Ringen: Doch noch einige Änderungen im Aufgebot

Greizer Ringer auch im griechisch-römischen Stil vorn
Martin Zeuner, AV JK Conc. Zella-Mehlis

Ringen: RSV Rotation Greiz, Staffelsieger in der 2.Bundesliga des Vorjahres, startet wieder mit zwei Männermannschaften in das Wettkampfjahr – es gibt einige Änderungen

GREIZ. Am 3.September beginnt die neue Mannschaftskampfsaison der Ringer. Der RSV Rotation Greiz, Staffelsieger in der 2.Bundesliga des Vorjahres, startet wieder mit zwei Männermannschaften in das Wettkampfjahr. Die zweite Mannschaft, die 2015 als Aufsteiger einen sensationellen dritten Platz in der Regionalliga Mitteldeutschland belegte, wird wieder in der dritthöchsten deutschen Liga kämpfen. Sowohl in der Staffel Nord der 2.Bundesliga, als auch in der Regionalliga Mitteldeutschland kämpfen in diesem Jahr zehn Teams. Die Greizer Ringkampfanhänger können sich also auf neun spannende Ringkampfabende in der Sporthalle in Greiz-Aubachtal freuen. Die zweite Mannschaft wird jeweils vor der Mannschaft der 2.Bundesliga kämpfen. Nach dem Saisonauftakt in Lübtheen (2.Bundesliga) und Potsdam (Regionalliga) am 3.September, kommt es am 10.September zum ersten Heimkampf gegen den AV Germania Markneukirchen. Im Vorkampf der Regionalliga reist der Ringerverein Eichenkranz Lugau an.

In den Greizer Mannschaften gibt es relativ wenig Wechsel, das Gros der Sportler bleibt zusammen und wird versuchen, an die Erfolgssaison des Vorjahres anzuknüpfen. Einige Veränderungen gibt es aber doch. So haben Lucas Bast und Dawid Ignatius den Verein verlassen. Lucas Bast hat seine leistungssportliche Laufbahn in Frankfurt/Oder beendet, im Vorjahr ein Studium an der Technischen Universität Dresden aufgenommen und hat dort kaum Trainingsmöglichkeiten. Er hat sich Erzgebirge Aue angeschlossen, wo auch sein Bruder Christoph aktiv ist. Im Vorjahr belegte der ehemalige Erstligist Kampfgemeinschaft Frankfurt/Eisenhüttenstadt in der Regionalliga den neunten und letzten Platz. Nur, dass die Staffel nicht mit zehn Vereinen besetzt war, verhinderte den Abstieg in die sportliche Bedeutungslosigkeit. Da die Vereinsleitung bei der Organisation der Mannschaftskämpfe suboptimal agierte, nahmen nun einige Sportler das Heft des Handelns in die Hand und wollen den Verein wieder nach vorn bringen. Neben dem ehemaligen Olympiateilnehmer Markus Thätner, der Aue verlässt, wird auch Dawid Ignatius wieder für seinen Heimatverein ringen.

Mit Maximilian Kahnt wird auch ein Eigengewächs den RSV verlassen. Der Sportschüler in Leipzig wird sich Ligakonkurrenten RV Thalheim anschließen.

Neu im Greizer Trikot werden in der neuen Saison in der Regionalliga vier Ringer auflaufen. Zum Kaderkreis im leichtesten Limit gehört der Altenburger Boualem Derradji, der schon in der Jugendliga für Greiz aktiv war. Noch größer ist die Verbindung von Joel Wrensch zu Greiz. Vor fast genau 17 Jahren wurde er in Greiz geboren. Seine Mutter Susanne Lachmann gehört zur Ringerfamilie Lachmann, sein Vater ist das Greizer Ringerdenkmal Johannes Wrensch. Der Sohn der in Pößneck lebenden Familie begann 2006 in Jena mit dem Ringen. Nach einer längeren Verletzungspause soll Joel die Gewichtsklasse 66 kg im freien Stil verstärken. Für den abgewanderten Lucas Bast soll in der 75 kg-Klasse ein junger Nachwuchssportler von der Sportschule Frankfurt/Oder eingesetzt werden. Aron Fauth kommt vom SV Berlin-Buch. Bekannter für die Thüringer Ringkampfanhänger ist der Zella-Mehliser Martin Zeuner (86 kg), der ebenfalls im griechisch-römischen Stil eingesetzt werden kann. Der Routinier gehörte schon 2008, als Zella-Mehlis Zweitligaluft schnupperte, zu den erfolgreichsten Kämpfern im Thüringer Wald. Nach einigen Jahren mit seinem Heimatverein in der Regionalliga, der jetzt allerdings in der bayerischen Grupenliga Nord startet, will er es noch einmal in der dritthöchsten Liga wissen. Dass er auch bei den Zweitbundesligisten nicht chancenlos ist, bewies er mit seiner 1:2 Niederlage bei den Mitteldeutschen Meisterschaften gegen den Auer Bastian Kurz.

Erhard Schmelzer @03.06.2016

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