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Zweite Greizer Ringermannschaft mit wichtigen Siegen

Fabian Wächter sorgt für Aufsehen

Fabian Wächter sorgt für Aufsehen

Nach der Niederlage gegen Tabellenführer RVE Lugau galt es für die zweite Ringermannschaft des RSV Rotation Greiz beim Doppelkampftag gegen Verfolger WKG Weißwasser/Dresden und der zweiten Mannschaft der Kombination Markneukirche/Gelenau zu gewinnen und Kontakt zum Spitzenreiter zu bewahren. Das gelang nach spannenden Kämpfen. Die ostsächsische Kampfgemeinschaft wurde mit 19:14 bezwungen, Markneukirchen/Gelenau 23:14 besiegt. Gegen Weißwasser siegten Hassan Bersanukaev (57 kg/f), Pascal Hessel (66 kg/f), Dustin Nürnberger (71 kg/g), Joel Wrensch (75 kg/g), Iunus Gaisuev (80 kg/f) und Lucas Gansi (130 kg/g). Gegen die vogtländisch/erzgebirgische Kombination waren Hassan Bersanukaev, Pascal Hessel, Iunus Gaisuev und wiederum Lucas Gansi siegreich.

Fabian Wächter sorgt für Aufsehen

In allen sechs Kämpfen der Saison konnte ein junger aufstrebender Sportler im Greizer Team auf sich aufmerksam machen. Der 18-jährige Freistilringer Fabian Wächter, der an der Sportschule Jena unter Leitung von Landestrainer Kay Taubert trainiert, hat sich in den letzten Jahren im Wettkampf und Training enorm gesteigert. Er gewann in Greiz alle Kämpfe, ließ sich auch nicht davon abschrecken, wenn er im Dienst der Mannschaft eine Gewichtsklasse höher oder im griechisch-römischen Stil kämpfen musste. Nicht jeder Trainer wird von der technisch-taktischen Ausrichtung seiner Kämpfe immer begeistert sein. Seine Kampfesführung ist aber phänomenal, besonders imponiert sein Vermögen bei einer Abwehrreaktion seines Gegners blitzschnell die passende Antwort zu finden. Sein Zwillingsbruder Felix kämpft seit August beim Regionalligisten AC Artern und kann für einen Neuling auf eine hervorragende Bilanz verweisen. Die Zwillinge legen in diesem Schuljahr ihr Abitur ab, leider existieren in Thüringen in ihrer Sportart im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine weiterführende Fördermöglichkeiten.

Drei Greizer Nachwuchssportler beim DRB-Lehrgang

Fabian Wächter stammt aus einer Jenaer Ringerfamilie. Onkel Matthias, heute Präsident bei KSC Motor Jena, war 1990 Juniorenmeister in beiden Stilarten sowie Sechster bei der Jugend-WM. In den neunziger Jahren bestritt er meist den entscheidenden letzten Kampf im ewig jungen Duell zwischen Jena und Greiz um den Platz an der Sonne in der 2.Bundesliga gegen Falk Schlehahn (früher Diener). Vater Michael, der die Zwillinge schon vor der Einschulung die ersten Griffe auf der Ringermatte beibrachte, rang schon mit 14 Jahren für den Greizer Verein. 1988 erkämpfte er für seinen Heimatverein Pößneck unter Leitung von Dieter Nicolai in der Altersklasse 13 die DDR-Vizemeisterschaft und gewann auch Silber bei der DDR-Spartakiade. In Greiz war er einer der Sieggaranten in der sehr erfolgreichen Jugendligamannschaft. „An die Trainingslager im ungarischen Kecskemet gleich gegenüber dem Thermalbad denke ich noch heute mit Begeisterung zurück“, meint der Vater, der wie die Mutter die Jungs in allen Belangen unterstützt ohne sie dabei unter Druck zu setzen: „Die beiden haben sich in den letzten Jahren gesteigert, beide haben Medaillen bei deutschen Meisterschaften erkämpft. Nun haben sie die Chance sich in den beiden folgenden Jahren bei den U20-Meisterschaften in Szene zu setzen.“ Vater Michael scheint als Trainer ein goldenes Händchen haben. In diesem Jahr eroberten drei Thüringer U14-Sportler den deutschen Meistertitel: Oldrich Bartsch (Aue), Noe Göpfert (Greiz) und Konstantin Glazkow (Jena). Alle drei begannen ihre Ringkampfkarriere bei Trainer Michael Wächter. Der in Mohlsdorf bei Greiz wohnhafte Großvater Peter, lange als Braumeister beim langjährigen Greizer Sponsor Vereinsbrauerei tätig, freute sich vor zwei Jahren über den Wechsel seines Enkelsohnes nach Greiz: „Jetzt ist es nur ein Katzensprung zu seinen Heimkämpfen.“

Auch der Deutsche Ringer-Bund ist auf die Thüringer Sportler aufmerksam geworden. Zum Zentralen Lehrgang für die Altersklasse U20 vom 19. bis 21. Oktober im freien Stil in Heidelberg wurden drei Greizer Sportler berücksichtigt, neben Dauergast Paul Müller werden erstmals der bereits in der 1.Bundesliga eingesetzte Joey Wrensch sowie Fabian und Felix Wächter berücksichtigt. Außerdem ist aus Thüringen der jetzt für Artern kämpfende Pößnecker Hendrick Jahn dabei.

Erhard Schmelzer

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