Die offenen ausgetragenen Mitteldeutschen Meisterschaften der Ringer in Jena wurde ein voller Erfolg.
187 Freistilringer aus allen ostdeutschen Bundesländern sowie aus Hamburg, Niedersachsen und Bayern demonstrierten auf den vier Matten ein beachtliches Können. Den Organisatoren vom KSC Motor Jena um Präsident Matthias Wächter gebührt ein großes Lob.
Die Vereinswertung gewann der mit 16 Sportlern angereiste KFC Leipzig. Der zweite Platz ging an die ungarische Nationalmannschaft, die bei der U20 mit 7 Sportlern startete, eindeutig das Niveau bestimmte und 27 ihrer 30 Kämpfe gewann. Die 10 Greizer Ringer konnten nur 15 von 31 Kämpfen gewinnen und kamen unter 51 Vereinen auf Rang 9. Nur drei Sportler kamen unter die besten Sechs ihrer Gewichtsklasse, der Voraussetzung ist um in die Punktwertung zu gelangen. Die Ursachen sind vielfältig. Vor allem in den mittleren Kategorien gingen zahlreiche Spitzenringer an den Start, die kaum zu bezwingen waren, aber auch technische und physische Mängel waren die Ursache.
Paul Müller besiegt zwei ungarische Auswahlringer
Eine besonders starke Leistung lieferte Paul Müller ab, der eine Woche nach seinem Sieg bei der U23 in Unterföhring wiederum in der 92 kg-Klasse triumphierte. Die Ungarn, Dauergäste in Thüringen, verloren nur drei Kämpfe. Zwei dieser Niederlagen gehen auf das Konto des Leipziger Sportschülers. Im Finale bezwang er Mate Mikso 6:2. Da Robert Erdelyi in der 97 kg-Klasse keinen echten Herausforderer fand, vereinbarte der ungarische Auswahltrainer Akos Wöller einen weiteren Vergleichskampf mit dem Greizer. Hier entwickelte sich ein technisch sehr interessantes Gefecht, das für eine Schwergewichtspaarung sehr viel Dynamik aufwies. Am Ende siegte Paul Müller 8:5 und konnte eine weitere Leistungssteigerung nachweisen.
Der zweite Greizer Klassensieg ging auf das Konto von Anatoli Horvat (U14/80 kg). Der Schwergewichtler brachte gestützt auf seine körperliche Fitness das Kunststück fertig, alle vier Gegner vorzeitig zu bezwingen ohne selbst einen Punkt abzugeben.
Noe Göpfert (U14 /57 kg), der in Unterföhring siegreich war, hatte hier 14 Widersacher. Die ersten vier Kämpfe gewann er trotz kleiner Wackler deutlich, musste sich im Poolfinale aber einem schlagbaren Gegner aus Niedersachsen 5:8 beugen. Im Kampf um Bronze unterlag er diesmal seinem Dauerrivalen Felix Streicher vom KFC Leipzig 2:7.
Amsad Mezhidov kam hier auf Rang 10. Bei der U14 wurde Magomed Vakhidov (48 kg) Achter, Emmett Barth (68 kg) kam auf Platz 11.
Silas Warmuth (61 kg), noch bei der U17 startberechtigt, belegte Platz 8.
Pascal Hessel landete in der mit 20 Sportlern am stärksten besetzten 70 kg-Klasse auf Platz 14.
Zwei Siege brachten Richard Brand (74 kg) im 18-er Feld auf Platz 8.
Quereinsteiger Tim Trompelt (79 kg/Platz 10) ging zweimal überraschend in Führung, musste aber dann die erwarteten Niederlagen einstecken.
Im Gegensatz zu den Vorjahren fanden die Wettkämpfe in sehr fairer Atmosphäre statt. Wesentlichen Anteil daran dürfte der Thüringer Verbandspräsident Bela Olah haben, der mit einem emotionalen Appell vor Beginn des Turniers Trainern und Vereinsverantwortlichen die Linie vorgab.
Die Greizer Männer starten am Sonnabend bei den Mitteldeutschen Meisterschaften im freien und griechisch-römischen Stil in Werdau.
Wieder in der Spitzengruppe der Vereinswertung dürfte der RSV Rotation Greiz am Freitag und Sonnabend bei den German Masters vorrücken. Die deutschen Meisterschaften in den Altersklassen finden in beiden Stilarten an der Ostsee in der alten Ringerhochburg Warnemünde statt.
Bericht: Erhard Schmelzer
Fotos: Konstanze Warmuth





















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