Greizer Ringer streben Medaillenränge an

Hoher Sieg des RSV Rotation Greiz über den Athletik-Sport-Verein 1896 Hof Hof/Saale
Swen Lieberamm (r.), gemeinsam mit Tino Hempel Trainer des Ringkampf-und Sportvereins RSV Rotation Greiz.

Trainerdoppel setzt verstärkt auf entwicklungsfähigen Kader aus eigenen Reihen. In der 2. Bundesliga Nord warten gleich fünf sächsische Mannschaften auf die Greizer Sportler

GREIZ. Die Männer des Ringkampf-und Sportvereins RSV Rotation Greiz, die in der kommenden Saison erneut in der 2. Bundesliga kämpfen, streben einen Medaillenplatz an. So lautet das erklärte Ziel der Sportler, die sich derzeit in einem Trainingslager auf die Kämpfe vorbereiten.

Die letzte Saison hatten sie mit einem unbefriedigten 6. Platz abgeschlossen; zum letzten Mal im Jahre 2009 eine Medaille erkämpft. „Nachdem jahrelang bei den Greizer Ringern alles mehr oder weniger nach Plan lief, schlug das Verletzungspech während der letzten Saison unbarmherzig zu“, wie Vorstandmitglied Erhard Schmelzer sagt. Nach Weggang der beiden Gallionsfiguren Edgar Melkumow und Edgar Babayan, die in die 1. Bundesliga wechselten, setze man nun verstärkt auf die Förderung des eigenen Nachwuchses, so Schmelzer. Und noch einen Trumpf hat der RSV Rotation im ärmel: Nach dem Rückzug des SV Luftfahrt Berlin aus der 1. Bundesliga wechselten acht Sportler nach Greiz. Trainiert werden sie weiterhin von ihrem Heimtrainer Swen Lieberamm, der die Athleten auch zu den Heim-und Auswärtskämpfen des RSV begleiten wird. Gemeinsam mit dem Greizer Trainer Tino Hempel, der nach dem Rücktritt von Falk Schlehahn nach zehn Jahren Pause wieder als Coach fungiert, wird das Trainerdoppel in die neue Saison starten. Der 1979 in Berlin geborene Swen Lieberamm hat das Ringen von der Pieke auf gelernt und kann auf zahlreiche sportliche Erfolge verweisen. Wir haben seit Jahren gute Kontakte nach Greiz, begründete der Berliner, weshalb Greiz die erste Anlaufstelle nach dem Rückzug aus dem Oberhaus war.

Zum Verein und auch zum Präsidenten des RSV, Thomas Fähndrich pflegen wir seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis; schließlich trugen wir fünf Jahre lang auch sportlich-emotionale Rivalitäten auf der Matte der 2. Bundesliga aus, so Lieberamm augenzwinkernd. Die Aufstellung eines breiteren Kaders gehört zu den primären Aufgaben, denen sich die beiden Trainer stellen. Zwanzig Sportler sind vonnöten, um eine Ausgewogenheit im Einsatz herzustellen, betont Swen Lieberamm, der den Teamgedanken noch mehr in den Fokus der Sportler rücken will: Zehn Mann sind ein Team, so der motivierte Trainer. In der 2. Bundesliga Nord treffen neben dem einzigen Thüringer Verein KSC Motor Jena und dem RV Lübtheen aus Mecklenburg-Vorpommern fünf sächsische Mannschaften auf den Greizer RSV; so etwa der KSV Pausa oder der AC 1897 Werdau. Besonders gespannt schaut Lieberamm schon jetzt auf die Kämpfe gegen den RV Thalheim 04.

Ich bin nicht abergläubisch, aber in Thalheim verloren wir zwölf Mal hintereinander, das muss sich ändern, strebt der Trainer an. Die ewig gestellte Frage, ob man den Aufstieg in die 1. Bundesliga plane, beantwortet Swen Lieberamm ganz diplomatisch. Zum einen könne fortan jede erstplatzierte Mannschaft durch die neue Reglementierung selbst beschließen, ob sie in der nächsthöheren Liga kämpfen möchte. Das macht die Liga wieder richtig interessant; man kämpft mit offenem Visier. Zum anderen solle die Mannschaft selbst entscheiden, ob sie aufsteigen wolle. Der Medaillenplatz, den man anstrebe, sei der Weg, sich in Zukunft sportlich noch besser etablieren zu können.

Antje-Gesine Marsch @10.08.2013

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