29. Mai 2020

Greizer Ringerverein steht vor richtungsweisender Entscheidung

Deine Meinung ist gefragt
Deine Meinung ist gefragt

Am 25. November startet der RSV Rotation Greiz in die Finalrunde der Regionalliga Mitteldeutschland. Im Kampf gegen den Staffelzweiten der Staffel B wird Saisonzuschauerrekord erwartet

.
Bis zum 16. Dezember stehen vier KĂ€mpfe auf dem Programm, dann stehen die Platzierungen der RĂ€nge eins bis vier fest. Der Greizer Ringerverein hat im Vorjahr die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord fĂŒr sich entschieden und möchte auch in diesem Jahr die Nummer Eins in der zweithöchsten deutschen Liga werden. Das dĂŒrfte sehr schwer werden, unmöglich ist es nicht.
Doch was kommt dann? Die Situation hat sich gegenĂŒber dem Vorjahr wenig geĂ€ndert. Auch im Wettkampfjahr 2018 wird es wieder keine 2. Bundesliga geben. Die drei Staffeln der Bundesliga, in denen in diesem Jahr jeweils sieben Vereine kĂ€mpften, bleiben etwas verĂ€ndert in ihrer Zusammensetzung, bestehen. Dazu sollen jeweils die Aufsteiger aus den betreffenden Regionen kommen. Aus Ostdeutschland sind die beiden Ersten der Regionalliga zusammen mit dem Meister der Oberliga Bayern fĂŒr den Aufstieg vorgesehen, um die Staffel mit Burghausen, Westendorf, NĂŒrnberg, Hallbergmoos, Aue, Pausa und Neckargartach (Vorort von Heilbronn mit dem deutschen Ausnahmeringer Frank StĂ€bler im Aufgebot) zu komplettieren. Die Begeisterung der fĂŒr den Aufstieg in Frage kommenden Vereine hĂ€lt sich – sehr vorsichtig ausgedrĂŒckt – in Grenzen. In den betreffenden Ligen im Baden-WĂŒrttemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern spricht man von mutwilligen Niederlagen, um nicht aufsteigen zu mĂŒssen.
Auf der Bundesligatagung am 5. November wurden einige interessante Neuerungen fĂŒr die neue Saison beschlossen. So wurde das gerade eingefĂŒhrte – und von breiten Kreisen als völlig unĂŒberprĂŒfbar eingeschĂ€tzte – Budgetsystem wieder abgeschafft. DafĂŒr wurde ein neues System eingefĂŒhrt, um erstmals das LeistungsgefĂ€lle innerhalb der Bundesliga zu begrenzen. Mit einem Punktesystem soll die Jugendarbeit der Vereine forciert werden. Sportler sollen selbst entwickelt statt gekauft zu werden.

Ringerbund will mit Punktesystem Jugendarbeit fördern

Mit dem Punktesystem betritt der Deutsche Ringer-Bund völliges Neuland. Jedem Sportler wird bei der Lizenzierung eine bestimmte Punktzahl zugeordnet, die er wĂ€hrend der gesamten Saison behĂ€lt. Die zehn Sportler, die pro Kampf eingesetzt werden, dĂŒrfen zusammen nicht mehr als 28 Punkte aufweisen. Die Regelung, dass pro Kampf sechs Sportler antreten mĂŒssen, die deutsche StaatsbĂŒrgerschaft besitzen, bzw. sich schon ununterbrochen sechs Jahre in Deutschland aufhalten, bleibt bestehen.
An dieser Stelle sei ein kurzer Überblick ĂŒber die wichtigsten Kriterien der Punktvergabe erlaubt:

I. Platzierung internationale Meisterschaften

4 Punkte
Medaillengewinner (Olympische Spiele, Weltmeisterschaften und Kontinentalmeisterschaften der MĂ€nner) in den letzten 4 Jahren)
3 Punkte
Medaillengewinner (Weltmeisterschaften u. Kontinentalmeisterschaften der Junioren und U-23) in den letzten 4 Jahren

II. Platzierungen deutsche Meisterschaften

3 Punkte
Deutscher Meister der MĂ€nner in den letzten 4 Jahren
2 Punkte
Deutscher Meister der Junioren sowie Silber- und Bronzemedaillengewinner der MĂ€nner in den letzten 4 Jahren

III. Bundeskaderathleten

2 Punkte
Bundeskaderathleten des DRB (A-B-C) Kaderliste Stand: 31.I2. des Vorjahres

IV. Athleten aus dem eigenen Nachwuchs

0 Punkte

FĂŒr Athleten, welche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens 3 Jahre fĂŒr den die Lizenz beantragenden Verein startberechtigt waren, finden die Regelungen unter I bis III und V keine Anwendung. Statt Handicappunkte erhalten „eigene Nachwuchsringer“ 2 Bonuspunkte. Beispiel: Mannschaftsaufstellung ergibt 30 Punkte und es wird ein Ringer der Kat. IV eingesetzt, dann werden diese 2 Bonuspunkte abgezogen, und der Punktesoll wieder auf 28 ist. Der Status „eigener Nachwuchsringer“ ist beim erstmaligen Lizenzantrag durch entsprechende Nachweise (i.d.R. Kopie Startausweis) zu belegen. Falls im Ausnahmefall ein derartiger Nachweis nicht mehr vorhanden ist, ist der Nachweis auch ĂŒber geeignete Ersatznachweise möglich. Über die HinlĂ€nglichkeit der Ersatznachweise entscheidet im Einzelfall das Generalsekretariat und/oder der VizeprĂ€sident Bundesliga.

V. Alle ĂŒbrigen Athleten

1 Punkt

VI AuslÀnderregelung

Bei auslÀndischen EU-Sportlern bzw. N-Sportler, welche eine UWW- Freigabe benötigen, werden den nach den Punktekategorien l bzw. V ermittelten Punkten 4 Punkte hinzugerechnet.

Der Greizer Ringerverein steht vor wichtigen Entscheidungen. Fehler, die großen SchĂ€den anrichten können, sollen unter allen UmstĂ€nden vermieden werden. Der Vorstand ist der Meinung, dass eine Informationsveranstaltung fĂŒr Sportler, Vereinsmitglieder, Sponsoren, Zuschauer und alle Ringkampfinteressierten die beste Lösung ist, um Argumente gegeneinander abzuwĂ€gen.
Der Vorstand des RSV Rotation Greiz lÀdt deshalb zu einem Informations- und Diskussionsnachmittag am Sonnabend, den 25. November 2017 ab 16.30 Uhr in die Sporthalle in Greiz-Aubachtal ein. Im Anschluss daran findet ab 19.30 Uhr der erste Finalrundenkampf statt.

Die Entscheidung des Vereins muss kurzfristig fallen. Bis zum 31. Dezember erwartet der Deutsche Ringer-Bund die Meldung.

Erhard Schmelzer @18.11.2017

Mehr vom RSV Rotation Greiz

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen