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Mehr Schatten als Licht

Am Ende doch noch möglichen Sieg vergeben

Joey Wrensch (blaues Trikot) kurz vor dem Schultersieg

Greiz. Traditionell findet das Jenaer Sparkassenturnier der Nachwuchsringer am ersten Dezemberwochenende statt. In diesem Jahr war es für Sportler der Altersklassen A-, B- und C- Jugend ausgeschrieben. Insgesamt waren 139 Aktive aus 31 Vereinen am Start, die fast ausschließlich aus Ostdeutschland kamen. Die weiteste Anreise hatten der Sportclub Vasas Budapest, dessen Trainer Gergö Wöller ankündigte mit seinem Verein auch am 17. Februar 2024 zu den Mitteldeutschen Meisterschaften nach Greiz zu kommen.
Da man bereits nach der Altersklasseneinteilung des Jahres 2024 kämpfte, waren Pascal Hessel, Alexander Bahn und Danny Zimmer, die dann schon der Juniorenklasse angehören, nicht mehr für Greiz startberechtigt. Da sich Silas Warmuth am Abend vorher beim Punktkampf eine leichte Verletzung zuzog, gingen nur 6 Sportler für Greiz auf die Matte.

Bronzemedaille für Paul Müller
Nach den letzten positiven Ergebnissen war man auf das Abschneiden von Paul Müller gespannt. Nach einer kurzen aber schweren Krankheit, bei der er 5 Kilogramm Gewicht verlor, startete er diesmal in der 80 kg-Klasse. Allerdings mit Anlaufschwierigkeiten. Im Auftaktkampf gegen den Ungarn Levente Szikszai unterlag er vorzeitig. Dann kam er aber in die Nähe alter Form und konnte sich durch drei vorzeitige Siege gegen Gegner aus Halle, einen Ukrainer aus Hamburg und einen Merseburger noch die Bronzemedaille sichern. Der alte Ringerwitz: Gerungen hat er relativ gut, das Losen muss er noch trainieren, traf voll auf Tobias Jung (60 kg/11 Starter) zu. Er traf sofort auf Finn Weiß (Aue) und Henry Lamitschka (Lübthen/Sportschule Luckenwalde), zwei potentielle Medaillenkandidaten bei den deutschen Meisterschaften. Gegen Weiß unterlag er 0:6, von Lamitschka, der später Turniersieger wurde, musste er eine Schulterniederlage einstecken. In der gleichen Gewichtsklasse kam Joey Wrensch, der bei Einzelkämpfen für seinen Heimatverein Pößneck kämpft, mit drei vorzeitigen Siegen ins Finale. Dort musste er aber auch die Überlegenheit von Lamitschka anerkennen. Leroy Jetschke (92 kg), der eigentlich noch der B-Jugernd angehörte, kämpfte erstmals bei der A-Jugend und konnte den Markneukirchener Robert Schaufuß schultern. Von dem südafrikanischen Turniersieger Migael Pienaar – wobei er hier lange mithielt – und dem Auer Erik Skotarczak wurde er geschultert und landete auf Rang 5.
Trainer Maximilian Böttger war bei den jüngeren Sportlern mit deren Leistungen vor allem sowohl bei der Abwehr von Beinangriffen als auch bei eigenen Attacken nicht zufrieden. Damian Kuczora (C-Jugend/54 kg) kam trotzdem noch mit zwei Schultersiegen auf den zweiten Platz. Emmett Barth (C/46) und der B-Jugendliche Ibrahim Abdrakhmanov (38 kg) verpassten die Medaillenränge deutlich. Von den für die Greizer Mannschaft startberechtigten Abdurashidov-Brüdern gehört der Älteste, Rasul, nun auch schon zu den Junioren. Seine Brüder Islam und Magomed starteten in der 65 kg-Klasse (15 Starter) bei der A-Jugend. Islam kam mit drei Schulter- und einem Punktsieg ins Finale, musste dort aber gegen den Berliner Magomed Damadaev eine 1:9 Niederlage einstecken. Der erstmals in dieser Gewichtsklasse startende Magomed schied gegen Damadaev und den Ungarn Krisztian Szigeti, der Sechster wurde, aus.

Erhard Schmelzer

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