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Paul Müller gewinnt internationale polnische Meisterschaft

Paul Müller gewinnt internationale polnische Meisterschaft

Siegerehrung 92 kg. links: Hendrik Jahr, Pößneck 2.Platz, Mitte Paul Müller, Greiz 1.Platz. Foto: Paul Müller

In der Kleinstadt Karlino im Norden Polens fanden die internationalen polnischen Meisterschaften der Altersklasse U20 im freien Ringkampf statt. Zu den teilnehmenden deutschen Landesverbänden gehörten auch Thüringen und Sachsen. Neben dem gastgebenden polnischen Ringerverband starteten weitere acht Nationen, hauptsächlich aus Ost- und Nordeuropa. Insgesamt starteten 148 Athleten in den zehn Gewichtsklassen, von denen vor allem die mittleren sehr stark besetzt waren. Jeweils drei Meistertitel gingen an die gastgebenden Polen und die Ukraine, Ungarn war zweimal erfolgreich. Die Schweiz und Deutschland teilten sich die restlichen Titel. Den Turniersieg für Deutschland erkämpfte sich der Greizer Ringer Paul Müller in der Gewichtsklasse bis 92 kg, der am Sportgymnasium Leipzig lernt und trainiert. Er wurde ungeschlagen Poolsieger gegen Gegner aus Polen und Ungarn und traf im Finale auf seinen Landsmann Hendrik Jahn aus Pößneck. Beide standen sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal gegenüber. Bei den Thüringer Meisterschaften im freien und griechisch-römischen Stil konnte sich der Greizer durchsetzen. Diesmal wurde es ganz knapp, am Ende hatte Paul Müller mit 2:1 gewonnen. Für den aufstrebenden Greizer Nachwuchssportler war es neben der Thüringer Meisterschaft der Männer und der Sachsenmeisterschaft der U20 bereits der dritte Turniererfolg in diesem Jahr. Die anderen Thüringer Sportler kamen nicht in die Medaillenränge, was auch daran lag, dass sie schon zu Turnierbeginn auf sehr starke Kontrahenten trafen. Die bereits in der Greizer Zweitbundesligamannschaft eingesetzten Alexander Bahn (86 kg) und Joey Wrensch, der in der mit 29 Sportlern besetzten 70 kg-Klasse kämpfte, unterlagen bereits im Auftaktkampf gegen einen späteren Schweizer Turnierzweiten, bzw. einen ukrainischen Turnierdritten. Fabian Wächter – ebenfalls in der 70 kg-Klasse kämpfend traf zu Beginn auf zwei Vertreter eines kaukasischen Ringervereins, der in Warschau ansässig ist, und konnte hier nur einen Sig erringen. Sein für den KSC Motor Jena kämpfender Bruder Felix (74 kg/24 Starter) unterlag bereits im ersten Kampf gegen den späteren Turniersieger aus der Ukraine.

Erhard Schmelzer

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