Bundesliga-Rückrunde der Ringer mit drei Spitzenkämpfen in GreizBundesliga-Rückrunde der Ringer mit drei Spitzenkämpfen in Greiz

Den Anfang macht am Sonnabend der vierfache Meister aus Mainz

Mit dem vierten Tabellenplatz nach Abschluss der Vorrunde in der 1. Bundesliga haben die Greizer Ringer eine vielbeachtete Leistung vollbracht. Nun stehen im zweiten Teil der Hauptrunde noch einmal sechs Kämpfe auf dem Programm, bei denen gegenüber der Vorrunde in jeder Gewichtsklasse die Stilarten getauscht werden. Danach schließt sich für die stärksten Teams die Endrunde an. Um diese zu erreichen, muss mindestens der 11. Tabellenplatz erreicht werden. Ein Ziel, dass der RSV Rotation Greiz durchaus erreichen kann.
Für die Greizer Zuschauer bedeutet das äußerst spannende Wettkämpfe in der Greizer Sporthalle: denn drei der vier Spitzenteams, auf die der RSV trifft, müssen in der Halle An der Eisbahn antreten. Bei den Auswärtskämpfen muss der RSV zum amtierenden Meister nach Burghausen (21.November). Bei den beiden anderen Auswärtskämpfen gegen den Aufsteiger aus dem Stuttgarter Vorort Weilimdorf (8.November) und zum Rundenabschluss beim saarländischen Vertreter ASV Hüttigweiler (5.Dezember) nehmen die Ostthüringer die Favoritenrolle ein.

Bei den Heimkämpfen beginnt der heiße Start bereits am Sonnabend um 19:30 Uhr gegen den ASV Mainz 88. Im Vorkampf trifft die zweite Greizer Vertretung ab 17:30 Uhr auf den Ringerverein Chemnitz. Nach dieser Runde tritt auf Grund der in Kasachstan stattfindenden Weltmeisterschaften in der Bundesliga eine zweiwöchige Wettkampfpause ein. Der nächste Heimkampf findet deshalb erst am 14.November statt. Gegner wird dann der bisher ungeschlagene Tabellenführer SC Kleinostheim sein. Letzter Gegner im Heimkampf in der Rückrunde ist dann der KSV Witten (28.November), gegen den die Greizer im Vorjahr zu Hause ganz knapp unterlagen aber auswärts siegreich blieben. Drei Paarungen, die für Spannung und Dramatik im Greizer Hexenkessel sorgen werden. Dabei wird es ganz spannend zugehen.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Teams nach den Weltmeisterschaften mit weiteren Spitzenringern aus aller Welt antreten werden und sich die Tabelle doch etwas verändern dürfte.

Der ASV Mainz hat im Vorjahr die Endrunde der besten acht Mannschaften nicht erreicht und sich deshalb auf mehreren Positionen signifikant verstärkt; unter anderem mit dem amtierenden Weltmeister Ulvi Ganizadeh (72 kg/g) und dem ehemaligen türkischen Vizeeuropameister Ekrem Öztürk (61 kg/g). Auch wenn anzunehmen ist, dass der Titelverteidiger sich auf die anstehende WM konzentriert, stehen im 24-köpfigen Bundesligakader der Rheinhessen gerade in den mittleren Gewichtsklassen Spitzenathleten zur Wahl für Trainer Bichinashvili: 75 kg/g: Mehmet Mustafa Sahin, Türkei – Dritter EM 2025, 75 kg/f: Timur Bizhoev, Russland – Dritter EM 2026.

Überraschend ist der aus dem Iran stammende deutsche Meister von 2025, Pouria Taherkani, der damals im Finale Lucas Kahnt bezwang, wieder in die 80 kg-Klasse zurückgekehrt. Bei der deutschen Meisterschaft dieses Jahres starteten – nachdem der Deutsche Ringer-Bund bekannt gab, dass aus finanziellen Gründen nur noch olympische Gewichtsklassen gefördert werden, sowohl der Greizer als auch Taherkani in der 86 kg-Klasse. Diesmal warf der Greizer im Halbfinale den Mainzer aus dem Titelrennen. Kommt es am Sonnabend wieder zu diesem prestigeträchtigen Duell?

Bericht: Erhard Schmelzer