14. April 2021

Greizer Ringerverein steht vor richtungsweisender Entscheidung

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Am 25. November startet der RSV Rotation Greiz in die Finalrunde der Regionalliga Mitteldeutschland. Im Kampf gegen den Staffelzweiten der Staffel B wird Saisonzuschauerrekord erwartet

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Bis zum 16. Dezember stehen vier K├Ąmpfe auf dem Programm, dann stehen die Platzierungen der R├Ąnge eins bis vier fest. Der Greizer Ringerverein hat im Vorjahr die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord f├╝r sich entschieden und m├Âchte auch in diesem Jahr die Nummer Eins in der zweith├Âchsten deutschen Liga werden. Das d├╝rfte sehr schwer werden, unm├Âglich ist es nicht.
Doch was kommt dann? Die Situation hat sich gegen├╝ber dem Vorjahr wenig ge├Ąndert. Auch im Wettkampfjahr 2018 wird es wieder keine 2. Bundesliga geben. Die drei Staffeln der Bundesliga, in denen in diesem Jahr jeweils sieben Vereine k├Ąmpften, bleiben etwas ver├Ąndert in ihrer Zusammensetzung, bestehen. Dazu sollen jeweils die Aufsteiger aus den betreffenden Regionen kommen. Aus Ostdeutschland sind die beiden Ersten der Regionalliga zusammen mit dem Meister der Oberliga Bayern f├╝r den Aufstieg vorgesehen, um die Staffel mit Burghausen, Westendorf, N├╝rnberg, Hallbergmoos, Aue, Pausa und Neckargartach (Vorort von Heilbronn mit dem deutschen Ausnahmeringer Frank St├Ąbler im Aufgebot) zu komplettieren. Die Begeisterung der f├╝r den Aufstieg in Frage kommenden Vereine h├Ąlt sich – sehr vorsichtig ausgedr├╝ckt ÔÇô in Grenzen. In den betreffenden Ligen im Baden-W├╝rttemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern spricht man von mutwilligen Niederlagen, um nicht aufsteigen zu m├╝ssen.
Auf der Bundesligatagung am 5. November wurden einige interessante Neuerungen f├╝r die neue Saison beschlossen. So wurde das gerade eingef├╝hrte ÔÇô und von breiten Kreisen als v├Âllig un├╝berpr├╝fbar eingesch├Ątzte ÔÇô Budgetsystem wieder abgeschafft. Daf├╝r wurde ein neues System eingef├╝hrt, um erstmals das Leistungsgef├Ąlle innerhalb der Bundesliga zu begrenzen. Mit einem Punktesystem soll die Jugendarbeit der Vereine forciert werden. Sportler sollen selbst entwickelt statt gekauft zu werden.

Ringerbund will mit Punktesystem Jugendarbeit f├Ârdern

Mit dem Punktesystem betritt der Deutsche Ringer-Bund v├Âlliges Neuland. Jedem Sportler wird bei der Lizenzierung eine bestimmte Punktzahl zugeordnet, die er w├Ąhrend der gesamten Saison beh├Ąlt. Die zehn Sportler, die pro Kampf eingesetzt werden, d├╝rfen zusammen nicht mehr als 28 Punkte aufweisen. Die Regelung, dass pro Kampf sechs Sportler antreten m├╝ssen, die deutsche Staatsb├╝rgerschaft besitzen, bzw. sich schon ununterbrochen sechs Jahre in Deutschland aufhalten, bleibt bestehen.
An dieser Stelle sei ein kurzer ├ťberblick ├╝ber die wichtigsten Kriterien der Punktvergabe erlaubt:

I. Platzierung internationale Meisterschaften

4 Punkte
Medaillengewinner (Olympische Spiele, Weltmeisterschaften und Kontinentalmeisterschaften der M├Ąnner) in den letzten 4 Jahren)
3 Punkte
Medaillengewinner (Weltmeisterschaften u. Kontinentalmeisterschaften der Junioren und U-23) in den letzten 4 Jahren

II. Platzierungen deutsche Meisterschaften

3 Punkte
Deutscher Meister der M├Ąnner in den letzten 4 Jahren
2 Punkte
Deutscher Meister der Junioren sowie Silber- und Bronzemedaillengewinner der M├Ąnner in den letzten 4 Jahren

III. Bundeskaderathleten

2 Punkte
Bundeskaderathleten des DRB (A-B-C) Kaderliste Stand: 31.I2. des Vorjahres

IV. Athleten aus dem eigenen Nachwuchs

0 Punkte

F├╝r Athleten, welche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens 3 Jahre f├╝r den die Lizenz beantragenden Verein startberechtigt waren, finden die Regelungen unter I bis III und V keine Anwendung. Statt Handicappunkte erhalten „eigene Nachwuchsringer“ 2 Bonuspunkte. Beispiel: Mannschaftsaufstellung ergibt 30 Punkte und es wird ein Ringer der Kat. IV eingesetzt, dann werden diese 2 Bonuspunkte abgezogen, und der Punktesoll wieder auf 28 ist. Der Status „eigener Nachwuchsringer“ ist beim erstmaligen Lizenzantrag durch entsprechende Nachweise (i.d.R. Kopie Startausweis) zu belegen. Falls im Ausnahmefall ein derartiger Nachweis nicht mehr vorhanden ist, ist der Nachweis auch ├╝ber geeignete Ersatznachweise m├Âglich. ├ťber die Hinl├Ąnglichkeit der Ersatznachweise entscheidet im Einzelfall das Generalsekretariat und/oder der Vizepr├Ąsident Bundesliga.

V. Alle ├╝brigen Athleten

1 Punkt

VI Ausl├Ąnderregelung

Bei ausl├Ąndischen EU-Sportlern bzw. N-Sportler, welche eine UWW- Freigabe ben├Âtigen, werden den nach den Punktekategorien l bzw. V ermittelten Punkten 4 Punkte hinzugerechnet.

Der Greizer Ringerverein steht vor wichtigen Entscheidungen. Fehler, die gro├čen Sch├Ąden anrichten k├Ânnen, sollen unter allen Umst├Ąnden vermieden werden. Der Vorstand ist der Meinung, dass eine Informationsveranstaltung f├╝r Sportler, Vereinsmitglieder, Sponsoren, Zuschauer und alle Ringkampfinteressierten die beste L├Âsung ist, um Argumente gegeneinander abzuw├Ągen.
Der Vorstand des RSV Rotation Greiz l├Ądt deshalb zu einem Informations- und Diskussionsnachmittag am Sonnabend, den 25. November 2017 ab 16.30 Uhr in die Sporthalle in Greiz-Aubachtal ein. Im Anschluss daran findet ab 19.30 Uhr der erste Finalrundenkampf statt.

Die Entscheidung des Vereins muss kurzfristig fallen. Bis zum 31. Dezember erwartet der Deutsche Ringer-Bund die Meldung.

Erhard Schmelzer @18.11.2017

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