27. Januar 2021

Regionalliga: Greizer Nachwuchsringer sichern Remis

Regionalliga Mitteldeutschland: RSV Rotation Greiz II gegen RV Thalheim II 14:14
Mannschaft des RSV Rotation Greiz II: v.l. hinten: Joel Wrensch, Aron Fauth, Lucas Kahnt, Trainer Sebastian Kessel, Trainer Konstantin Sommer und Abdul Galamatov. vorn: Adam Daraev, Trainer Sascha Förster und Martin Zeuner. liegend: Rasul Galamatov

Greizer Nachwuchsringer des RSV Rotation Greiz II sichern sich beim RV Thalheim II mit 14:14 ein Remis

GREIZ. Das Wettkampfprotokoll des Regionalligakampfes der zweiten Greizer Ringermannschaft gegen den RV Thalheim II wies eine Besonderheit auf. Beim 14:14 unentschieden ausgegangenen Vorkampf zum Bundesligavergleich beider Vereine hatten die Greizer in den leichten fĂŒnf Gewichtsklassen gewonnen, wĂ€hrend die GĂ€ste aus dem Erzgebirge in den fĂŒnf schweren Klassen dominierten.
Die Greizer traten diesmal wieder mit sechs Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren an, von denen fĂŒnf siegreich blieben. Vier davon hatten bereits mit ihrem starken Abschneiden beim Spessartpokal auf sich aufmerksam gemacht.

Es wÀre allerdings verfehlt, die Àlteren RSV-Ringer, die mit durchgÀngig knappen Niederlagen einen nicht unwesentlichen Anteil am Remis hatten, nicht mit in die positive Bilanz einzubeziehen.

Rasul Galamatov (57 kg/f) ließ sich weder vom 0:2 RĂŒckstand gegen den zwei Jahre Ă€lteren Nick Löffler noch vom Gewichtsnachteil irritieren, setzte auf seine bessere Freistiltechnik und hatte am Ende beim 7:2 Sieg sogar noch die Chance zum Schultersieg.
Nachdem die GĂ€ste durch Gerit Niebergall die schwerste Gewichtsklasse kampflos fĂŒr sich entschieden hatten, traf Abdul Galamatov (61 kg/g) auf den gleichaltrigen Valentin Heinert und siegte nach dem zweiten Kopf-HĂŒft-Schwung nach zwei Minuten auf Schultern.

Wegen Besetzungsproblemen in den schweren Gewichtsklassen musste Sascha Förster (98 kg/f) kurzzeitig seine Betreuerfunktion aufgeben und selbst aktiv werden. Er ließ nur einen 10:0 Erfolg von Maik Hoeisel zu.

Lucas Kahnt (66 kg/f) fĂŒhrte gegen Sven Bachmann zur Pause 1:0, geriet dann allerdings 1:4 in RĂŒckstand. Mit einem kĂ€mpferischen Schlussspurt konnte er aber das Blatt noch zum 7:4 Erfolg wenden.
Mit dem slowakischen Auswahlringer Denis Horvath, der normalerweise zum Bundesligaaufgebot gehört, hatte Martin Zeuner (86 kg/g) einen ganz starken Gegner erhalten. Der Routinier auf Greizer Seite zeigte eine technisch und taktisch sehr starke Leistung, musste im Bodenkampf aber eine Zweierwertung abgeben.

Nachdem Joel Wrensch (66 kg/g) kampflos zu den Punkten kam, standen sich mit Konstantin Sommer (86 kg/f) und Maximilian Kahnt zwei Sportler gegenĂŒber, die in Greiz das Ringen erlernt haben. Lange sah es nach einem Erfolg des sieben Jahre Ă€lteren Konstantin Sommer aus, bis sich praktisch mit dem Schlusspfiff der am StĂŒtzpunkt Leipzig trainierende Junior mit 3:1 durchsetzte.
Adam Daraev (75 kg/f) baute den Greizer Punktvorsprung durch einen schwer erarbeiteten 5:0 Erfolg ĂŒber den starken Felix Kriegelstein auf vier ZĂ€hler aus.

Im Schlusskampf traf Aron Fauth (75 kg/g) auf Saeed Moradtalab. Der iranische Christ war zweimal iranischer Meister und lebt jetzt als Asylbwerber in Chemnitz. Es entwickelte sich ein spannender Kampf, der allerdings schon in der dritten Minute entschieden wurde, als der Iraner den 4:2 fĂŒhrenden Greizer an der HĂŒfte erwischte und zum Schultersieg kam.

Mit der stark verjĂŒngten Greizer Reservemannschaft wird es in diesem Jahr nicht möglich sein, ganz oben mitzuringen. FĂŒr die Nachwuchsringer bietet die dritthöchste deutsche Liga aber hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten.

Erhard Schmelzer @26.09.2016

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