Lucas Kahnt wieder im Finale und wird Vize-Deutscher Meister 2026
Die Kämpfe begannen am Freitag bereits um 9:30 Uhr mit der Qualifikation im griechisch-römischen Stil. Joel Wrensch (72 kg) traf bereits im fünften Kampf des Morgens auf Alexander Riefling aus Bad Kreuznach. Der Rheinländer kam beim Stande von 8:2 zum Schultersieg. Da er in der nächsten Runde gegen einen Kontrahenten aus Bayern unterlag, konnte Joel Wrensch nicht in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen.
Im freien Stil kämpfte Fabian Wächter und sein Zwillingsbruder Felix für den KSC Motor Jena in der Gewichtskasse 74 kg. Fabian unterlag zum Auftakt gegen Maik Braun aus Graben-Neudorf in Nordbaden 0:11, Felix wurde vom Auer Tony Lehmann 5:3 bezwungen. In der nächsten Runde schied Lehmann gegen Braun aus. Durch die Halbfinalniederlage von Braun gegen den Nürnberger Rostislav Leicht war auch die Chance von Fabian Wächter auf das Weiterringen dahin.
Mit besonderer Spannung wurde das Auftreten des zweimaligen deutschen Meisters Lucas Kahnt entgegengefiebert, der auf Grund einer Verletzung die gesamte letzte Mannschaftskampfsaison verpasste. Der deutsche Meister von 2023 und 2024 unterlag im Vorjahr im Finale dem eingebürgerten Iraner Puria Taherkhani. In der Zwischenzeit kämpft Lucas Kahnt in der Gewichtsklasse 86 kg. Nach einem Freilos traf er im Viertelfinale auf Jeremy Weinhold aus Ludwigshafen. Der veranlagte Nachwuchsringer aus der Pfalz kämpft für einen der führenden Bundesligavereine, dem SV Germania Weingarten. Der Greizer konnte sich klar mit 6:0 durchsetzen und traf im Kampf um den Einzug ins Finale auf den ebenfalls eine Gewichtsklasse nach oben gegangenen Taherkhani (ASV Mainz 88). In der Neuauflage des vorjährigen Finals hatte diesmal wieder der Greizer das bessere Ende für sich und siegte 3:2. Am heutigen Freitagabend bestritt Lucas Kahnt zum vierten Mal in vier Jahren einen Finalkampf bei einer deutschen Meisterschaft. Gegner war der Titelverteidiger Joshua Morodion aus Berlin, der in der Bundesliga für den Spitzenverein Kleinostheim kämpft.
Leider verlor Lucas dieses Finale mit 1:6 Punkten und wurde zum dritten Mal in seiner Laufbahn Deutscher Vize-Meister. Am Ende des Tages, eine starke Leistung.
Am Sonnabend, dem Abschlusstag, kämpfen noch einmal drei Greizer Mannschaftsringer. Im freien Stil zählt Karamjeet Holstein (61 kg) zu den Favoriten. Im Schwergewicht möchte auch Lukas Gansi (125 kg) mit um die Medaillen kämpfen. Ilja Klasner (130 kg) geht im griechisch-römischen Stil in der schwersten Gewichtsklasse an den Start.
Bericht: Erhard Schmelzer
Foto: Anna Theurich
