RSV Rotation: Greizer erkämpfen beim Topturnier in Kleinostheim drei Silbermedaillen

RLMD: RSV Rotation Greiz gegen AV-Germania Markneukirchen endet 19:9
66kg Gr.-röm.: Abdul Galamatov (rotes Trikot), RSV Rotation Greiz gegen Rene Roth, AV-Germania Markneukirchen - 4:0/SS-14:0/01:42

Die Spitze des deutschen Freistilringens im Nachwuchsbereich war beim 21. Philipp-Seitz-Gedächtnisturniers in Kleinostheim vertreten

KLEINOSTHEIM/GREIZ. Die Spitze des deutschen Freistilringens im Nachwuchsbereich war beim 21. Philipp-Seitz-Gedächtnisturniers in Kleinostheim vertreten. Unter den 451 Teilnehmern, die bei den Junioren und der Jugend (Altersklassen A, B und C) starteten, befanden sich auch zehn Aktive des RSV Rotation Greiz.
Für den Greizer Ringerverein gingen vier Junioren sowie je zwei A-, B- und C-Jugendliche an den Start. Mit dem Gewinn von drei Silbermedaillen, einem vierten und zwei fünften Plätzen konnten in der Vereinswertung mit 22 Zählern punktgleich mit Luftfahrt Berlin und dem 1.AC Regensburg die Plätze vier bis sechs erkämpft werden. Besser platziert waren nur der SC Roland Hamburg (29 Punkte), der türkische Verein Kizilcihamam (25) und der ASV Hof (24).

Die beiden C-Jugendlichen Said Juschaev und Pascal Hessel starteten in der mit 21 Teilnehmern besetzten 34 kg-Klasse. Während Said sich den Poolsieg sicherte, im Finale aber Bilel Gharbi vom französischen Verein aus Reims den Sieg überlassen musste, konnte Pascal sich nicht im Vorderfeld platzieren.

Bei der B-Jugend ging der in letzter Zeit sehr gewachsene Shey Juschaev (46 kg) konzentriert zu Werke, kam mit drei klaren Siegen ins Poolfinale, wo er allerdings gegen einen tschetschenischen Landsmann aus Lüttich unterlag. Den Kampf um Bronze verpasste er in einem mehr als zehnstündigen Wettkampf durch einen missverständlichen Aufruf des Hallensprechers und musste mit Rang vier vorlieb nehmen. Ibrahim Galamatov (38 kg/24 Starter), im Vorjahr noch mit der Spitze mit ringend, musste erkennen, dass ohne hartes Training kein Erfolg möglich ist. Im stärkeren Pool kämpfend, wäre bei besserer Vorbereitung mehr als Rang acht möglich gewesen.

Die A-Jugendlichen Lucas Hanke (45 kg) und Rasul Galamatov (55 kg) musste zusammen elf Kämpfe bestreiten.
Lucas Hanke, weit unter dem Gewichtslimit der leichtesten Gewichtsklasse liegend, bewies, dass er auch bei der A-Jugend bestehen kann.
Mit vier Siegen wurde er Poolsieger, musste dann aber im Finale gegen Leon Schetterer (Tennenbronn) eine Niederlage einstecken.

Die weiteren Greizer Starter waren in ihrer Gesamtheit am Vorabend noch in Thalheim bei den Mannschaftskämpfen dabei und hatten mitten in der Nacht ihre Anreise begonnen. Rasul Galamatov musste sich gleich im ersten Kampf mit dem zweimaligen deutschen Meister Deniz Güvener auseinandersetzen und unterlag auf Grund eines technischen Fehlers nach Punkten.

Mit drei Siegen blieb er im Rennen, musste sich dann aber körperlich am Ende seinem alten Widersacher Adrian Barnowski (Nürnberg) beugen. Noch einmal alle Reserven mobilisierend siegte er im Kampf um Platz fünf gegen Abdul Amadi (Apolda) denkbar knapp mit 8:8.

Auch die Junioren konnten überzeugen. Dustin Nürnberger (61 kg) unterlag zwar seinem ehemaligen Trainingspartner an der Sportschule Jena Florian Pohl, kam aber mit einem Sieg gegen den Afghanen Mohamed Asefi weiter. Nach einer Niederlage gegen den Turnierzweiten Mohamed Awtaev (Essen) landete er auf Rang zehn.

Gleich drei Greizer kämpften in der 65 kg-Klasse und landeten sogar im gleichen Pool. Kämpfe gegen Trainingspartner stehen meist unter besonderen Gesetzen und sind nicht immer voll aussagefähig hinsichtlich der sportlichen Leistungsfähigkeit. Nachdem Lucas Kahnt und Abdul Galamatov den Türkischen Weltmeister der Gehörlosen Ismail Bostanci aus dem Rennen geworfen hatten, gelang Joel Wrensch ein Schultersieg gegen den sehr starken Neufinnen Said Hosseini (Team Helsinki).

Auch dem Vorjahresvierten Lucas Kahnt gelang ein guter Kampf gegen den Finnen, er unterlag aber am Ende 8:9. Nachdem sich im Aufeinandertreffen der Greizer Galamatov vor Kahnt und Wrensch platzierte, standen sich Galamatov und der Finne im Poolfinale gegenüber. Als der Finne bei 6:1 Führung schon wie der Sieger aussah, gelang dem Greizer doch noch der Schultersieg.

Im Finale waren – auch unter Berücksichtigung des vortägigen Kampfes in Thalheim gegen den neunmaligen deutschen Meister Alexander Grebensikov – die Batterien leer. Zur anfänglichen Führung reichte es noch, dann war der deutsche Meister und EM-Teilnehmer des Vorjahres Leon Gerstenberger aus Württemberg nicht mehr zu

Lucas Kahnt wurde Fünfter, Joel Wrensch landete auf Rang acht.

Der Ausflug nach Unterfranken hat sich trotz der Anstrengungen und des völlig undiskutablen Turnierumfanges – die Sportler kamen am Sonntag erst weit nach Mitternacht zu Hause an – in jeder Hinsicht gelohnt.

Erhard Schmelzer @26.11.2017

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