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Greizer Mädchen triumphieren bei deutscher Meisterschaften im Ringen

Deutsche Meisterschaften 2026

Deutsche Meisterschaften 2026

In den letzten Jahren gehörten die sächsischen Mädchen meist zu den Gewinnerinnen der Verbandswertung im Ringen. Das war auch in diesem Jahr bei den U20- Meisterschaften im nordrhein-westfälischen Hagen, die zusammen mit den gleichaltrigen männlichen Ringern ausgetragen wurden. In diesem Jahr landete aber die Auswahl des Thüringer Ringerverbandes auf einem hervorragenden zweiten Platz. Großen Anteil daran hatten auch die Mädchen des RSV Rotation Greiz, die in der Vereinswertung hinter dem NRW-Stützpunkt Ückerath, dem KFC Leipzig, dem 1.SV Pößneck und noch vor Apolda einen nicht erwarteten hervorragenden vierten Platz belegten. Der Greizer Delegationsleiter und Trainer Robert Hessel konnte sich über zwei Medaillen freuen. Drei Mädchen und zwei Jungs starteten für den Greizer Ringerverein. Olga Kim und Pauline Hessel begannen in Greiz mit dem Ringen und trainierten bis Sommer 2025 an der Sportschule Jena. Mia Bauer stammt aus Hof und kam über den AC Bayreuth nach Greiz. Sie schoss den Vogel ab. In der Vorwoche noch Silbermedaillengewinnerin bei der U 17, konnte sie erstmals bei den Juniorinnen starten und in der Gewichtsklasse 76 kg überraschend den deutschen Meistertitel erringen. Im Kampf um die Medaillen schulterte sie die spätere Zweite Maria Poluyanov aus Apolda und Joelle Dedio aus Hessen. Pauline Hessel (68 kg) erkämpfte die Silbermedaille. Sie schulterte eine Saarländerin und bezwang Emilia Bock aus Apolda 4: 2. Gegen die deutsche Meisterin Mina Witt (Berlin) und die Vizemeisterin Clarissa Gromus (Hellersdorf), die beide an der Sportschule in Frankfurt/Oder trainieren, musste sie Niederlagen einstecken. Die Dritte im Bunde, Olga Kim (50 kg), belegte unter acht Kontrahentinnen den fünften Rang. In dieser Gewichtsklasse kam es durch Josephine Wrensch und Klara Winkler zu einem Doppelsieg durch zwei Mädchen des 1.SV Pößneck.

Keine Medaillen für Greizer Männer

Im männlichen Bereich blieben die Greizer Ringer ohne Medaillen. Im Vorjahr hatte Paul Müller (92 kg) Bronze erkämpft. Dieses Jahr begann die Meisterschaft für ihn mit einem 11:0 Sieg über den bayerischen Meister Jens Wörmann (Kottern). Allerdings musste er sich dann aber dem Vorjahresmeister Efe Atak (NRW) 4:8 geschlagen geben. Da sein Bezwinger in der nächsten Runde ausschied, konnte der Greizer nicht in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen und wurde auf Rang 7 platziert. Ähnlich sah es bei Pascal Hessel (65 kg) aus, der in der ersten Runde den Hamburger Katar Singh mit 12:0 bezwang. Nach Niederlagen gegen den späteren Vizemeister William Lehn (Baienfurt) und dem Fünften Damir Shifadugov (Nürnberg) landete er auf Rang 8. Zwei fünfte Plätze erkämpften die Greizer Mannschaftsringer Joey Wrensch (1.SV Pößneck/70 kg) und Alexander Bahn (KR Geiseltal/86 kg), die beide gegen die späteren Meister unterlagen. Fabian Wächter (70 kg), ein weiterer Greizer Mannschaftsringer, der wie sein Bruder Felix (70 kg) für den KSC Motor Jena startete, musste diesmal seinem Bruder den Vortritt lassen. Während Felix die Bronzemedaille erkämpfte, musste sich Fabian mit Rang 11 zufrieden geben.

Erhard Schmelzer

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