Ringen: Spannende Kämpfe in der Greizer Zweifeldersporthalle

Freundschaftskampf: Vogtland ringt gegen fränkische Auswahl
Der Greizer Florian Crusius (rotes Trikot) bezwingt Janik Rausch von der Frankenauswahl.

Im Rahmen eines Trainingslagers in Greiz trafen am Freitag eine gastgebende Vogtlandauswahl auf eine Mannschaft aus Franken in spannenden Kämpfen aufeinander

GREIZ. Im Rahmen eines viertägigen Trainingslagers in Greiz trafen am Freitagabend eine gastgebende Vogtlandauswahl auf eine Mannschaft aus Franken. Das erfahrene Gästeteam wurde hauptsächlich aus Sportlern aus Bindlach und Lichtenfels gebildet. Die Bindlacher stiegen im Vorjahr aus der 2.Bundesliga Süd ab und nutzten die Trainingsmöglichkeiten in Greiz, um ihr Vorhaben, den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen.

Auch der ASC Lichtenfels, langjähriges Mitglied der deutschen Eliteliga möchte die Oberliga Bayern bald wieder Richtung oben verlassen. Gästetrainer Matthias Fornoff lobte die Greizer Initiative: „So haben alle mehr Möglichkeiten, sich auf die Saison vorzubereiten. Wir müssten beim Training viel mehr zusammenarbeiten.“

Beim freundschaftlichen Vergleichskampf stand dann auch weniger der Mannschaftssieg als die individuelle Verbesserung der einzelnen Sportler im Fokus. Hochklassiges Ringen gab es trotzdem zu sehen. Auf der vogtländischen Seite standen mit dem amtierenden Meister Martin Obst (Greiz) und dem Grand-Prix-Sieger von Dortmund Maximilian Schwabe (Pausa) zwei Ausnahmekönner.
Bekanntester Gästeringer war der Junioreneuropameister des Vorjahres, Hannes Wagner aus Lichtenfels. Aber auch zahlreiche andere Aktive standen in ihrer Laufbahn bei nationalen Meisterschaften bei Siegerehrungen auf dem Treppchen.

Maximilian Schwabe (71 kg/greco) war gegen den ehemaligen Lichtenfelser Erstligaringer Ruben Savchev im Bodenkampf mit 2:2 und gegen den Bindlacher Niklas Kamm mit 5:2 erfolgreich. Eigentlich wollte Martin Obst (86 kg/frei) einige Stunden später mit der deutschen Nationalmannschaft zur Eröffnungsveranstaltung der Olympischen Spiele in das Stadion von Rio de Janeiro einmarschieren, doch er hatte bei zwei Turnieren die Qualifikation knapp verpasst.

Er errang einen nie gefährdeten 15:0 Erfolg gegen Sascha Büchner und dürfte in der neuen Saison der Publikumsliebling in Greiz werden. Der in der Bundesliga für Erstligist Mainz antretende Hannes Wagner (86 kg/greco) punktete sich im Bodenkampf zum 7:0 Erfolg über Thomas Leffler.

Spannend wie immer war der Kampf von Daniel Sartakov (75 kg/frei), der auf Marcel Fornoff traf. Nach 0:2 Rückstand siegte der Greizer mit blitzschnellen Beinangriffen gegen den ehemaligen Juniorenmeister mit 6:4. Sein Vereinskollege im Schwergewicht Sebastian Wendel (86 kg/frei) unterlag dem Lichtenfelser Christoph Meixner mit 0:2.
Während Florian Crusius (61 kg/greco) Janik Rausch 10:0 bezwang, mussten Radoslaw Kisiel (66 kg/frei) und Martin Zeuner (86 kg/greco) gegen die Bindlacher Bastian Hoffmann und David Adler Niederlagen einstecken.

Sieg und Niederlage gab es für Abdul Galamatov (57 kg), der im Freistil nach 3:10 Rückstand bei 11:10 einen Schultersieg gegen Omid Ivanov errang und dann vom Ex-Auer Pierre Vierling, der jetzt Pausa/Plauen verstärkt, im griechisch-römischen Stil klar bezwungen wurde. Um im Ringkampf erfolgreich zu sein, ist langjähriges engagiertes Training und viel Erfahrung von Nöten. Da verwundert es nicht, dass die Nachwuchssportler Ron Watzek, Lucas Kahnt, Joel Wrensch (alle Greiz) sowie Nils Buschner und Chris Militzer (beide Pausa) gegen ihre älteren und routinierteren Widersacher aus Bayern unterlagen.

An den nachfolgenden Tagen wurde mit über 50 Sportlern auf drei Matten intensiv trainiert. Dank gebührt auch den zahlreichen Greizer Helfern, die für die Organisation und Verpflegung zuständig waren.

Erhard Schmelzer @08.08.2016

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