WKG Weißwasser/Dresden/Take Down vs. RSV Rotation Greiz II 16:13
Der Tabellenzweite der Ringer-Oberliga aus Greiz musste in Weißwasser eine schwerwiegende Niederlage hinnehmeeinstecken. Die Greizer konnten den Vorkampf vor drei Wochen in heimischer Halle zwar mit 19:14 für sich entscheiden, mussten sich aber nun vor der überschaubaren Kulisse von ungefähr 100 Besuchern gegen die Kombination aus Weißwasser, Dresden und dem Verein, der sich Take Down nennt, mit 13:16 Punkten geschlagen geben.
Vier Siege waren einfach zu wenig um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Jeweils vier Siegpunkte verbuchten die Freistilringer Silas Warmuth (61 kg/Schultersieg bei 14:0 Führung), Fabian Wächter (75 kg/kampflos) und Iunus Gaisuev (86 kg/Überlegenheitssieg 16:1) auf das Greizer Konto.
Dem standen aber sechs Niederlagen gegenüber, zu viele um den zweiten Tabellenplatz gegen die Gastgeber zu verteidigen. Die ostsächsische Wettkampfgemeinschaft hatte sich vor der Saison mit zehn Sportlern verstärkt. Fünf ihrer neun Sportler besaßen – was laut Regelwerk gestattet ist – einen ausländischen Pass.
Dabei muss festgestellt werden, dass die Greizer, die alle fünf Kämpfe im griechisch-römischen Stil abgaben, vor allem gegen die beiden starken Polen gut mithielten. Joe Wrensch (75 kg), der gegen Dariusz Szafraniak, einen früheren Auswahlringer, kämpfte und 1:3 unterlag, wurde sogar als bester Sportler der Gäste ausgezeichnet.
Pascal Hessel (65 kg) geriet zwar gegen Oskar Jedut 0:10 in Rückstand, startete in den letzten Minuten aber eine Aufholjagd und kam noch auf 5:10 heran.
Hassan Bersanukaev (57 kg) rette bei seiner 1:15 Niederlage gegen seinen Landsmann Naib Avkhadov wenigstens noch einen Punkt.
Die schwerste Aufgabe hatte wohl Maximilian Böttger (98 kg), der gegen den ehemaligen Markneukirchner Bundesligaringer Maximilian Simon nach fünf Minuten 1:16 unterlag.
Auch Gunnar Frisch (80 kg) fand gegen den Perser Alireza Hemati keine Einstellung, lag bald 1:11 zurück und musste zu allem Überfluss wegen einer Verletzung den Kampf aufgeben.
Den vierten Greizer Erfolg gelang im Schwergewicht Lucas Gansi (130 kg/f), allerdings fiel sein Punktsieg gegen den viel leichteren Khamsat Akhmadov mit 9:8 sehr knapp aus und brachte nur einen Mannschaftspunkt ein.
Die Greizer Trainer hatten hier gegen einen zwar starken Gegner, der allerdings im Vorjahr in einem großartigen Kampf gegen Iunus Gaisuev unterlag, mehr Punkte eingeplant.
Auch Joey Wrensch (71 kg/f) musste eine Niederlage einstecken. Er unterlag dem sehr fitten Johann Wagner 3:9.
Bereits am Wochenende – wenn die Bundesliga noch pausiert – kämpft die Oberliga Sachsen wieder. Die Greizer empfangen in der Halle An der Eisbahn gleich zwei Mannschaften. Ab 17:30 Uhr kämpft im letzten Kampf der Vorrunde die zweite Mannschaft des RV Thalheim, ab 19:30 Uhr folgt dann die Rückrundenbegegnung gegen den KFC Leipzig.
Bericht: Erhard Schmelzer
Foto: Konstanze Warmuth

