächlichkeiten heraussuchen, ohne dass die Punktstände der einzelnen Resultate – abgesehen von der Finalkämpfen – erkennbar war. Ein Systemfehler trug noch dazu bei, dass die Ergebnisse erst am Ende der Woche abrufbar waren.
Die Greizer, die ihre Stärken bei der C-Jugend hatten, eroberten einen ganzen Medaillensatz und belegten noch einen fünften Rang. Damit kamen die Greizer mit 18 Punkten auf den achten Rang in der Vereinswertung. Bei der C-Jugend war das sogar das zweitbeste Ergebnis aller Vereine. Nur die starke Mannschaft vom SV Preußen Berlin (49 Punkte), die in beiden Altersklassen überragte, war hier erfolgreicher. Der Zweite und der Dritte in der Vereinswertung, die in den letzten Jahren sehr stark gewordenen Hessen aus Wolfhagen und die Potsdamer waren mit 24 Punkten nicht so weit entfernt.
Den Meistertitel sicherte sich Silas Warmuth (31 kg), der sich im Pool gegen seine drei Widersacher durchsetzte und im Finale den Württemberger Joel Knödler (SC Korb) mit 8:3 bezwang. Für die größte Überraschung sorgte in der gleichen Gewichtsklasse Hassan Bersanukaev, der noch nicht lange trainiert und Dritter wurde. In Werdau hatte er noch gegen seine Gegner aus Dessau und Taucha Schulterniederlagen einstecken müssen, nun platzierte es sich eindeutig vor ihnen. Leon Weller (46 kg) erkämpfte sich gegen Kontrahenten aus Eisleben, Leipzig und Potsdam sicher den Finaleinzug, musste sich dort aber gegen Elias Bolich (Preußen Berlin) mit 2:8 geschlagen geben. Dominik Gasser (34 kg) musste fünf Kämpfe bestreiten, von denen er drei siegreich gestalten konnte. Gegen die Turnierzweiten und -dritten musste er Niederlagen einstecken, im Kampf um Platz fünf bezwang er den Potsdamer Lennox Conrad mit 14:5. Die C-Jugendlichen Arthur Reim (38 kg) und Bruno Rüger (42 kg) konnten die Platzierungskämpfe nicht erreichen. Ebenso erging es den beiden D-Jugendlichen Walter Reim (29 kg ) und den noch recht unerfahrenen Jonas Schöndorfer (31 kg).

Erhard Schmelzer