Regionalliga: Greizer Nachwuchsringer sichern Remis

Regionalliga Mitteldeutschland: RSV Rotation Greiz II gegen RV Thalheim II 14:14
Mannschaft des RSV Rotation Greiz II: v.l. hinten: Joel Wrensch, Aron Fauth, Lucas Kahnt, Trainer Sebastian Kessel, Trainer Konstantin Sommer und Abdul Galamatov. vorn: Adam Daraev, Trainer Sascha Förster und Martin Zeuner. liegend: Rasul Galamatov

Greizer Nachwuchsringer des RSV Rotation Greiz II sichern sich beim RV Thalheim II mit 14:14 ein Remis

GREIZ. Das Wettkampfprotokoll des Regionalligakampfes der zweiten Greizer Ringermannschaft gegen den RV Thalheim II wies eine Besonderheit auf. Beim 14:14 unentschieden ausgegangenen Vorkampf zum Bundesligavergleich beider Vereine hatten die Greizer in den leichten fünf Gewichtsklassen gewonnen, während die Gäste aus dem Erzgebirge in den fünf schweren Klassen dominierten.
Die Greizer traten diesmal wieder mit sechs Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren an, von denen fünf siegreich blieben. Vier davon hatten bereits mit ihrem starken Abschneiden beim Spessartpokal auf sich aufmerksam gemacht.

Es wäre allerdings verfehlt, die älteren RSV-Ringer, die mit durchgängig knappen Niederlagen einen nicht unwesentlichen Anteil am Remis hatten, nicht mit in die positive Bilanz einzubeziehen.

Rasul Galamatov (57 kg/f) ließ sich weder vom 0:2 Rückstand gegen den zwei Jahre älteren Nick Löffler noch vom Gewichtsnachteil irritieren, setzte auf seine bessere Freistiltechnik und hatte am Ende beim 7:2 Sieg sogar noch die Chance zum Schultersieg.
Nachdem die Gäste durch Gerit Niebergall die schwerste Gewichtsklasse kampflos für sich entschieden hatten, traf Abdul Galamatov (61 kg/g) auf den gleichaltrigen Valentin Heinert und siegte nach dem zweiten Kopf-Hüft-Schwung nach zwei Minuten auf Schultern.

Wegen Besetzungsproblemen in den schweren Gewichtsklassen musste Sascha Förster (98 kg/f) kurzzeitig seine Betreuerfunktion aufgeben und selbst aktiv werden. Er ließ nur einen 10:0 Erfolg von Maik Hoeisel zu.

Lucas Kahnt (66 kg/f) führte gegen Sven Bachmann zur Pause 1:0, geriet dann allerdings 1:4 in Rückstand. Mit einem kämpferischen Schlussspurt konnte er aber das Blatt noch zum 7:4 Erfolg wenden.
Mit dem slowakischen Auswahlringer Denis Horvath, der normalerweise zum Bundesligaaufgebot gehört, hatte Martin Zeuner (86 kg/g) einen ganz starken Gegner erhalten. Der Routinier auf Greizer Seite zeigte eine technisch und taktisch sehr starke Leistung, musste im Bodenkampf aber eine Zweierwertung abgeben.

Nachdem Joel Wrensch (66 kg/g) kampflos zu den Punkten kam, standen sich mit Konstantin Sommer (86 kg/f) und Maximilian Kahnt zwei Sportler gegenüber, die in Greiz das Ringen erlernt haben. Lange sah es nach einem Erfolg des sieben Jahre älteren Konstantin Sommer aus, bis sich praktisch mit dem Schlusspfiff der am Stützpunkt Leipzig trainierende Junior mit 3:1 durchsetzte.
Adam Daraev (75 kg/f) baute den Greizer Punktvorsprung durch einen schwer erarbeiteten 5:0 Erfolg über den starken Felix Kriegelstein auf vier Zähler aus.

Im Schlusskampf traf Aron Fauth (75 kg/g) auf Saeed Moradtalab. Der iranische Christ war zweimal iranischer Meister und lebt jetzt als Asylbwerber in Chemnitz. Es entwickelte sich ein spannender Kampf, der allerdings schon in der dritten Minute entschieden wurde, als der Iraner den 4:2 führenden Greizer an der Hüfte erwischte und zum Schultersieg kam.

Mit der stark verjüngten Greizer Reservemannschaft wird es in diesem Jahr nicht möglich sein, ganz oben mitzuringen. Für die Nachwuchsringer bietet die dritthöchste deutsche Liga aber hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten.

Erhard Schmelzer @26.09.2016

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