RSV Rotation: Greizer Ringer für den Endspurt gewappnet

Regionalliga Mitteldeutschland: RSK Jugendkraft Gelenau gegen RSV Rotation Greiz endet 13:20
Rasul Galamatov (blaues Trikot) bezwingt den Gelenauer B-Jugendmeister Erik Hofmann mit einem Schultersieg.

RSV Rotation Greiz gewinnt gegen den RSK Gelenau mit 20 : 13 – Achter Sieg in Folge

GELENAU/GREIZ. Der RSV Rotation Greiz hat in der Gelenauer Sporthalle „Erzgebirgsblick“ seine Siegesserie fortgesetzt und den achten Sieg in Folge errungen. Am nächsten Wochenende, wenn der derzeitige Tabellenführer Markneukirchen kampffrei hat, können die Greizer mit einem Sieg im Heimkampf gegen Lugau die Tabelle begradigen und selbst wieder an die Spitze rücken.

Die Greizer siegten ohne den Einsatz ausländischer Sportler vor offiziell angegebenen 176 Zuschauern, unter denen sich zirka 30 Greizer Schlachtenbummler befanden, mit 20:13. Durch den Einsatz junger Sportler, die sonst in der zweiten Mannschaft kämpfen, musste allerdings die zweite Greizer Mannschaft im Vorkampf gegen die zweite Vertretung des RSK Gelenau, die mit dem Ringerverein Chemnitz eine Kampfgemeinschaft bildet, eine 11:19 Niederlage einstecken.

Bei der ersten Mannschaft zahlten sich diese Wechsel jedenfalls aus. Der 15-jährige Rasul Galamatov (57 kg/g) traf auf den ein Jahr jüngeren deutschen B-Jugendmeister Eric Hofmann und konnte wieder einmal seine Veranlagung – auch im griechisch-römischen Stil – unter Beweis stellen. Mit einer Viererwertung brachte er den Gegner zu Boden und spielte seine physischen Vorteile im Bodenkampf aus. Sein Schultersieg stand beim Stande von 14:0 schon nach 1:15 Minuten fest.(Kampfstand aus Greizer Sicht:4:0)

Sebastian Wendel (130 kg/g) ging mit 0:1 gegen den Polen Kamil Wojciechowski in die Pause, gab dann aber durch Knöchelgriffe sechs Punkte ab. Am Ende stand eine 0:9 Niederlage. (4:3)

Sven Cammin (61 kg/f), als einer der stärksten Ringer der Liga, war auch dem routinierten Björn Lehnert, der in Doppelfunktion als Sportler und Trainer seiner Mannschaft agierte, klar überlegen. Der deutsche Vizemeister hatte nach einer Rollenserie am Boden bereits nach 1:27 Minuten mit 17:1 gewonnen. (8:3)

Schon in Greiz standen sich Thomas Leffler (98 kg/g) und Lucas Kästel, der diesmal einige Kilogramm abnehmen musste gegenüber. Wiederum bestimmte der Routinier das Geschehen auf der Matte und kam mit seiner stärksten Waffe, den Rollen am Boden, nach 5 Minuten zum 15:0 Sieg. (12:3)

Zum Kampf der Generationen wurde der Vergleich von Abdul Galamatov (66 kg/g) gegen den 38-jährigen Daniel Franke. Der 20 Jahre Jüngere bestimmte den Kampf. Dem Greizer gelangen zwar zwei Viererwertungen, der Routinier, der bis zum Schlusspfiff von Kampfrichterin Saskia Buchwald aus Leipzig gefährlich blieb, verteidigte sich aber geschickt als Untermann im Bodenkampf, konnte aber die 0:14 Niederlage nicht verhindern. (15:3)

Der Hallenser Junior Sebastian Müller machte es Martin Obst (86 kg/f) nicht einfach, attackierte immer wieder, konnte aber keinen Punkterfolg verzeichnen. Der deutsche Meister behielt die Ruhe, verfolgte seinen Stil und kam unter anderem durch zwei Viererwertungen nach doppelten Beinangriffen nach 5 Minuten zum 16:0 Abbruchsieg. (19:3)

Der 18-Jährige Joel Wrensch (71 kg/f) traf auf den 13 Jahre älteren erfahrenen Haudegen Stefan Saul. Lange stand es 1:1, eine Minute vor Schluss schien die Entscheidung gefallen zu sein, als der ehemalige Zöblitzer 3:1 in Führung ging. Doch der Greizer gab nicht auf und kam buchstäblich in vorletzter Sekunde zum Sieg bedeutenden 3:3. Eine starke Leistung. (20:3)

Da Greiz die 80 kg-Klasse nicht besetzen konnte, kam der zweimalige deutsche Meister Fabian Jänicke, der in Luckenwalde mit dem Ringen begann, kampflos zu den Punkten. (20:7)

Mannschaftskapitän Toni Stade (75 kg/g) war wieder an Bord, bekam aber mit dem Tschechen Tomas Sobecky einen starken Brocken vorgesetzt. Trotz starker Gegenwehr des Greizers, der nur einmal aus dem Bodenkampf heraus eine Viererwertung zuließ, kam der Prager eine halbe Minute vor Schluss zum 15:0 Sieg. (20:11)

Der wieder einmal in der ersten Mannschaft eingesetzte Konstantin Sommer (75 kg/f) musste sich mit dem in Luckenwalde ausgebildeten Lübtheener Oliver Kock auseinandersetzen, der mehrere vielversprechende Angriffe des Greizers am Mattenrand konterte und in eigene Punkterfolge ummünzte. Am Ende stand ein 8:3 Erfolg des Gelenauers.

Beide Mannschaften konnten mit dem Endresultat des Kampfes, der mit 20:13 für die Gäste aus dem Vogtland ausging leben.

Stimmen zum Kampf:

Swen Lieberamm, der mit Tino Hempel die Greizer betreute: „Es hat sich vollständig ausgezahlt auf junge Sportler zu setzen. Joel Wrensch und Abdul Galamatov sind technisch und taktisch gereift, lassen sich auch in kniffligen Situationen nicht aus der Ruhe bringen. Das ist ein starker Gewinn für die Mannschaft.“

Daniel Franke, Urgestein unter den Aktiven in Gelenau, der seit dem Aufstieg seiner Mannschaft im Jahre 2000 in die zweite Bundesliga nicht einen Kampf ausgelassen hat: „Wir hatten uns leichte Chancen ausgerechnet, mussten dann aber der besseren Mannschaft den Sieg überlassen. Mein Gegner war sehr stark, ich kann froh sein, über die Zeit gekommen zu sein. Für sein Alter ringt er sehr abgeklärt.“

Erhard Schmelzer @05.11.2017

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