17. Oktober 2018
Leagues
1.Bundesliga - Staffel Südost
Saisons
2018/19
Heim

Team TSV Westendorf
Team TSV Westendorf. Foto: Tobias Hofmann

Sechs oder sieben Westendorfer stehen in der Stammformation
Erster Gegner ist am 8. September zum Auftakt der Saison der TSV Westendorf, der im Vorjahr zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in der Bundesliga kämpfte. Die Gemeinde Westendorf (Postleitzahl 87679) hat 1800 Einwohner und liegt im Ostallgäu 15 km von Kaufbeuren entfernt im bayerischen Schwaben. (Bitte nicht verwechseln mit dem gleichnamigen Westendorf nördlich von Augsburg.)
Der Turn- und Sportverein Westendorf ist ein sehr junger Verein, der erst 1969 gegründet wurde. Vier Jahre startete der Verein erstmals mit einer Mannschaft in der Gruppenliga Schwaben. 1986 war die Landesliga Süd und zwei Jahre später die Bayernliga und ein Jahr darauf die Bayerische Oberliga erreicht. 1998 stieg der bayerische Meister Westendorf nach einer Aufstiegsrunde gegen Werdau und Leipzig erstmals in die 2. Bundesliga auf. Nach zwei kurzzeitigen Abstiegen etabliert sich Westendorf in der 2. Bundesliga Süd, die nach 2006 nie wieder verlassen wurde. 2013 wurde der Staffelsieg in der 2. Bundesliga Süd errungen. Die Mannschaft aus der kleinen schwäbischen Gemeinde in Bayern kämpfte 2016 in der 2. Bundesliga Süd und wurde danach zusammen mit Burghausen, Nürnberg und Hallbergmoos in die Staffel Südost der umstrukturierten Bundesliga aufgenommen. Die erste Erstligasaison wurde im Siebenerfeld mit Platz fünf beendet. Im damals noch durchgeführten Achtelfinale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft schied man gegen den Spitzenverein Adelhausen aus.
Der sportliche Werdegang des Vereins ist durch eine ständige Aufwärtsentwicklung gekennzeichnet. Alleinige Grundlage dafür ist die Förderung der Jugend. Der 52-jährige Abteilungsleiter Thomas Stechele sieht das so: „Wir haben der Gemeinde gegenüber eine soziale Verpflichtung. Wir wollen mit Spitzen- und Breitensport allen Vereinsmitgliedern in ihrem Heimatort eine Plattform für ihre sportliche Betätigung bieten. Dabei setzen wir ganz und gar auf die Ausbildung unserer Jugendlichen. Wir haben 25 Sportler im Bundesligakader, darunter sind fünf Ausländer. Alle deutschen Sportler sind aus dem Westendorfer Verein hervorgegangen und haben in unserer Sporthalle das Ringen erlernt.“ Mit besonderem Stolz fügt er hinzu: „In diesem Jahr werden sechs oder sieben Ringer, die in Westendorf das Ringen erlernt haben, in der Stammaufstellung des Bundesligateams stehen. Durch unsere Verbundenheit mit dem Ort ist es uns auch möglich, genügend Sponsoren für die Bundesliga zu requirieren.“ Der Westendorfer Verein startet auch in dieser Saison wieder mit drei Männermannschaften. Neben dem Bundesligateam kämpft die zweite Mannschaft in der Staffel Süd der Bayernliga, die dritte in der Landesliga Süd. Die Jugendmannschaft erkämpfte 2014 den dritten Platz bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Die Schülermannschaft ist Seriensieger in der Bezirksoberliga. 50 Schüler trainieren regelmäßig im Verein. Erfolgreichster Sportler des Vereins ist Christopher Kraemer, der nach fünf deutschen Meistertitel im Nachwuchsbereichals erster Westendorfer 2015 Deutscher Meister bei den Männern (59 kg/griechisch-römischer Stil) wird. Er verteidigt diesen Titel 2016 und erkämpft 2018 Silber in der 60 kg-Klasse.

Aus der Sicht des Vereins:
Der TSV Westendorf geht in seine zweite Bundesliga-Saison. Auch heuer setzen die Allgäuer vermehrt auf ihren eigenen Nachwuchs. „Wir werden in unseren Kämpfen wieder mindestens mit sechs Eigengewächsen auf die Matte gehen“, freut sich Abteilungsleiter Thomas Stechele bereits auf die neue Runde, die gleich mit dem Kracher gegen den Liganeuling und Aufsteiger aus Greiz auswärts beginnt. Mit Niklas Stechele und Christopher Kraemer hat der TSV zwei DRB-Kaderathleten in seinen Reihen. Daniel Gastl (Kaderathlet des Österreichischen Ringsport-Verbandes, ÖRSV) und Murazi Mchedlidze (Mitglied der ukrainischen Nationalmannschaft) verstärken das Team insbesondere in den schweren Gewichtsklassen. Beide Athleten sind international erfahrene Topleute. Gerne blicken Fans und Verantwortliche noch auf die Zeit in der damaligen 2. Bundesliga zurück, als Westendorf mit dem Gewinn der Meisterschaft im Jahr 2013 einen wahren Höhepunkt erlebte. Zwei Jahre später erkämpfte sich der erfolgreiche Nachwuchs bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend den Titel. Westendorf lebt seinen Ringkampfsport. Die frenetischen Fans sind hier ein perfektes Beispiel. Schon jetzt blicken die Allgäuer auf ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum, das sie im kommenden Jahr feiern werden. Als Krönung richtet der TSV die Deutschen Meisterschaften der Männer im griechisch-römischen Stil aus. Die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren. (Stefan Günter)
Mannschaftskader des TSV Westendorf:
Freistil: Simon Einsle, Philipp Geisenberger, Steve Masuch, Murazi Mchedlidze, Nasrat Nasratzada, Filip Novachkov, Patrick Riedler, Markus Stechele, Niklas Stechele, Christian Stühle, Frederik Wunderlich, Lennart Wunderlich.
Greco: Maximilian Goßner, Michael Heiß, Stefan Joachim, Felix Jürgens, Felix Kiyek, Matthias Kohler, Christopher Kraemer, Nedyalko Petrov, Tizian Reggel, Philipp Reiner, Michael Steiner, Zakarias Tallroth, Daniel Gastl
Verantwortliche Funktionäre
Georg Steiner, Vorstand des TSV Westendorf
Thomas Stechele, Abteilungsleiter Ringen
Trainer: Klaus Prestele (Greco), Bernhard Hofmann (Freistil)
Sportliche Ziele:
Wir wollen die Fans begeistern, unsere Arena zur Festung machen und neue Zuschauer für unsere phantastische Sportart gewinnen und begeistern. Westendorf wird wieder mit drei Männermannschaften und einem Schülerteam in die neue Saison gehen.
Saisonziel:
Platz im Mittelfeld
Tipp: Welche Mannschaften werden in welcher Reihenfolge die ersten drei Plätze belegen?
1. SV Wacker Burghausen,
2. SV Johannis Nürnberg,
3. RSV Rotation Greiz

1.Bundesliga – Staffel Südost 2018/19

Pos.MannschaftKTPkt (+)Pkt (-)Diff.Pkt (+)Pkt (-)
161364492120
261195762102
37116674986
468584166
5655106-5148
6759126-67410
7650139-89210

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